«Die Stange hätte mich fast am Kopf getroffen»

Alain Saidi, der Besitzer der Boutique Panther, wurde am Donnerstag von einem Drogendealer mit einer Eisenstange spitalreif geprügelt. Heute sagt er, wie es dazu kam.

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Alain Saidi, sie wurden mit einer Eisenstange spitalreif geprügelt. Was ist passiert?
Ich habe einen Dealer verjagt, der vor meinem Laden Drogen verkaufen wollte. Zehn Minuten später kam er mit einer Eisenstange bewaffnet zurück und schlug sofort auf mich ein. Erst traf er mich an der Hand, ich fiel hin und er schlug zweimal auf meinen Rücken und rannte anschliessend davon. Die Wunde an meiner linken Hand ist sieben Zentimeter lang und musste mit 15 Stichen genäht werden. Aber hätte ich den Schlag nicht mit der Hand abgewehrt, hätte mich die Stange am Kopf getroffen.

Ist es so gefährlich, an der Langstrasse einen Laden zu besitzen?
Nein, eigentlich nicht. Das Quartier ist nicht gefährlich – solange man sich nicht mit den Dealern anlegt. Sie sind nett und freundlich, bis man ihnen sagt, sie sollen verschwinden.

Wie schätzen sie die Situation im Kreis 4 ein?
Die Leute haben Angst vor der Gewalt, welche die Dealer mitbringen. Und die Polizei kann nichts machen, weil viele von ihnen mit drogenabhängigen Schweizerinnen verheiratet sind und deshalb einen B- oder C-Ausweis besitzen.

Im Quartier sagt man, sie seien recht impulsiv. Haben sie den Streit provoziert?
Die Dealer machen mich wütend. Sie machen uns und unser Geschäft kaputt. Sie treiben sich oft vor unserem Geschäft rum. Wenn ich die Polizei rufe, dauert es eine halbe Stunde, bis jemand kommt. Also verjage ich die Dealer selbst.

Nützt es etwas?
Nein. Sie lassen sich nicht vertreiben. Im Gegenteil, sie sagen, wir sollen von hier weggehen. Aber wir sind seit 26 Jahren hier. Wir gehen nicht weg. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.09.2008, 15:14 Uhr

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