Farbanschlag auf den Verleiher des RAF-Films

In Zürich haben unbekannte Täter in der Nacht auf Montag einen Farbanschlag auf das Gebäude des Filmverleihers Pathé Films AG verübt. Grund für den Anschlag: Pathé vertreibt den RAF-Film «Der Baader Meinhof Komplex»

Wegen RAF-Film: Farbanschlag auf den Pathé-Filmverleih. (Bild: Markus Heinzer)

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Laut Angaben der Stadtpolizei Zürich sei unter den Schmierereien der Schriftzug «MG-RAF» zu erkennen. Es liegt ein anonymes Bekennerschreiben vor, in dem von der Tat die Rede ist. Genaue Angaben über den Inhalt des Schreibens wollte Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, auf Anfrage nicht machen. «Die Abklärungen zum Anschlag laufen», so Wirz.

«Wir haben keine Angst deswegen»

Bei Pathé nimmt man den Anschlag gelassen hin. «Es ist nicht schlimm, schliesslich handelt es sich nur um etwas Farbe. Angst haben wir deswegen keine», meint Helene Cardis, Direktorin Pathé Film AG, gegenüber Tagesanzeiger.ch. Sie bucht den Anschlag als Wochenendaktion ab und befürchtet keine weiteren Anschläge. «Die Mehrheit der Leute mögen den Film. Er läuft gut in den Kinos.»

Vor eineinhalb Wochen wurde im Hamburger Elbeviertel Blankenese bereits das Haus des früheren «Spiegel»-Chefredakteurs Stefan Aust Ziel eines Anschlages. Aust hatte das Buch geschrieben, das dem Film als Vorlage diente. Nach dem Farbanschlag ging bei der «Hamburger Morgenpost» ein Bekennerschreiben ein. Im Schreiben bezogen sich die unbekannten Autoren auf den Kinostart des RAF-Films «Der Baader Meinhof Komplex». «Der Film ist eine Fortschreibung der Verdrehungen und Lügen des Stefan Aust, er visualisiert die von ihm entworfenen psychopathologischen Muster der GenossInnen der RAF wirkungsmächtig», hiess es dem Blatt zufolge darin. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.10.2008, 13:08 Uhr

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