Die grösste Grillparty der Stadt
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 12.04.2011 18 Kommentare
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Es riecht nach Sommer über dem Zürcher Bellevue – genauer nach einer Mischung aus Holzfeuer, Brennsprit und Bratwürsten. Hunderte Menschen haben sich auf dem Sechseläutenplatz einen Platz gesichert, um am grössten Grillfest der Stadt teilzunehmen: Dem Volkswurstbraten.
Das Wurstbraten auf den Überresten des Bööggfeuers hat bereits Tradition, obwohl es ausserhalb des offiziellen Sechseläutenfests stattfindet und nicht in der Verantwortung der Zürcher Zünfte steht. Alljährlich kommen die Leute scharenweise mit ihren Picknickdecken, Kugelgrills, Wurst und Spiessli ans Zürcher Seebecken. Und die teils meterlangen Schaufelkonstruktionen, mit denen die Grilleure die Glut aus dem Scheiterhaufen ziehen, werden immer abenteuerlicher.
Kein Einsatz für die Stadtpolizei
In diesem Jahr war der Andrang auf das Volkswurstbraten besonders gross. Die Voraussetzungen für einen entspannten Grillabend waren ja auch perfekt: Die Temperaturen lagen noch lange in den Abend hinein über 20 Grad, es kam ein laues Lüftchen auf und der Boden war trocken.
Das Sechseläuten 2011 ist aus Polizeisicht ausgesprochen friedlich verlaufen. Laut Mediensprecher Adrian Feubli gab es auch im Verlauf des Abends und der Nacht keine Klagen aus der Umgebung des Bellevues. «Wenn es ruhig zu und her geht, gibt es auch keinen Grund für uns, die Leute von dem Platz zu weisen», sagt er gegenüber Tagesanzeiger.ch. Und so blieben die Menschen denn auch lange um das riesige Lagerfeuer sitzen und genossen die Stimmung. Einige sassen sogar noch um 7 Uhr am Dienstagmorgen vor ihrem Grill.
Schaufel gegen Bier
«Ich bin extra wegen dem Sechseläuten nach Zürich gereist», sagt Marcella aus Mexico, die mit ein paar Freunden in der Nähe des Feuers darauf wartet, ihre Wurst zu grillieren. Auch Stefan, Felix und Miro haben es sich am Rand des Platzes gemütlich gemacht. «Letztes Jahr haben wir es verhängt, hierher zu kommen. Aber in diesem Jahr wollten wir wieder an der After-Hour vom Böögg dabei sein.»
Fabian zeigt seiner Freundin Kiana aus Australien, wie die Zürcher ihren «Burning Man» feiern. Kiana ist begeistert, wie friedlich alles ist. «Bei uns würde man so was nie ohne die Anwesenheit von Feuerwehrleuten machen können», sagt sie.
Tatsächlich kommt es um das Feuer herum immer mal wieder zu brenzligen Situationen. Jean-Jacques steht mit einer Schaufel voller Glut am Rand des Platzes und warnt Passanten, dass sie nicht aus Unachtsamkeit in seine heisse Fracht hineinlaufen. «Wir haben unseren Grill vergessen, also versuchen wir, aus dem Einkaufswagen einen zu basteln», meint er. Die Schaufel hat er sich geliehen. «Ein Kuhhandel: Die Schaufel für ein Bier. So läuft das eben an diesem Fest.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.04.2011, 11:01 Uhr
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18 Kommentare
Aus einem Einkaufswagen einen Grill basteln ?? Also beim Coop oder der Migros für CHF 2.-- einen Einkaufswagen gestohlen und danach zerstört. Logischerweise auch auf dem Sechseläutenplatz zurückgelassen. Aufräumen und entsorgen können ja dann die Stadtangestellten. Das ist die heutige Gesellschaft. Nur profitieren. Egal ob es auf Kosten der anderen ist. Bin ich nicht einverstanden. Antworten

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