Zürich

Die drei fleissigsten Verbrecher von Zürich

Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 26.03.2010 27 Kommentare

Ein Türke, ein Albaner und ein Kosovare haben zusammen 2046 der 33'958 Verbrechen begangen, die im Kanton Zürich im letzten Jahr aufgelöst wurden.

Meist ist der Sachschaden grösser als die Beute: Auto, das von jenem Täter aufgebrochen wurde, der 762 Delikte beging.

Meist ist der Sachschaden grösser als die Beute: Auto, das von jenem Täter aufgebrochen wurde, der 762 Delikte beging.
Bild: Kapo ZH

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Die Polizei nennt sie «Intensivtäter»: Kriminelle, die immer und immer wieder gegen das Gesetz verstossen. Drei dieser schweren Jungs sind der Kantonspolizei Zürich im letzten Jahr ins Netz gegangen. Sie sind gemeinsam für 6 Prozent aller Verbrechen verantwortlich, die im letzten Jahr aufgeklärt werden konnten:

  • Intensivtäter 1 ist 29-jährig und stammt aus der Türkei. Er hält sich mit einer Niederlassungsbewilligung C in der Schweiz auf. «Der Mann hat seine Drogensucht mit Einbrüchen in Autos finanziert», erklärt Franz Bättig, Fahndungschef der Kantonspolizei Zürich. Meist war der Schaden am Auto grösser als die Beute: Einem Deliktsbetrag von 218'000 Franken steht Sachschaden von 686'000 Franken gegenüber. Insgesamt hat der Türke, der laut Bättig kaum je gearbeitet hat und Arbeitslosengeld bezog, 762 Verbrechen begangen, darunter auch sexuelle Handlungen mit Kindern.
  • Bei Intensivtäter 2 handelt es sich um den berüchtigten «Fensterbohrer», der zwischen 2006 und 2009 in fünf Kantonen Angst und Schrecken verbreitete. Der heute 33-jährige Albaner brach in der Nacht Scheiben auf, öffnete die Verriegelung und bestahl die Bewohner im Schlaf. «Der Fensterbohrer hat etliche Grossfahndungen ausgelöst», sagt Bättig. Hinweise aus der Bevölkerung, ohne die Einbrüche kaum aufzuklären seien, hätten schliesslich zur Festnahme des Albaners geführt, der sich illegal in der Schweiz aufhielt. Die Bilanz seiner 711 Delikte: Eine Beute von 1'694'000 Franken (ZH: 853'000), ein Sachschaden von 332'000 Franken (ZH: 148'000).
  • Intensivtäter 3 war Mitglied einer Einbrecherbande. Auf den Raubzügen in den Jahren 2008 und 2009 haben er und seine Kumpanen Beute von 1'345'000 Franken gemacht. Dazu kommt ein Sachschaden von 257'000 Franken. Der 31-jährige Kosovare hielt sich mit einer C-Bewilligung im Land auf. Neben Einbruchdiebstahl und Hehlerei wird ihm in einem seperaten Fall auch Körperverletzung vorgeworfen.

Der Fensterbohrer ist laut Bättig «ein klassischer Kriminaltourist». Anders die beiden anderen Täter: Beide kamen mit 15 Jahren als Familiennachzug in die Schweiz. «Ihr Start ins Leben war denkbar schlecht», meint der Cheffahnder. Hierzulande besuchten sie die Schule höchstens für kurze Zeit und konnten die Sprache nicht. Die kriminelle Karriere der beiden Intensivtäter konnte die Polizei nur mit aufwendigen Fahndungsmassnahmen und nach längerer Überwachung beenden.

Sind weitere Serienverbrecher auf freiem Fuss, die für einen Grossteil der aktuellen Delikte verantwortlich sind? «Kann sein», meint Bättig. Täter, die derart aktiv wie die Top 3 der letztjährigen Verbrechensstatistik seien, seien dies selten Jahr für Jahr. «Irgendwann fasst man sie.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.03.2010, 13:32 Uhr

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27 Kommentare

Karl Wenger

26.03.2010, 14:43 Uhr
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Auch dieser Bericht zeigt das gewisse Vorurteile eben nciht nur aus der Luft gegriffen sind. Antworten


Yusuf Temur

26.03.2010, 15:07 Uhr
Melden

Es gibt auch andere Ausländer, die einen "schlechten Start" hatten, aber trotzdem versuchen sich zu integrieren. Gute Beispiele dafür wären die, die auf der Baustelle arbeiten, obwohl sie wenig Deutsch können. Bitte werft nicht alle in den gleichen Topf! Antworten



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