Falsche Haltestelle: Chaos bei VBZ-Ansagen

Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 22.01.2009 6 Kommentare

Seit nicht mehr die VBZ-Chauffeure die Haltestellen ansagen, werden diese teils falsch, teils doppelt angesagt. Schuld ist ein empfindliches GPS-Funksystem.

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Rosie aus Texas weiss: Ihr Touristenprogramm für Zürich startet am Bürkliplatz. Am Paradeplatz steigen sie, ihr Mann und ihr Sohn in den 9er und warten gespannt auf die entsprechende Durchsage via Lautsprecher. Doch auf die Börsenstrasse folgt wieder Börsenstrasse. Rosie ist verunsichert. Ein anderer VBZ-Passagier klärt den Fehler auf, die US-Touristen steigen doch noch am richtigen Ort aus.

Zu ähnlichen Pannen kommt es beispielsweise auch des Öfteren auf der trambefahrenen Weinbergstrasse. Auf Sonneggstrasse folgt wieder Sonnegstrasse, statt Ottikerstrasse heisst es plötzlich Röslistrasse. Nicht routinierte Passagiere sind verwirrt. Die VBZ erhält immer wieder Reklamationen, von Passagieren wie auch von Chauffeuren, welche diese Pannen melden: «Wir führen keine Statistik, vor allem in der Einführungsphase traten Ungenauigkeiten oder Verdopplungen auf», erklärt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler auf Anfrage.

GPS statt Chauffeure

Dass die Haltestellen nicht immer korrekt angesagt werden, liegt am neuen Fahrgastinformationssystem der VBZ, welches seit Ende 2006 auf rund 90 Tram und Buslinien in Betrieb ist. Die Ansage der Haltestelle wird via GPS (Global Positioning System), einem satellitengestützten Navigationssystem, automatisch ausgelöst. Die Ansagen passieren also unabhängig vom Chauffeur. Bei der Ortung kann das GPS-System gemäss Tobler verlangsamt oder ungenau funktionieren: «Bei temporären Haltestellenverschiebungen, wie beispielsweise an der Weinbergstrasse, wo lange gebaut wurde, kann das neue System empfindlich reagieren. Mittlerweile sind diese Pannen aber immer seltener.»

Mehr Pannen im Bus

Busse, welche Baustellen und anderen Hindernissen ausweichen müssen, und die Haltestellen nicht auf den Meter genau anfahren können, sind noch anfälliger. Doch wie auch im Tram hat der Chauffeur auch im Bus immer die Möglichkeit selber zum Mikrofon zu greifen: «Jeder VBZ-Fahrer kann das Funksystem manuell ausschalten und die Haltestelle selber ansagen», so Tobler.

Die automatische Haltestellenansage wurde im Rahmen der Einführung eines neuen Informationssystem auf dem ganzen ZVV-Netz eingeführt. Die neuen VBZ-Fahrzeuge werden heutzutage bereits bei der Herstellung mit diesem Informationssystem ausgestattet. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.01.2009, 12:06 Uhr

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6 Kommentare

Benno Fässler

22.01.2009, 12:24 Uhr
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Ich bin ein Luzerner und kein Zürcher. Falls in Zürich Stationen angesagt wurden (in der Vergangenheit, musste man erstens ein Hörgerät mit nach Zürich schleppen und im Punkt Ansage brauchte es sehr viel Fantasie, um den Stationsnamen auch zu entschlüsseln). Irgendwann werden es auch die Zürcher Fertigbringen und die Fahrgäste mit korrekten Nächster Halt xyz zu beglückwünschen, Antworten


David Baumann

22.01.2009, 12:29 Uhr
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Auch bei Glatttalbus hat man das offenbar unausgereifte automatische Ansage-System nicht im Griff. Egal, welche Linie, 485, 491, etc. und egal in welcher Richtung. Ob es das gleiche System ist wie bei den VBZ, weiss ich jedoch nicht. Es ist sicher löblich, das Fahrpersonal entlasten zu wollen, aber das soll und darf nicht auf Kosten der unroutinierten Fahrgäste gehen. Antworten



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