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Eisfeld und Badi Heuried stehen vor dem Abbruch

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 07.01.2011 7 Kommentare

Die Sportanlage Heuried ist in einem desolaten Zustand. Sie muss dringend durch einen Neubau ersetzt werden. Doch das 80-Millionen-Projekt könnte dem Rotstift zum Opfer fallen.

1/13 Maroder Bau aus den 60er Jahren: Die Sportanlage Heuried im Zürcher Kreis 3 muss dringend erneuert werden.
TA

   

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Das Bauprojekt und die Folgen

Sämtliche Hochbauten der Sportanlagen würden abgerissen und neu gebaut. Die neue Eishalle mit Garderoben und Restaurant ist auf jenem Areal vorgesehen, welches heute das Hauptgebäude, das ehemalige Lehrbecken und das Beachvolleyball-Feld umfasst. Die Grünflächen bei den beiden grossen Schwimmbecken könnten so erweitert werden.

Die Tiefgarage ist nicht Bestandteil dieses Projekts. Sie ist in einem relativ guten Zustand und könnte saniert werden. Ebenfalls nicht tangiert sind die angrenzende Schulanlage und das Gemeinschaftszentrum Heuried.

Anlage wäre 2 Jahre geschlossen

«Wenn der Neubau genehmigt wird, wäre die Anlage während der Bauzeit rund zwei Jahre lang geschlossen», sagt Andreas Bühler, stv. Direktor des Sportamts der Stadt Zürich gegenüber Tagesanzeiger.ch. Für die Badegäste sei das nicht problematisch. Sie könnten in das nahegelegene Freibad Letzigraben ausweichen.

«Bei der Eissportanlage ist die Situation etwas schwieriger», glaubt Bühler. «Wir versuchen, die Heuried-Aktivitäten in Oerlikon und auf der Dolder-Anlage aufrecht zu erhalten. Eventuell müssen wir auch auf die Agglomeration ausweichen. Der Baubeginn wäre aber frühestens 2014/15.» (tif)

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Das Lachen der Kinder und das Klicken des Pucks sind im ganzen Quartier zu hören. Seit Anfang Oktober ist auf dem Eisfeld der Sportanlage Heuried wieder Hochbetrieb – und die Hockeyspieler, Eiskunstläuferinnen und Schlittschuhläufer kommen aus der ganzen Stadt auf die beliebte Eisbahn im Zürcher Kreis 3.

Doch es steht nicht gut um die Anlage, auf der im Sommer auch ein Freibad mit der längsten Wasserrutschbahn der Stadt betrieben wird. Der Bau aus den 60er Jahren ist in einem ausgesprochen schlechten Zustand. Sämtliche Hochbauten, sowohl von der Badi als auch von der Kunsteisbahn, müssten durch Neubauten ersetzt werden.

Die Vorsteher des Hochbau- und des Schul- und Sportdepartements haben daher im Oktober 2010 einer Machbarkeitsstudie für einen Neubau der Eishalle und eine Sanierung der Schwimmbecken zugestimmt. Das Amt für Hochbauten arbeitet derzeit die Wettbewerbsgrundlagen für ein Bauprojekt aus.

«Der Beton platzt von den Wänden und Decken»

«Mehr darf im Moment nicht gemacht werden, weil uns nur ein Notbudget zur Verfügung steht. Bevor das Budget 2011 nicht verabschiedet ist, bleibt unklar, an welchen neuen Projekten festgehalten wird», erklärt Marc Huber, Mediensprecher Immobilien-Bewirtschaftung Stadt Zürich. Die Projektkosten für den Neubau der Sportanlage schätzt Huber auf derzeit 81,4 Millionen Franken inklusive Reserven.

«Wenn kein Handlungsbedarf bestehen würde, hätten wir kein Projekt lanciert», unterstreicht Huber die Notwendigkeit der Investition. Es gebe vor allem zwei Aspekte, die einen Neubau zwingend machen: «Einerseits sind die Sichtbetonbauten in einem sehr schlechten Zustand. Der Beton platzt von den Wänden und Decken. Das sieht man mit blossem Auge. Andererseits ist die Gebäude- und Betriebstechnik veraltet. Der Energiebedarf der Anlage ist entsprechend hoch.»

Grössere Ausfälle häufen sich

Ausserdem nimmt auch die Betriebssicherheit ab, wenn die Installationen veraltet sind. Das betrifft sowohl die Badwassertechnik als auch die Kältemaschinen. «Diese sind unterdessen sehr pannenanfällig. Notreparaturen sind die Folge», so Huber. «Grössere Ausfälle können wir aber nicht immer auffangen: Die Eissaison 2008/2009 beispielsweise musste frühzeitig beendet werden.»

Selbst wenn die Bausubstanz den Betrieb der Sportanlage weiterhin zulassen würde, müsste die marode Technik erneuert werden. Das ist wiederum nicht ohne bauliche Massnahmen möglich. «Bei der Installation neuer Geräte gilt es, die aktuellen Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Der bestehende Grundriss im Heuried wird da zum Problem», erklärt Huber.

Der Unterhalt wird immer teurer

Für die Benutzer der Sportanlage bestehe trotz brüchiger Bausubstanz keine Gefahr. «Natürlich fällt niemandem etwas auf den Kopf. Wir sehen immer nach dem Rechten und unterhalten unsere Anlagen. Aber beim Heuried haben wir eine permanente Flickerei. Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis.»

Eine Schliessung sei zwar noch keine Option. Aber marode Substanz zu reparieren, sei schlecht investiertes Geld. «Und der Unterhalt wird stets teurer. Spätestens in drei, vier Jahren müssten wir uns wohl grundsätzlich überlegen, ob sich diese Investitionen lohnen.»

Am 16. März wird der neue Voranschlag für das städtische Budget behandelt. Dann wird auch klar sein, ob ein Neubau der Sportanlage Heuried noch auf der Agenda der Stadt steht. Sollte das Bauprojekt vom Gemeinderat gutgeheissen werden, hätte das Stimmvolk das letzte Wort. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.01.2011, 10:59 Uhr

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7 Kommentare

Hubert Fröhlich

07.01.2011, 16:27 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Irgendwie erinnert mich diese Geschichte an das Hallenbad Altstetten. Dies sollte in den 90er, gemäss damaligem Stadtrat, auch wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Zum Glück hat eine Betriebsgenossenschaft das Bad übernommen. Erstaundlicherweise konnte es dann viel günstiger Saniert und erweitert werden und läuft heute sehr gut! Antworten


Jack Welti

07.01.2011, 14:13 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Anlage liesse sich auch einfacher und viel günstiger ersetzen, aber es muss halt wieder eine Züri-Lösung sein... Antworten



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