Fraumünsterpost präsentiert sich in Weiss

Während eineinhalb Jahren wurde die Fraumünsterpost umgebaut. Mit ihrer Eröffnung nimmt auch die Umstellung des Zürcher Postnetzes ein Ende.

Geräumiger und heller: Die renovierte Fraumünsterpost.

Geräumiger und heller: Die renovierte Fraumünsterpost. Bild: Sophie Stieger

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Die Fraumünsterpost sieht aus wie eine riesige Arztpraxis. Nach der Renovation glänzt die hohe Schalterhalle in makellosem Weiss. Während der eineinhalbjährigen Bauzeit wurde aber nicht nur gestrichen: Die Kunden haben mehr Platz erhalten, neu stehen zehn statt acht Schalter zur Verfügung. Auch die Backoffice-Räume und WCs wurden erneuert

An der gestrigen Einweihungsfeier sprach Patrick Salamin, Mitglied der Konzernleitung Post, von einer Zangengeburt. Weil der Betrieb während des Umbaus weiterlief, sei es nicht immer einfach gewesen, die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Staub und Lärm haben zudem die Geschäfte beeinträchtigt. «Doch letztlich hat alles geklappt», sagte Salamin. Auch das Budget habe man eingehalten. 2,2 Millionen Franken kostete der Umbau. Elmar Ledergerber, der die Filiale offiziell eröffnete, freute sich über das Ende der Bauarbeiten. Der Lärm habe ihn gestört. Kein Wunder: Ledergerbers Büro im Stadthaus liegt direkt gegenüber.

Keine Schliessungen mehr

Mit der Renovation der Fraumünsterpost ist auch die Umstellung des Zürcher Poststellennetzes abgeschlossen. In den letzten sechs Jahren hat die Post 18 Filialen geschlossen. «Weitere Schliessungen sind nicht geplant», sagte Heinz Brunner, der die Umstrukturierung geleitet hat. Auf dem Stadtgebiet sind 28 reguläre Filialen übrig geblieben. Zusätzlich hat die Post sechs externe Agenturen eröffnet. Sie werden von Apotheken und anderen kleineren Läden betrieben. Die Zusammenarbeit mit den Privaten klappt allerdings nicht immer reibungsfrei. In der Grünau hat die Post nach nur zwei Monaten den Agenturnehmer gewechselt. Und in Hirzenbach steht eine ähnliche Prozedur bevor. «Das ist nichts Aussergewöhnliches. Wechsel der Partneragenturen kommen vor», sagt Brunner. Über die genauen Gründe will er nichts sagen. Wichtig sei, dass die Post in den Quartieren bleibe.

Neu sind auch die sieben «Pickpoststellen», die vor allem dem Abholen von eingeschriebenen Briefen dienen. Sie befinden sich in Tankstellen oder Kiosken.

In seiner Rede lobte Ledergerber die Post in höchsten Tönen. Diese habe stets das Gespräch gesucht und Anliegen der Quartiere berücksichtigt. Vor zwei Jahren klang das noch anders. Gegen die Schliessung der Hauptbahnhofpost hat die Stadt Rekurs eingelegt. Allerdings erfolglos. Heute können Postgeschäfte im HB an einigen SBB-Schaltern erledigt werden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.09.2008, 22:04 Uhr

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