Zürich

Die Zürcher müssen verzichten lernen

Die Stadt Zürich will bis 2050 zur 2000-Watt-Gesellschaft reifen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Zürcher Bevölkerung ihren Lebensstil ändern – auch bei der Mobilität.

Zürich im Winter: Weniger heizen und besser isolieren ist das eine Ziel, eine Einschränkung bei Mobilität und Auslandferien das andere.

Sophie Stieger

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Nicht mal Pendeln nach Bern liegt drin

Bei der 2000-Watt-Gesellschaft handelt es sich um ein energiepolitisches Modell, das Fachleute im Rahmen des Programms Novatlantis an der ETH Zürich entwickelt haben. Was die Stadt Zürich heute anstrebt, war in der Schweiz bereits einmal Wirklichkeit, und zwar zu Beginn der 1960er-Jahre. Damals verbrauchte der Schweizer durchschnittlich 17'500 Kilowattstunden pro Jahr; dies entspricht einer kontinuierlichen Leistung von 2000 Watt. In der Schweiz liegen wir heute bei 5000 Watt, und das ohne graue Energie, die bei Herstellung, Transport, Lagerung und Entsorgung eines Produkts anfällt und weitere 4000 Watt ausmacht. Ein grosser Teil der Menschen global muss mit weniger als 1000 Watt pro Kopf auskommen.

Gemäss Schweizerischer Energie-Stiftung hat eine Person in einer 2000-Watt-Gesellschaft 500 Watt für die Mobilität zur Verfügung. Davon sind die Zürcher heute weit entfernt. Wer mit einem gewöhnlichen Auto (9 Liter/100 km) pro Jahr 50'000 Kilometer fährt, überzieht sein Konto mit 3300 Watt bereits deutlich. Dasselbe Bild beim Fliegen: Drei Langstreckenflüge mit einer Distanz von total 20'000 Kilometern plus drei Kurzstreckenflüge à je 2000 Kilometer ergeben einen Wert von 4200 Watt pro Jahr. Auch Zugpendler überziehen ihr Budget: Wer ein Jahr lang von Bern nach Zürich pendelt, legt dabei 40'000 Bahnkilometer zurück – 1500 von 2000 Watt sind aufgebraucht. (sth)

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In der Stadt Zürich droht ein Verkehrskollaps: Vor diesem Szenario warnt die Umweltorganisation Umverkehr eindringlich – und mit Erfolg. Ihre sogenannte Städte-Initiative ist in Zürich zustande gekommen. In St. Gallen ist sie bereits zur Abstimmung gelangt: Dort haben 59 Prozent der Stimmenden die Stadt am 7. März darauf verpflichtet, das Verkehrswachstum künftig mit öffentlichem Verkehr (ÖV) und Langsamverkehr aufzufangen.

In Zürich soll innerhalb von zehn Jahren der prozentuale Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen in der Stadt steigen, von 64 Prozent auf deren 74, unter anderem dank Fahrplanverdichtungen beim ÖV und mehr Velowegen. Gleichzeitig soll der Anteil des motorisierten Individualverkehrs auf 26 Prozent sinken – ein Ausbau des Strassennetzes wäre künftig tabu. Thomas Stahel, Geschäftsleiter bei Umverkehr, hält das Ziel für ambitioniert, aber realisierbar.

Zwist im rot-grünen Lager

Die Initiative birgt neben konkreten Zielen auch Symbolkraft: In Stahels Augen ist sie ein erster wichtiger Schritt zur 2000-Watt-Gesellschaft, welche die Stadt Zürich bis 2050 realisieren will – mit dem Segen der Stimmbevölkerung, die das Projekt im November 2008 mit überwältigender Mehrheit (76 Prozent Ja-Stimmen) gutgeheissen hat.

