Durcheinander in der Tram-Welt

Routinierte VBZ-Passagiere staunen zurzeit nicht schlecht, und Tram-Laien meckern: «Es huere Gmoscht.»

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Auf der Linie 9 sind seit kurzem die Sänften-Trams unterwegs – jene mit dem nachträglich eingefügten, tiefen Mittelteil. Dafür fehlen zwischen Heuried und Hirzenbach die Cobras. Sie sind sieben Meter länger als die Sänften – und diese sieben Meter fehlen in der Stosszeit. Jedenfalls kommt man sich im Neuner derzeit näher als sonst. Doch wo sind die Cobras hin? Auf den Zürichberg, wo sie die Linie 6 bestücken. Was in Schwamendingen bereits den Verdacht genährt hat, die VBZ privilegierten mit dem bequemen Cobratram die Reichen. Das jedoch wird von den VBZ vehement bestritten: Der Tramtausch richte sich beileibe nicht gegen die Schwamendinger, sondern sei bloss eine befristete Massnahme infolge der Baustelle am Bellevue.

Das Bellevue ist schuld

Tatsächlich hat diese Baustelle an einem der wichtigsten Gleisknoten in der Stadt mehrere Änderungen bewirkt, die selbst von Tramroutiniers noch nicht wirklich verinnerlicht worden sind. Um die Baustellen zu entlasten, wurde die Linie 11 umgeleitet übers Limmatquai. Um das Limmatquai nicht mit Trams zu überlasten, wurde die Linie 15 aufgehoben. Weil ohne Elfer aber ein Kapazitätsproblem auf der Bahnhofstrasse entsteht, wurde der Sechser – morgens und abends proppenvoll mit Bürolisten – mit Cobras verstärkt – jenen Cobras, denen Schwamendingen, Oberstrass und Wiedikon derzeit nachtrauern.

Wie lange der Tramtausch noch dauert, werden die VBZ vermutlich heute verraten, wenn sie über ihre Grossbaustellen orientieren. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 04.09.2008, 09:54 Uhr

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