Zürich

Fast alle wollen die Sexboxen

Von Martin Huber. Aktualisiert am 08.09.2011 23 Kommentare

Die Kommission des Zürcher Gemeinderats stimmt dem 2,4-Millionen-Kredit für den Strichplatz in Altstetten zu.

1/9 Auf dieser Brache soll der Strichplatz gebaut werden. Im Hintergrund die Containersiedlung für Asylbewerber.
Sophie Stieger

   

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Alle Parteien ausser der SVP haben sich in der vorberatenden Sozialkommission für die Vorlage ausgesprochen, die AL enthielt sich der Stimme. Dies sagte Kommissionsmitglied Christian Traber (CVP). Die Mehrheit halte den Strichplatz mit Verrichtungsboxen für sinnvoll und für eine bessere Lösung als den Strassenstrich am Sihlquai, wo prekäre Verhältnisse herrschten.

Nach dem klaren Ja der Kommission dürfte der 2,4-Millionen-Kredit für die Einrichtung des Strichplatzes auf einer Brache zwischen Aargauer- und Bernerstrasse auch vom Stadtparlament gutgeheissen werden. Es wird Mitte Monat darüber entscheiden. Der Stadtrat will den Strichplatz im nächsten Frühling eröffnen und gleichzeitig den Strassenstrich am Sihlquai aufheben. Allerdings könnten Rekurse das Vorhaben verzögern.

SVP-Nein bedeutet kein Ja

Das Nein der SVP bedeute kein Ja zum Sihlquai-Strich, sagt Fraktionschef Mauro Tuena. «Dieser muss weg.» Aber es sei nicht Aufgabe des Staates, Verrichtungsboxen zu betreiben, von denen niemand wisse, ob sie funktionieren würden. Auch die Folgekosten von jährlich einer halben Million Franken seien erheblich. Die AL stört sich laut Fraktionschef Alecs Recher am Vorgehen des Stadtrates. Dieser hätte zuerst die neue Prostitutionsgewerbeverordnung in den Rat bringen sollen, weil sie die Grundlage des Massnahmenpakets gegen die Auswüchse der Strassenprostitution bilde. Die Verordnung und der neue Strichplan sind in der vorberatenden Polizeikommission hängig.

Die Einführung von Verrichtungsboxen ist ein Pionierprojekt in der Schweiz. Nach deutschem Vorbild sollen in Alt- stetten zehn garagenähnliche Boxen aufgestellt werden. Die Freier fahren mit ihren Autos dort hinein, um bedient zu werden. Die Einrichtung soll übersichtlicher sein und den Frauen mehr Schutz vor Übergriffen bieten.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.09.2011, 07:27 Uhr

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23 Kommentare

maja naef

08.09.2011, 08:09 Uhr
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2.4 Millionen für Prostutierte aus dem Ausland und deren gewaltätigen Zuhälter aber in den städtischen Altesrheimen muss beim Essen gespart werden. Mir kommt es vor als ob die Politiker sich nur um die Fremden kümmern und die alt eingesessenen Bürger links liegen lassen. Ach ja um die Bäume und Blümchen wird auch noch ein Trara gemacht. Die Brunnau wird auch noch versaut. Antworten


Peter Mr Mueller

08.09.2011, 09:20 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Fr. 2,4 Mio: Was für ein Preis für 10 Boxen. Für das Geld kann man ein eigentliches Puff bauen. Antworten



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