Fahrlässige Tötung: Letzigrund-Bauarbeiter angeklagt

Nach dem tödlichen Unfall auf der Letzigrund-Baustelle im Mai 2007 muss sich der mutmassliche Urherber wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

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Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Strafe von 90 Tagessätzen à 10 Franken bedingt auf zwei Jahre. Der grösste Teil der Strafe ist aufgrund der langen Untersuchungshaft bereits abgegolten, wie Staatsanwalt Thomas Reiser eine Meldung von Radio Zürisee vom Dienstag bestätigte. Der Gerichtstermin steht noch nicht fest.

Der Angeklagte, ein Hilfsarbeiter, demontierte mit seinem verstorbenen Kollegen ungesichert in rund 13 Metern Höhe ein Gerüst. Vermutlich aus Versehen löste er einen Sicherungsstift. Dadurch sackte der oberste Gerüstladen, auf dem die Arbeiter standen, plötzlich in die Tiefe.

Einer der Arbeiter prallte darauf auf das Dach einer Baumaschine. Dabei verletzte er sich so schwer, dass er noch auf der Unfallstelle starb. Der Angeklagte fiel auf den Kiesboden und zog sich schwere Verletzungen zu.

Gegen den Vorgesetzten des Angeklagten dürfte es gemäss Reiser eine Anklage wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht geben. Hier sei jedoch noch alles in der Schwebe, sagte Reiser. (mro/sda)

Erstellt: 19.08.2008, 15:42 Uhr

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