Fussballverband fordert schärfere Sicherheitsmassnahmen
Interview: Felix Schindler. Aktualisiert am 06.10.2011 14 Kommentare
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Am 20. und am 23. Oktober finden im Letzigrund zwei Hochrisikospiele statt. Zuerst trifft der FCZ auf Lazio Rom, dessen Fans als rechtsradikal und gewaltbereit gelten. Drei Tage später kommt es zum Hassduell FCZ-FCB, das in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Ausschreitungen zwischen den rivalisierenden Fangruppen gekommen ist. Heute diskutieren Vertreter von des FCZ, der Stadt und der Swiss Football League (SFL) darüber, wie trotz der angespannten Lage die Sicherheit am 23. Oktober im Letzigrund gewährleistet werden soll. Christian Schöttli, Sicherheitsverantwortlicher des SFL, sagt im Interview, welche Massnahmen zur Debatte stehen.
Am 20. und am 23. Oktober finden im Letzigrund zwei Hochrisikospiele statt. Wird die Swiss Football League aufgrund der Ausschreitungen vom vergangenen Sonntag schärfere Sicherheitsmassnahmen im Stadion fordern?
Christian Schöttli: Ja. Details stehen allerdings noch nicht fest. Wir treffen uns heute in Zürich unter anderem mit Stadionbetreiber und der Polizei zu einer Sitzung. Dort werden wir die Ereignisse vom letzten Sonntag aufarbeiten und für die kommenden Ligaspiele mögliche Sicherheitsmassnahmen festlegen.
Welche Massnahmen kommen infrage?
Das können Massnahmen im Bereich Infrastruktur, Einsatzplanung oder Einsatzführung sein. Wir werden verhandeln, ob es Korrekturen bei der Absprache mit Polizei, Rettung und den Clubs braucht. Doch die Grundlage bleibt das bestehende Sicherheitskonzept, das wir geprüft und freigegeben haben und aufgrund dessen die Clubs ihre Lizenz erhalten haben.
Was geschieht mit den Sicherheitsmängeln am Letzigrund?
Es ist geplant, dass im Letzigrund zwischen der ersten und der zweiten Saisonhälfte permanente bauliche Verbesserungen ausgeführt werden. Jetzt geht es ausserdem darum, wie man mit temporären Eingriffen die Erhöhung der Sicherheit erreichen kann.
Wird man verhindern, dass die Fans in andere Sektoren gelangen?
Wir prüfen insbesondere Massnahmen zur besseren Trennung der Sektoren. Aber wenn die Fans gewillt sind, eine Absperrung zu überwinden, dann werden wir nie ganz ausschliessen können, dass ihnen das gelingt. Das haben wir nicht nur am vergangenen Sonntag in Zürich gesehen, sondern auch am letzten Cupfinal in Basel oder am Barrage-Spiel in Genf, wo das Spielfeld trotz eines hohen Gitterzauns gestürmt wurde. Wir können bessere Voraussetzungen schaffen, aber hundertprozentige Sicherheit garantieren können wir nicht.
Welche anderen Aspekte können verbessert werden?
Sehr wichtig ist uns das Thema Kooperation. Jetzt müssen wir uns noch detaillierter absprechen als zuvor. Alle Player von Clubs über Polizei, Fanorganisationen bis hin zu privaten Sicherheitsorganisationen müssen noch enger einbezogen werden und alle Abläufe minutiös geplant werden. Ganz wichtig ist aber auch, dass man versteht, dass es eigentlich gar keine besonderen Massnahmen bräuchte, wenn das Verhalten der Fans wirklich fangerecht, fair und ohne Gewalt wäre.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.10.2011, 10:37 Uhr
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14 Kommentare
Ist es wirklich nötig die Stimmung (durch die Medien) immer noch mehr anzuheizen? Warum schreibt man im Artikel "Hass-Duell" ? Vielleicht 1 % aller Matchbesucher denken so. Der Rest, Zürcher und Basler freuen sich einfach auf ein tolles Fussballspiel und wollen keine Randale, Chaoten, Schlägereien und Hass, weder im oder um das Stadion! Zürcher wie Basler nicht! Antworten


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