Drogendealer härter anpacken

Politiker fordern eine verschärfte Gangart und konsequenteres Vorgehen gegen aggressive Drogendealer.

Die Situation rund um die Iroko-Bar führt zu Protesten der Anwohner.

Die Situation rund um die Iroko-Bar führt zu Protesten der Anwohner. Bild: Sophie Stieger

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Die Quartierbevölkerung im Kreis 4 leidet zunehmend unter den Auswüchsen des Drogenhandels. Politiker von links bis rechts fordern nun, die Bevölkerung mit einer verstärkten Polizeipräsenz besser zu schützen. Die SVP unterstellt der Stadtpolizei Unvermögen. Es scheine eine «Laisser-faire-Politik» um sich zu greifen. «Sollten die Zustände rund um die Langstrasse nicht besser werden, führt kein Weg daran vorbei, dass der Kanton Zürich einschreiten und die Sicherheit wiederherstellen muss.»

Ganz so bedrohlich empfindet Beatrice Reimann, im Kreis 4 wohnhafte SP-Gemeinderätin, die Situation nicht. «Ich habe mich im Langstrassenquartier noch nie bedroht gefühlt. Auch nachts bin ich nie angepöbelt worden.» Obwohl die Lage zwar besser sei als vor vier Jahren, müsse man die aktuellen Probleme ernst nehmen. Eine bessere Ausleuchtung der Strassen könne bereits eine Verbesserung bringen. Von der Polizei erwartet sie, dass sie rasch und flexibel auf die hochmobile Drogenszene reagiert.

Neues Gesetz schürt Hoffnungen

FDP-Gemeinderat Urs Egger warnt davor, keinen rechtsfreien Raum im Langstrassenquartier entstehen zu lassen. Die zunehmende Gewaltbereitschaft der Dealer bereitet ihm Sorgen. «Diese Entwicklung muss man mit allen Mitteln unterbinden.» Auch Egger spricht sich deshalb für ein konsequenteres Vorgehen der Polizei und härtere Strafen bei kleinen Drogenmengen aus. Viel verspricht er sich vom neuen Polizeigesetz, das nächstes Jahr in Kraft tritt. Das Gesetz ermöglicht es, Rayonverbote auch für Drogendealer mit Niederlassung B oder C auszusprechen. Bisher war dies nur für Asylbewerber möglich.

Quartiervereinspräsidentin Renata Taiana beobachtet eine zunehmende Aggressivität der Drogendealer. Sie fordert Polizei und Politik auf, die Sorgen der Quartierbewohner ernst zu nehmen. Vor allem rund um das Kanzleiareal hat sich nach Ansicht von Taiana die Situation verschlechtert. Der Vorstand des Quartiervereins bespricht das Thema Ende Monat. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 17.09.2008, 10:50 Uhr

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