Zürich

Fahrlässiger Vater: Mit Kindern auf der Sihl

Von Jon Mettler. Aktualisiert am 09.02.2012 64 Kommentare

Obwohl die Sihl nur stellenweise zugefroren ist, wagte sich am Mittwoch ein Vater mit Kindern und Hund auf das dünne Eis.

Gefährlicher Spaziergang: Ausflug auf der Sihl.

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Trotz der grossen Kälte und den wachsenden Eisdecken auf den Zürchern Gewässern sind erst vereinzelte Flächen von den Behörden freigegeben worden. Weit davon entfernt, bald für die Bevölkerung geöffnet zu werden, ist die Sihl. Während Weiher und kleine Seen ganz mit Eis bedeckt sind, ist das Wasser auf dem Fluss nur etwa zu zwei Dritteln abgedeckt. Das schreckte einen Vater nicht ab, mit seinen zwei Kindern und einem Hund das Sihl-Eis zu betreten, wie das Foto eines Leserreporters zeigt. Er bewegt sich dabei nah der Wasserkante.

«Nicht auszudenken, wenn eingebrochen»

Für Martin Sorg, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, ist das Verhalten des Mannes «unvernünftig und gefährlich». Auch wenn die Sihl nur knie- bis hüfttief sei, könne ein Erwachsener bei einem Eiseinbruch völlig nass werden. Bei Temperaturen weiter unter null könne dies zu einer Lungenentzündung führen.

Den Vater schien das nicht zu kümmern. Nachdem er mit den Kindern ausgiebig das Eis inspiziert hatte, stiegen sie zurück aufs Ufer und spazierten Richtung Innenstadt. Für den Leserreporter ist das Verhalten total unverständlich: «Nicht auszudenken, wenn ein Kind eingebrochen und von der Strömung unter das Eis gezogen worden wäre.»

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.02.2012, 16:27 Uhr

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64 Kommentare

Peter Studer

08.02.2012, 17:17 Uhr
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Leserreporter. Obwohl der Vater wohl etwas fahrlässig handelt, ist das Verhalten dieses "Reporters" auch höchst fragwürdig. Mit Kamera steigt er dem Vater nach und meldet seinen "Fund" der Zeitung. Sicherlich aber hat er den Mann nicht angesprochen und auf sein Verhalten aufmerksam gemacht. So was wäre Mutig gewesen. Aber in einer "Stasi" manier andere anschwärzen ist höchst fragwürdig! Antworten


Matthias Matzinger

08.02.2012, 17:27 Uhr
Melden 158 Empfehlung

Ich konnte die Szene von meinem Fenster aus verfolgen: der Vater und die Kinder blieben die gesamte Zeit in Ufernähe, auf solidem Eis. Ich ging gestern selber kurz dort spazieren, das Eis hält. Davon abgesehen ist die Sihl hier etwa 10 cm "tief", und damit in keinem Masse ein gefährlicher Ort. Antworten



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