Zürich
Die gefährlichste Ecke von Zürich
Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 10.02.2012 24 Kommentare
Die Unfallfahrt am Freitagmorgen
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Ein Personenwagen fährt heute um 5.30 Uhr in eine Menschenansammlung vor dem Klub Lambada, die vor dem Lokal steht. Ein Mann stirbt, fünf weitere, darunter der Fahrer, werden verletzt. Zeugen gaben gegenüber «20 Minuten» an, der Unfallfahrer sei absichtlich in die Menschenansammlung gefahren. Die Polizei will dies derzeit weder bestätigen noch dementieren.
Die Ecke Dienerstrasse/Langstrasse ist bei Anwohnern und Szenekennern nicht erst seit der Amokfahrt von heute Freitagmorgen als Gefahrenzone bekannt. «Es gibt immer wieder Schlägereien, Streitereien oder Rempeleien, besonders in den frühen Morgenstunden», meint der Chefkoch eines Nachbarlokals. Auch andere Läden am Platz hätten einen schlechten Ruf: «Das ist eine heisse Ecke.»
Problemlokal Lambada
Auch ein Szenekenner, der sich lange Zeit mit der Situation an der Langstrasse auseinandersetzte, spricht von einem Problemlokal. «Während langer Jahre war das Lambada ein ganz heikler Ort.» Vor allem in den frühen Morgenstunden hätten sich dort fast täglich üble Szenen abgespielt. «Leute, die den Kick suchten und Leute aus dem Drogenmilieu waren dort stets anzutreffen», meint der Szenekenner. Die Zimmer über dem Lokal seien an Prostituierte vermietet worden.
«Ob in dem Laden gedealt wurde, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, allerdings trafen sich Leute im Umfeld des Lokals, um Geschäfte abzusprechen.» Selbst eine Schiesserei fand 2002 vor dem Lokal statt. Ein Schweizer chilenischer Herkunft, der von Türstehern abgewiesen wurde, kehrte mit einem Sturmgewehr zurück und eröffnete das Feuer auf das Lokal. Verletzt wurde niemand, obwohl sich 30 Gäste im Lambada befanden. Die Fenster des Klubs waren aus Panzerglas, weil zuvor eine UBS-Filiale die Räumlichkeiten belegte.
Lage hat sich beruhigt
Laut dem Szenekenner habe sich die Situation erst beruhigt, als die Polizei mehrere Einsätze vor Ort durchführte. «Wie weit in früheren Jahren selbst die Türsteher des Lambada gewisse Konflikte mitanfeuerten, kann nur vermutet werden.» Weitere Lokale, die unter Beobachtung standen, seien das Shakira und die Piranha-Bar.
Ob die mögliche Amokfahrt von heute Morgen mit einem vorgängigen Konflikt in Verbindung steht, kann der Szenekenner nicht sagen. «Alles ist möglich.» Für den Chefkoch des benachbarten Restaurants ist schlicht klar: «Es gibt Orte, da kann man hingehen und solche, da sollte man das lassen.» Im Klub Lambada war niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.02.2012, 12:15 Uhr
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24 Kommentare
Ich mag diese Ecke. Da ist die Langstrasse noch Langstrasse und noch nicht ein so durch-yuppiesierter Stadtteil wie der Rest des Quartiers. Aber ich bin sicher unsere Cupli-Sozialisten werden auch diese Ecke noch "sterilisieren" und ein paar langweilige Galerien hinstellen. Antworten
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