Zürich
Elf Millionen für drei Kunstrasenbeläge
Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 07.04.2010 13 Kommentare
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Wenn der Sport gefördert werden will, lässt sich der Zürcher Gemeinderat nicht lumpen. Gleich bei drei Fussballplätzen lässt er den Rasen rausreissen und installiert stattdessen einen Plastikbelag:
- In Wiedikon bekommt die Sportanlage Heuried einen Kunstrasen für 3'640'000 Franken.
- 4'130'000 Franken fliessen in die Sportanlage Lengg in Riesbach. Ein Platz wird verbreitert, ein Naturrasenplatz mit Kunstrasen ersetzt und ein Kunstrasenspielfeld saniert.
- Ein Platz der Sportanlage Steinkluppe in Unterstrass wird ebenfalls mit Kunstrasen versehen: 3'270'000 Franken.
Mit den 11 Millionen Franken, die der Gemeinderat dafür insgesamt bewilligt hat, will die Stadt die Kapazität steigern. Denn die rund 70 Fussballplätze Zürichs sind voll ausgelastet. Die Nachfrage nach Trainingsmöglichkeiten übertrifft das Angebot bei Weitem. «Seit bald zehn Jahren führt der Stadtzürcher Fussballverband ein Moratorium für neue Vereine und neue Aktivteams im Männerbereich», erklärt Andreas Bühler, der beim städtischen Sportamt für die Sportanlagen zuständig ist. «Viele Klubs führten gar Wartelisten.»
Wenn Gras durch Kunstrasen ersetzt wird, hat dies den Vorteil, dass Fussball auch bei Schnee und Regen möglich bleibt. Auch der frühe Nachteinbruch in Frühling und Herbst bedeutet nicht automatisch Abpfiff, weil auf den Kunstrasenplätzen Scheinwerfer montiert werden.
Fussballvereine bezahlen nicht mehr
Die Vereine freuen sich nicht nur über mehr Platz, sondern auch die unverändert tiefen Kosten. Denn die Stadt plant nicht, die Benutzer stärker an den Kosten zu beteiligen: Aktivmannschaften müssen – wie eh und je – pauschal 1250 Franken pro Jahr bezahlen, für Juniorenteams bleibt die Benützung gratis. «Die günstige Zurverfügungstellung der Infrastruktur ist eine wesentliche Sportförderungsmassnahme der Stadt», erklärt Bühler.
Der Kunstrasen hat laut Bühler eine Lebensdauer von rund 15 Jahren. Danach ist die 50 Centimeter dicke Aufbauschicht noch intakt, aber der Plastikbelag muss ausgewechselt werden. Die Sanierung kostet rund eine Million Franken pro Platz. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.04.2010, 15:45 Uhr
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13 Kommentare
Beleuchtung am Abend gibt Lärmbelastung im Quartier, schade. Zudem sollten die Benutzer zahlen, denn sonst zahlen die Nichtbenutzer mit. Als Normalbürger zahlt man immer mehr für alltägliches (Sackgebühr, andere Gebühren die stets steigen (z.B. Pass), etc) und Randprojkete werden immer mehr gratis. Finde diese Entwicklung schlecht. Steuern sollten benutzt werden für was alle brauchen. Antworten
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