Unterstützung findet die Städte-Initiative in Zürich bei der SP, den Grünen und Grünliberalen. Dem – ebenfalls rot-grünen – Stadtrat gehen die ausformulierten Reduktionsziele jedoch zu weit. Er empfiehlt dem Gemeinderat daher, das Ansinnen zu verwerfen und als Gegenvorschlag deren zentrales Anliegen – die Förderung des ÖV und Langsamverkehrs – in der Gemeindeordnung explizit zu verankern. Umverkehr kritisiert dies: Ohne konkrete Massnahmen und Plafonierung der Strassenkapazität werde der Gegenvorschlag ein gut gemeinter Wunsch bleiben, sagt Stahel. «Seltsam» findet er, dass der Stadtrat die Initiative als unrealistisch abqualifiziere, zugleich aber das Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft verfolge. Stahel: «Wir müssen jetzt Nägel mit Köpfen machen.» Ansonsten bleibe die 2000-Watt-Gesellschaft eine Vision.

Mehr Verbote, neue Gesetze?

Die skizzierte Dissonanz im rot-grünen Lager lässt erahnen, was die Stadt Zürich und ihre Bevölkerung in den nächsten 40 Jahren erwartet, sofern die 2000-Watt-Gesellschaft nicht als Schlagwort in der politisch-gesellschaftlichen Debatte verenden soll. Zentral ist die Frage, ob sich der Energieverbrauch einer Wohlstandsgesellschaft drastisch verringern lässt, ohne die Lebensqualität zu mindern. Simple Antworten auf diese Schlüsselfrage gibt es nicht. Genügen Appelle ans ökologische Gewissen? Braucht es verstärkt finanzielle Anreize, um das Umweltverhalten der Zürcher zu steuern? Sind neue Gesetze nötig? Drastische Verbote?

«Das will niemand gerne hören»

Worin heute Einigkeit herrscht: In einer 2000-Watt-Gesellschaft muss alles besser werden, die Technik (maximale Effizienz), die Häuser (optimierte Isolation), die Fahrzeuge (kleiner, leichter, energieeffizienter), die Energieträger (erneuerbar). Doch damit ist es nicht getan. «Es braucht bedeutende Einschränkungen von jedem Einzelnen, auch im Mobilitätsverhalten», sagt Bernhard Piller, grüner Gemeinderat in Zürich und Projektleiter bei der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES). Rund ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs gehe heute auf das Konto des motorisierten Verkehrs. Ohne Änderung des Lebensstils lässt sich laut Piller die 2000-Watt-Gesellschaft in Zürich nicht umsetzen. «Das will niemand gerne hören, aber es ist so.» Die Stadt Zürich sieht dies anders. Das Gesundheits- und Umweltdepartement etwa schreibt auf seiner Homepage, die 2000-Watt-Gesellschaft sei realisierbar, «ohne dabei auf wesentliche Annehmlichkeiten zu verzichten».

Skeptisch äussert sich auch Rolf Hartl, Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung mit Sitz in Zürich. Anlässlich eines Branchenkunde-Kurses hat er jüngst KV-Lehrlinge auf einer Homepage testen lassen, ob sie 2000-Watt-konform leben. Dabei erreichte niemand die Zielsetzung, selbst diejenigen nicht, die Veganer sind, in einer kleinen Mietwohnung leben und aufs Auto ebenso verzichten wie auf Fernreisen. Hartl spricht von ernüchternden Resultaten: «Sie lassen grosse Fragezeichen an der Behauptung aufkommen, die 2000-Watt-Gesellschaft sei ohne Verzicht und Komforteinbussen möglich.»

Abstriche beim Fliegen

Rechenbeispiele zeigen, dass man in einer 2000-Watt-Gesellschaft schnell auf zu grossem Fuss lebt – beim Autofahren ebenso wie beim Fliegen oder Zugpendeln. «Die individuellen Mobilitätsbedürfnisse dürfen nicht massiv weitersteigen», sagt denn auch Veronika Sutter von Novatlantis, einem ETH-Programm, das Städte wie Zürich dabei unterstützt, sich in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft zu entwickeln. «Wir müssen vermehrt den Nutzen dem Ressourcenverbrauch und CO2 gegenüberstellen.»

Beim Fliegen etwa drohen Abstriche: Ein Teil der Fachleute hält den heutigen durchschnittlichen Konsum von Flugreisen nicht für 2000-Watt-tauglich, selbst mit effizienteren Flugzeugen nicht. Sutter sagt vorsichtig, der Konsum von Flugreisen sei zu überdenken. Kurzstreckenflüge seien, wann immer möglich, durch Bahnreisen zu ersetzen. Gemäss Novatlantis muss dies aber nicht negativ sein. «Angepasste Lebensgewohnheiten bedeuten keine Reduktion der Lebensqualität und dürfen damit auch nicht verwechselt werden», sagt Sutter. Die Schweizerische Energie-Stiftung spricht von einer «neuen Lust am Zuhausebleiben».

