Die erste Fahrt mit dem Rikscha-Taxi
Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 12.07.2011 18 Kommentare
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Thomas Matter, Geschäftsführer der Rikscha-Taxis, keucht, als er sich vom Seefeld Richtung Kreuzplatz hinaufkämpft. Mit zwei Fahrgästen müssen seine Beine und der 250-Watt-Elektromotor mehr als 400 Kilo den Berg hinaufbringen. Auf halber Strecke braucht er eine kurze Verschnaufpause: «Es geht ziemlich in die Beine.»
Seit gestern Montagabend liegen nun endlich sämtliche Bewilligungen vor und die Rikscha-Taxis dürfen durch die Stadt brausen. Einzig für Strecken direkt am See oder am Limmatquai liegen noch keine vor. Drei Rikschas sind nun tagtäglich unterwegs und laden Touristen und Einheimische auf Rundfahrten ein. Heute dürfen sich Neugierige gar unentgeltlich herumkutschieren lassen. Danach kostet es mindestens fünf Franken für eine kürzere Fahrt von bis zu fünf Minuten. Alle weiteren 60 Sekunden schlagen mit einem zusätzlichen Franken zu Buche. Allerdings ist für Matter klar: «Der Preis kann auch heruntergehandelt werden.»
Langsam, aber gemütlich
Das Fahrgefühl ist ruhig und bequem. Zwei grosse, knapp 100 Kilo schwere Männer passen problemlos auf die Rückbank des Fahrgeräts. Zwar kommt es nicht sehr schnell voran, dafür kann es sich am Autoverkehr vorbeischlängeln, sofern die Velostreifen nicht verstellt sind. Für eine Fahrt von der Höschgasse bis zum Stauffacher benötigt man bei mittlerem Verkehrsaufkommen dennoch rund 23 Minuten.
Auch für steile Strassen ist das Gefährt nur bedingt geeignet. «Sehr muskulöse Fahrer können sicher auch grössere Steigungen bewältigen», meint Matter. Grundsätzlich seien die Rikschas aber auf ebene Wege ausgelegt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.07.2011, 15:23 Uhr
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18 Kommentare
Es gibt die selben Fahrzeuge auch in Frankfurt und Bamberg. In beiden Städten habe ich es schon ausprobiert und war sehr zufrieden mit meiner umweltverträglichen und gemächlichen Stadtrundfahrt. Ich wünsche den Jungunternehmern viel Glück und Geduld mit den ewig pessimistischen Zürchern. Gute Ausdauer und Muskeln!!! Antworten
lasst doch die Jungs nun endlich mal auf die Strasse und die ersten Erfolge machen und feiern. Wir brauchen Jungunternehmer und Ideen: wir haben genug Nörgeler und Besserwisser, die NiCHTS machen. Es braucht Mut und Ausdauer. Toi toi toi und viel Erfolg. Antworten

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