Zürich

Die Trickliste der Taschendiebe

Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 25.04.2012 29 Kommentare

Nicht nur die «Pariser Masche» verhilft Taschendieben zum Erfolg. Auch mit anderen hinterhältigen Tricks werden ahnungslose Opfer bestohlen.

Wer Diebe fangen will, muss ihre Methoden kennen: Demonstration eines Trickdiebes während der Schulung der Stadtpolizei (Aufnahme von 2010).

Wer Diebe fangen will, muss ihre Methoden kennen: Demonstration eines Trickdiebes während der Schulung der Stadtpolizei (Aufnahme von 2010).
Bild: Keystone

Die beliebtesten Tricks


  • Pariser Masche: Diebstahl im Zug, kurz bevor dieser abfährt. Dieb springt raus, Opfer fährt ab.

  • In Gespräch verwickeln: Einer redet mit Opfer, ein zweiter beklaut es unbemerkt. Geht bei vielen Dieben auch im Alleingang.

  • Etwas fallen lassen: Hilfsbereite Passanten werden beklaut, während sie beim Aufheben helfen.

  • Geldwechsel: Wird oft auf Parkplätzen angewendet. Ein Dieb fragt nach Kleingeld. Während man dieses zusammensucht, klaut er die Banknoten im Portemonnaie.


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Wer Zug fährt, sollte seine Wertsachen besonders im Auge behalten. Zurzeit greifen dort Taschendiebe besonders gerne zu – mit der sogenannten Pariser Masche. Kurz vor dem Abfahren beklauen sie ihre Opfer und springen aus dem Zug.

Doch der – in Zürich – neue Trick ist beileibe nicht die einzige Masche, die Diebe zum Erfolg führt. «Überall, wo es grosse Menschenansammlungen gibt, sollte man aufpassen», erklärt Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei. Taschendiebe halten sich vornehmlich an solchen Orten auf: Warenhäuser, Haltestellen von Tram und Bus, Restaurants.

Dort sind besonders Ablenkungsmanöver beliebt: Sind die Diebe zu zweit, verwickelt der eine das Opfer in ein Gespräch, während der andere es unbemerkt bestiehlt. «Viele können die gleiche Masche auch problemlos alleine durchziehen, ohne dass man etwas davon merkt», warnt Hödl. Auch lassen Diebe oft etwas fallen, um hilfsbereite Passanten abzulenken. «Sobald diese beim Aufheben helfen, achten sie nicht mehr auf ihre Wertsachen.»

Bei Parkplätzen aufpassen

Mittlerweile seltener seien Fälle geworden, bei denen aufdringliche Strassenverkäufer möglichen Opfern ohne Aufforderung Schmuck umlegten. «Wenn man sagte, man wolle ihn nicht haben, nahmen sie einem die Stücke wieder ab – und unbemerkt den eigenen Schmuck gleich dazu.»

Doch nicht nur an stark frequentierten Orten besteht Gefahr: Auch bei Parkplätzen ist ein wachsames Auge von Vorteil: «Dort greifen Diebe gerne zum Geldwechseltrick», erklärt Hödl: Der Dieb fragt einen Passanten nach Kleingeld. Während dieser danach sucht, hält der Dieb einen Stadtplan oder einen Flyer so, dass man nicht sehen kann, dass er gerade das Fach mit den Banknoten leert. Ebenfalls rund um Parkplätze beliebt ist die sogenannte Reifenpannen-Masche. Das Opfer wird wegen einer angeblichen Panne vom eigenen Auto weggelockt. Während der Schaden begutachtet werden soll, hat ein Komplize Zeit genug, das Auto des Opfers auszuräumen.

Männerportemonnaies sind einfacher zu leeren

Doch wie wehrt man sich gegen die Tricksereien? «Man sollte die eigene Hand- oder Tragetasche immer im Auge behalten und Wertsachen immer in schwer zugänglichen Jackeninnentaschen verstauen», erklärt Hödl. Besonders in grösseren Menschenmassen und beim Ein- und Ausstieg aus öffentlichen Verkehrsmitteln, sollte eine Tasche immer so getragen werden, dass man deren Aufschlussklappe nahe am Körper trägt. «Auch wenn das vielleicht modisch nicht ganz so gut aussieht.»

Wird man nach Kleingeld gefragt, muss man nicht auf sämtliche Regeln des Anstands verzichten, aber Abstand halten: «Beharren Sie stets darauf», meint Hödl. Besonders achtsam müssen beim Geldwechseltrick übrigens Männer sein: «Herrenportemonnaies eignen sich meist besser.»

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.04.2012, 12:48 Uhr

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29 Kommentare

Inge Hotz

24.04.2012, 16:46 Uhr
Melden 171 Empfehlung 0

Hauptbahnhof Zurich, 23. Maerz 2012 ca..17.ooh...........grosses Gedraenge auf Perron 5. Eine fremde Hand langte in meine Tasche. Ich schlug diesem Typ einen Fusstritt zwischen die Beine. Er sackte aufs Gleis. Sanitaet und Polizei musste kommen. Wurde vor Gericht zitiert. Typ war exJugoslawe 21x vorbestraft und mich wollte man am Schluss fertigmachen. Ich wurde dann freigesprochen..also vorsicht.. Antworten


Peter Ohnesorg

24.04.2012, 17:45 Uhr
Melden 100 Empfehlung 0

Im arabischen Raum werden fürs Stehlen Hände abgehackt, in der Schweiz wird man wahrscheinlich scharf verwarnt. Ich würde auch nach Zürich kommen, wenn ich keine Konsequenzen befürchten müsste. Besten Dank an unsere Justiz und Polizei, die lieber fehlbare Velofahrer jagt. Antworten



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