Selbstkritische Grüne

Ob Reduktion oder gar Verzicht freiwillig erfolgen wird, ist fraglich. «Sobald umweltfreundliches Verhalten den gewohnten Lebensstil zu stark verändert, tun sich Herr und Frau Schweizer schwer damit», sagt WWF-Sprecher Fredi Lüthin. Er verweist auf eine Untersuchung, in welcher der Umweltverband 2009 die «beliebtesten Ökohandlungen» erforscht hat. Fazit: Nur ein kleiner Teil der Befragten ist bereit, ein Mobility-Auto zu benutzen oder seine Feriengewohnheiten umzustellen.

2000-Watt-tauglich ist heute kaum einer. In der industrialisierten Welt schon gar nicht, wie Stadträtin Ruth Genner (Grüne Partei) sagt. «Weil das heute noch niemand sein kann.» Genner selber bemüht sich, möglichst wenig Energie zu verbrauchen, wie sie versichert. Ein Auto hat sie nicht, sie benutzt konsequent den ÖV und das Velo. Flugreisen hat aber auch sie schon unternommen, nicht nur beruflich, sondern auch privat. Der grüne Gemeinderat Balthasar Glättli räumt ebenfalls ein, noch Verbesserungspotenzial zu haben. Letztes Jahr reiste er nach Amsterdam – mit dem Flugzeug. Durchschnittlich fliegt er null bis einmal pro Jahr. Heuer plant er Ferien in der Schweiz und allenfalls im nahen Ausland – ohne Flugzeug. Glättli kann sich eine 2000-Watt-Gesellschaft ohne Verzicht und Änderung des Lebensstils nicht vorstellen. Dieses Faktum müsse nun «breit debattiert und politisch ausgehandelt» werden.

Nahes Wohnen und Arbeiten

Zur Debatte stehen Probleme, die weit über die Stadt Zürich hinausgehen. In einer 2000-Watt-Gesellschaft darf beispielsweise eine weitere Zersiedelung keine Zukunft haben, wie Sutter von Novatlantis sagt: «Wohnen und Arbeiten sollen nicht mehr x Kilometer weit auseinanderliegen.» Fraglich ist, wie und ob überhaupt sich dieser Ansatz der geschlossenen kleinen Lebensräume realisieren lässt.

Ein zweites Müsterchen ist Roadpricing. Dieses System zur Verkehrssteuerung ist in Zürich bereits vor dem Start ausgebremst worden. Stadt und Kanton haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe für Roadpricing-Modelle vorzeitig aufgelöst. Bürgerliche Politiker stemmen sich vehement gegen die «Strassenzölle». Und auch die Zürcher stehen Zufahrtsgebühren ins Stadtzentrum skeptisch gegenüber, wie letztes Jahr eine Umfrage des Bundes gezeigt hat.

Kanton glaubt nicht daran

Für Kritiker der 2000-Watt-Gesellschaft sind die skizzierten Beispiele Beleg für die faktische Unvereinbarkeit von Anspruch und Realität. Baudirektor Markus Kägi (SVP) und seine Fachleute in der Baudirektion halten das 2000-Watt-Ziel bis 2050 für nicht realistisch. Erreichbar wäre es höchstens mit massiven staatlichen Interventionen wie Mobilitäts- und Konsumbeschränkungen, sagt Kägi.

«Dies wäre aber staatspolitisch äusserst fragwürdig und hätte schwerwiegende Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung», so Kägi. Das 2000-Watt-Ziel taxiert der Baudirektor aus grundsätzlichen Überlegungen als nicht zweckmässig. Nicht die Energieleistung, sondern die Umweltbelastung durch die Energienutzung müsse minimiert werden. Der Kanton setze sich deshalb kein Watt-, sondern ein Klimaziel: Pro Jahr soll eine Person 2050 noch 2,2 Tonnen CO2 statt wie heute deren 6 verbrauchen. (Die Stadt will den Konsum auf 1 Tonne CO2 reduzieren.)

