Stadion Zürich: Ein Gewinn, aber kein Sieg
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 05.06.2009 36 Kommentare
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22'500 Zuschauer wollten das finale Spiel der Meisterschaft im Letzigrund zwischen dem FCZ und GC sehen. Knapp zwei Wochen zuvor war das Stadion für den Spitzenkampf FCZ - FCB erstmals überhaupt für ein nationales Fussballspiel ausverkauft. Der Zuschauerschnitt des FCZ betrug in der vergangenen Saison 9829, jener von GC gar nur 6497. Zürich braucht also nur in den seltensten Fällen ein Stadion mit der Kapazität von 30'000 Zuschauern, wie es eben auf dem Hardturm-Areal geplant gewesen war.
So gesehen, ist es nur vernünftig, dass man nun ein Stadion für 20'000 Zuschauer plant. Für die Stimmung, für die Ambiance, für die Stadt. Das kleinere Stadion ist ein Gewinn für den Fussball in Zürich. So weit die Theorie.
Die Praxis heisst: Zurück auf Feld 1! Die Credit Suisse liess von den Einsprüchen, Rekursen und anderen juristischen Rechtsmittel in die Ecke treiben und warf nun das Handtuch. Der kleine David, in personae der Anwohner und des VCS, hat den Goliath Grossbank k.o. geschlagen. Und ein Stück weit damit auch die Demokratie. Knapp 60 Prozent der Stimmberechtigten hatten dem Stadionprojekt den Segen gegeben.
Und wie beim bekannten «Leiterlispiel» bedeutet zurück auf Feld 1, nochmals das ganze Prozedere zu durchlaufen – einfach mit einer anderen, etwas kleineren Spielfigur. Alle Instanzen, alle Hindernisse, alle juristischen Möglichkeiten. Wenn die Stadt nun sagt, im idealen Fall sei das neue Stadion 2014 fertig, dann geht sie davon aus, dass stets eine Sechs gewürfelt wird und die heiklen Felder so übersprungen werden können.
Und wenn man bedenkt, dass das ursprüngliche Stadion (zugegeben zeitlich und räumlich ambitioniert kalkuliert) für die Euro 2008 hätte fertig sein sollen, ist das eine Verzögerung von mindestens sechs Jahren. Das ist kein Sieg. Weder für den Fussball-Fan noch für den Stimmbürger noch für die Stadt Zürich. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.06.2009, 10:04 Uhr
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Die Schweizer Gesetzgebung erlaubt es leider weiterhin, dass wenige aus Eigennutz und Selbstsucht auf Kosten der Allgemeinheit zukunftsgerichtete Infrastrutkur-Vorhaben verhindern können. Eine solche Schrebergartenmentalität macht sich gut im Jura und im Züricher Oberland, sie widerspricht aber einer weltoffenen Stadt wie Zürich. Selbstsucht-IG pur, mit grünem Heiligenschein. Heuchelei&Bünzlitum. Antworten
Frau Martelli hat von Platzproblemen gesprochen! (Ein teil des Landes gehört der CS) Und wo bitte wird das neue ZSC Stadion erbaut???!!! Wieso keine Doppelarena auf dem Hardturmareal! Wenn es keine Doppelarena gibt, dann sollte doch endlich im Brunau (Saalsporthalle) eine neue Sportstätte erbaut werden!!! (inkl. Eisstadion!!!) Antworten






