Die erste Fahrt in der neuen «Stadt Zürich»
Von Pia Wertheimer. Aktualisiert am 05.09.2011 19 Kommentare
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Eisenbahn-Fans können dem neuen Regio-Dosto am 17. September auf Herz und Nieren prüfen. Der Zug fährt ab Gleis 54 des Zürcher Hauptbahnhofs um 13.48 Uhr, 15.18 Uhr und 16.18 Uhr. Die Dauer der Testfahrt beträgt 50 Minuten. Das Sitzplatzangebot ist beschränkt, eine Anmeldung ist deshalb erforderlich: www.sbb.ch/s-bahn-zuerich oder am SBB-Schalter.
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Mehr Passagiere, mehr Komfort - das verspricht der neue Regio Doppelstöcker der SBB. Der neue Zug aus dem Hause Stadler Rail heisst «Stadt Zürich». Nur logisch, dass Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) heute Montag die erste der neuen S-Bahn- Kompositionen taufte. «Zürich hat für seine bekannteste Strasse den denkbar simpelsten Namen gewählt: Bahnhofstrasse.» Das habe eine Logik, denn Zürich sei die Eisenbahnstadt schlechthin.
Der Name des jüngsten Doppelstöckers sei einerseits ein Symbol für die Bedeutung der Limmatstadt für den SBB- Personenverkehr, sagte Mauch. Es sei aber auch eine Geste der Wertschätzung an die Stadt seitens der SBB.
50 Meter länger
Die neuen Züge sind laut SBB-Geschäftsführer Andreas Meyer «modern, elegant und bieten viel Komfort». Statt wie bisher 100 sind sie 150 Meter lang. Jede Komposition verfügt über zwei Toiletten, davon ist eine rollstuhlgängig. Die Ingenieure des Herstellers Stadler Rail, haben aber nicht nur an Rollstuhlfahrer gedacht, sondern auch an die jüngsten Fahrgäste: Die stillen Örtchen verfügen über einen Wickeltisch.
Direkter Kontakt mit der Polizei
Niederflurige Türen erleichtern zudem gehbehinderten Personen und Fahrgästen mit schwerem Gepäck den Einstieg. Und im Vergleich zu den Vorgängern ist der Einstiegsbereich des Regio Dosto, wie die SBB den Zugtyp nennen, geräumiger. Als erster hat der neue Doppelstöcker eine Bodenheizung. Sie soll zusammen mit einer modernen Frischluftzufuhr von der Decke ein angenehmes Klima schaffen.
Dieses neue Klimasystem schafft gleichzeitig aber mehr Platz für die Fahrgäste: Sie profitieren von einem breiteren Mittelgang und mehr Beinfreiheit an den Fensterplätzen. Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) der bei der Taufe der «Stadt Zürich» ebenfalls zugegen war, bemerkte indessen schnell, dass die Hersteller auf die Abfallkübel unterm Fenster verzichtet hatten. Trotzdem nannte der Volkwirtschaftsdirektor die neuste Anschaffung der SBB «eine zwingend nötige Erweiterung der S-Bahn-Flotte». Für den Unrat stehen bei den Türen grössere Abfallbehälter bereit. Der Regio Dosto ist videoüberwacht. Zudem sorgen Notsprechstellen in den Eingangsbereichen für ein höheres Sicherheitsgefühl. Verbinden sie doch den Fahrgast im Notfall direkt mit der Transportpolizei.
S 12-Passagiere kommen zuerst in den Genuss
Der erste Regio Dosto rollt bereits ab Herbst auf dem S-Bahn-Schienennetz. Sechs von insgesamt 29 Kompositionen verkehren ab dem Fahrplanwechsel im Dezember auf der Linie S12 zwischen Brugg und Winterthur Seen. Später folgt die S15 von Affoltern am Albis nach Rapperswil. 2013 werden die neuen Doppelstöcker auch zwischen Zürich und Schaffhausen sowie Genf und Lausanne verkehren. Die SBB wollen bis 2015 alle neuen Züge den Betrieb aufnehmen, wie SBB-Geschäftsführer Meyer sagte.
Stadler Rail stellt die neuen Kompositionen für die SBB und ZVV, die knapp 600 Millionen Franken in die 29 Kompositionen investieren. Rollen alle Züge der jüngsten Generation, werden insgesamt mehr als 200 S-Bahn-Doppelstöcker im Einsatz sein. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.09.2011, 14:51 Uhr
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19 Kommentare
Ich fuhr den neuen Zug. Super, viel Platz und Helligkeit. Super die Technik, online mit der Bahnpolizei. Ein Vergessen, den Papierkorb beim Fenster. Und wieder sind die Noergler ,Kritiker am Schreiben, Wan hoeren diese Kritiker einmal auf. Die Kritiker hier , haben sicher den neuen Zug noch nicht gefahren. Sie sind zu Hause,und Kritisieren. Danke SBB, gute Arbeit. Weitere sollen folgen. Antworten
Typyisch für unser Land. Es wird ein neuer moderner Zug abgliefert und schon wird wieder gemotzt. Wann endlich hört dieses Gejammer auf sehr hohem Niveau endlich auf. Vom ÖV wird Komfort verlangt wie keiner selbst zu Hause hat. Wem der ÖV nicht passt, der kann ja dann mit dem PW im Stau stehen und sich freuen, dass er einen eigenen Sitzplatz hat. Allen gute Fahrt im selbstgewählten Verkehrsmittel. Antworten

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