Ganz abschreiben will Baudirektor Kägi die 2000-Watt-Gesellschaft aber nicht: Mithilfe neuer, heute noch nicht bekannter Technologien liesse sie sich vielleicht realisieren – bis 2150.

Mehr Nachrichten und Hintergründe aus der Stadt Zürich gibt es täglich auf den Regionalseiten im zweiten Bund des Tages-Anzeigers. Schreiben Sie direkt an stadt@tages-anzeiger.ch (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.04.2010, 04:00 Uhr

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17 Kommentare

rima Kauf

20.12.2010, 16:08 Uhr
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Unglaublich, was für miespetrige Kommentare da wieder abgeben wurden. Und wieder mal fast nur Männer. Was seid ihr doch für verknöcherte Bürge! Sich ein bisschen einschränken? Uiiii, das könnte weh tun! Na, dann prost! Versaut doch weiterhin die Umwelt! Nach euch die Sinnflut.....ist ja egal, wie wir diese Stadt zurücklassen. Hauptsache ICH muss nichts tun! Antworten


Mike Harrer

07.04.2010, 11:33 Uhr
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Kann nicht glauben, dass dieses Projekt ohne neue Gebote und Verbote realisiert werden kann. Bin auch nicht bereit mich einzuschränken. Es sollen sich erst mal alle Naturfreunde daran halten. Aber wir so oft: "Wasser predigen und selber Wein saufen". Übrigens wird bei der Weinproduktion Energie benötigt, trinkt auch kein Wasser aus der Falschen, ihr wisst ja, Energiereduktion!!! Antworten


Hansuli Anderegg

07.04.2010, 09:02 Uhr
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Wenn die zu 40% umweltfreundliche Bevölkerung - speziell grün gesinnte Politiker - mit dem guten Beispiel in Richtung 2000W-Gesellschaft voran gehen würden, dann wären wir schon recht viel näher beim Ziel. Aber weit über das Kafirahmdeckeli-Sammeln kommen die besten Umweltfreunde auch nicht. Lieber die ach so garstige Umwelt an- und beklagen. Antworten


Franz Brunner

06.04.2010, 18:45 Uhr
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Kurzstreckenflüge seien, wann immer möglich, durch Bahnreisen zu ersetzen---AHA, wie war das kürzlich mit der klimazugreise von BR leuenberger? wie toll war da CO2 mässig das ergebnis? Antworten


Georg Stamm

06.04.2010, 16:45 Uhr
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Die meisten, die 2008 für die 2000-Watt-Gesellschaft ab 2050 abgestimmt haben, dürften dann gar nicht mehr leben. Sie riskieren also nichts. Und man ist doch immer für das Gute wenn es einen nichts kostet. Andernfalls könnte man ja schon jetzt mit dem Verzicht anfangen - freiwillig. Antworten


Arno Gross

06.04.2010, 11:48 Uhr
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Waaas, ich soll verzichten??? Will man mir etwa verbieten, täglich mit der Bahn von Zürich nach Bern zu pendeln? Dazu soll ich auch noch auf die mittägliche Hin- und Rückreise mit dem Auto zum Mittagessen nach Zürich verzichten, sowie auf die sonntäglichen Fahrten ins Grüne (damit ich auf die im Artikel erwähnten 50'000 km pro Jahr komme)? Und was ist mit meinen drei Flugreisen? Aber sicher nöd! Antworten


Christine Dobler Gross

06.04.2010, 11:13 Uhr
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Im zweiten Bund des Tages-Anzeigers steht zu diesem Thema, dass man in einer 2000-Wattgesellschaft schnell auf zu grossem Fuss lebt- Beispiele von überzogenem Konto: 50 000 km/Jahr Autofahren oder drei Lang-plus drei Kurzstreckenflüge; nahe an die Grenze komme man mit täglichem Pendeln Bern Zürich. Frage: wo soll der Zürcher Pendler nach Bern denn noch die Flüge und die 50000 Auto-km unterbringen? Antworten


alexander geier

06.04.2010, 11:00 Uhr
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Der drohende Verkehrskollaps ist nicht zuletzt dank der jahrzehntelang verfehlten rot-grünen Politik hausgemacht. Man sollte umdenken und Anreize schaffen anstatt Verbote. Nicht die individuelle Mobilität ist das Problem sondern die mangelhanfte Raum- & Verkehrsplanung. Zurück zur Steinzeit, per Gesetz? Verkehrs-Planwirtschaft? Wollten das nicht schon die Kommunisten & blieben sie nicht erfolglos? Antworten


