Zürich

«Ein Riesenärgernis, dieser VPOD»

Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 23.05.2011 22 Kommentare

Die Mehrheit der Leser von Tagesanzeiger.ch hat kaum Verständnis für den VBZ-Streik, wie deren Kommentare zeigen. Andere kritisieren die einseitige Berichterstattung der Medien.

Die Leser von Tagesanzeiger.ch stehen dem VBZ-Streik kritisch gegenüber: Streikmaterial des VPOD.

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Bild: Alessandro Della Bella/Keystone

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Staatsangestellte mit vergleichsweise hohem Lohn, die streiken: Die Leser von Tagesanzeiger.ch halten davon wenig. Viele stellen die Notwendigkeit eines Streiks völlig infrage. Reto Bommer meint: «Ich finde es schwach vom VPOD, dass er nicht genügend Leute für einen richtigen Streik aufbringt. Ist denn überhaupt ein Bedürfnis vorhanden?» Und Rita Meier doppelt nach: «Es wird auf sehr hohem Niveau gejammert, jede Verkäuferin oder Coiffeuse hätte mehr Gründe, die Arbeit niederzulegen.» Für Stefan Müller ist der VPOD schlicht «ein Riesenärgernis». Manche, wie Andrea Lamprecht fordern gar eine Änderung der Gesetzeslage: «Wer im öffentlichen Interesse tätig ist, sollte kein Streikrecht haben.»

Dennoch gibt es auch Unterstützung für die Blockade von heute Freitagmorgen. Besonders der Sicherheitsaspekt steht dann im Vordergrund. Astrid Meier sagt: «Ich erwarte Trämler, welche im nervenaufreibenden Verkehr sicher fahren, und das sind Tramfahrer mit Pausen.» Einige hätten gar massivere Kampfmassnahmen unterstützt. Für Sonja Siegenthaler steht fest: «Eigentlich hätte man den ganzen Tag streiken sollen.» Es gehe schliesslich um die Sicherheit der Fahrgäste.

Streikteilnahme der VBZ-Chauffeure umstritten

Die Frage, ob überhaupt VBZ-Chauffeure am Streik beteiligt waren, beschäftigt die Gemüter. Danilo Zink stellt fest, dass sich «mehr Gewerkschafter am Streik beteiligen, die nichts mit der VBZ zu tun haben, als eigentliche Trämler». Und für Peter Schmid ist klar: «Tatsache ist, dass VPOD-Funktionäre aus der halben Schweiz nach Zürich gekarrt wurden.» Das Ganze sei eine reine VPOD-Werbung.

Dem widersprechen mehrere Leser vehement. «Das stimmt nicht», entgegnet Jonas Banholzer, «die VBZ-Mitarbeitenden wurden teilweise von ihren Vorgesetzten gezwungen, mit ihnen zu nicht blockierten Depots zu fahren.» Und Martin Karrer kritisiert zudem die Berichterstattung der Medien. Es sei erstaunlich, dass «die VBZ jeden Käse erzählen können» und dass «die Medien nicht neutral informieren, sondern die Aussagen (...) unreflektiert weitergeben».

Manche nehmens mit Humor

Für viele drängt sich dennoch ein Vergleich mit den Arbeitsbedingungen in der Privatwirtschaft auf, und sie empfehlen den VBZ-Chauffeuren, dort einen Job anzunehmen. «Ich wette viel Geld darauf, dass sich die meisten schon nach zwei Wochen die jetzigen Zustände zurückwünschen», meint etwa Bernhard Schmid.

Andere nehmen die Situation mit Humor. Zu einem Bild, das ein Auto mit Aargauer Nummer zeigt, welches das Tramdepot Irchel blockiert, meint Thomas Abderhalden: «Das ist ja nichts Neues, dass Leute aus dem Aargau auf den Tramschienen parkieren.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.05.2011, 15:57 Uhr

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22 Kommentare

Peter Bürger

20.05.2011, 16:39 Uhr
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Angesichts der sehr komfortablen Arbeitsbedingungen der VBZ Angestellten erscheint ein VPOD-Streik in den Augen der grossen Mehrheit geradezu surreal. Zudem, bis jetzt genossen die VBZ Angestellten einen hervorragenden Ruf in der Bevölkerung. Der VPOD hat diesen guten Ruf zwecks eigener Profilierung leichtfertig ruiniert. Nun werden die VBZler von der Bevölkerung sogar beschimpft - dank dem VPOD. Antworten


Oliver Gassmann

20.05.2011, 17:28 Uhr
Melden 43 Empfehlung

Diese arrogante Einstellung der VPOD gegenüber dem Arbeitsgeber ist schwer nachvollziehbar. Jeder VBZ Angestellter kann sofort kündigen bei der VBZ und sofort in der Migros, Bau, Gastronomie usw. richtig Arbeiten. Selbstverständlich könnte man dann, die Nasenspitze nicht mehr auf Augenhöhe tragen, dafür hätten sie einen LGAV und GAV. Antworten



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