Pawel Silberring

06.04.2010, 10:27 Uhr
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@Bernd Niggli Studienreise nach Nordkorea? Wen genau meinen SIe? Da fällt mir nur ein Funktionär ein, der das in letzter Zeit gemacht hat. Antworten


Reto Schaltegger

06.04.2010, 10:22 Uhr
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Macht euch keine Sorge, beim nächsten Wirtschaftsaufschwung werden die Oelpreise wieder dermassen in die Höhe schiessen, das die 2000 Watt Gesellschaft für die Armen aus purer Notwendigkeit zur Messlatte wird. Die Reichen werden sich den Luxus der persönlichen Mobilität auch weiterhin leisten können, die Armen halt nicht mehr. Macht nichts, Mobilität ist ja auch kein Menschenrecht. Antworten


alfred bleuler

06.04.2010, 09:59 Uhr
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und bitte --- alle neuen busse sollten elektrisch oder mit wasserstoff (brennstoffzellen) betrieben werden. dies ist möglich, schon in vielen städten in deutschland wie zb. in hamburg fahren solche busse . ------ PS. wasserstoff kann mit jeder anderen energie hergestellt werden. ---- und bitte ---- ein baugesetz das solarzellen vorschreibt. Antworten


Manuel Kuederli

06.04.2010, 09:35 Uhr
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Mal ganz ehrlich gesagt: Wer glaubt wirklich, dass der pro-Kopf Energieverbrauch sinken wird? Ein Lebensstil welcher immer mehr in die Individualität (und auch in die Einsamkeit) führt, benötigt immer mehr Equipment. (Unterhaltungselektronik und Haushaltmaschinen) Sollte man nicht eher darauf setzen, in der Stromherstellung neue ökologischere Masstäbe zu setzen? Antworten


Gianin May

06.04.2010, 09:08 Uhr
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Wie sehr werden die Mieten dadurch noch steigen wenn alle die alten Häuser saniert werden müssen? Und bei der Erwartung, dass sich diese Investitionen in 5 Jahren amortisiert haben müssen? Oder wird die Regierung den Vermietern wenigstens Vorschriften machen? Antworten


Bernd Niggli

06.04.2010, 08:48 Uhr
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Na dann, viel Spass in der grünen Idylle. Es wird etwas statisch, aber darum gibt es mehr Nestwärme. Kollektive Freude ist doch die grösste. Und bitte fleissig den Funktionären winken, wenn diese zum Flughafen fahren, um ihre Studienreise nach Nordkorea an zu treten. Antworten


Mario Saluz

06.04.2010, 08:01 Uhr
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Die ganze Sache muss nicht beim Verkehr beginnen. Sondern es muss dafür gesorgt werden, dass auch der Mitarbeiter mit ca. 5 bis 6000 Fr. Monatsgehalt, welcher keine subventionierte Stadt- oder Genossenschaftswohnung erhält, wieder in Zürich wohnen kann. Und wenn ich 1 Std. brauche, um mit dem Auto aus der Stadt zu kommen, ist das unhaltbar. Also nicht noch mehr Einschränkung des Verkehrs. Antworten


Manuel Walker

06.04.2010, 07:42 Uhr
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Bei der jetztigen Wohnungsnot und den bis zur Unendlichkeit steigenden Mietzinsen können es sich gar nicht Alle die in Zürich arbeiten leisten, auch dort zu wohnen. ÖV verursacht auch Emissionen, aber immer noch weniger als innerstädtischer Individualverkehr. Nicht die bestrafen, die pendeln (müssen). Antworten


majo naef

06.04.2010, 06:57 Uhr
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Solange man immer darauf bedacht ist, dass die Energiekonzerne keine Haare lassen müssen, ist das Planen in die Zukungt nur Marktschreierei. Das normale Volk wird auf vieles verzichten müssen und die Reichen werden sich einen Dreck darum scheren. Antworten



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