Genner: Projekt für den Helvetiaplatz ist «sinnvoll und wertvoll»

Der Stadtrat wirbt für die geplante Helvetiaplatz-Umgestaltung: Sie bringe mehr Platz für Fussgänger und Velofahrer, weniger Parkplatzsuchverkehr und eine Aufwertung der Gegend.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Abstimmungskampf um das neue Parkierungs- und Aufwertungskonzept für den Helvetiaplatz im Kreis 4 kommt auf Touren. Hatten sich am Dienstag FDP und Gewerbeverein Zürich 4 für ein Nein am 28. September stark gemacht, meldete sich gestern die Stadtregierung zu Wort: Ihr neues Mitglied Ruth Genner (Grüne) plädierte vor den Medien für ein Ja zum 5-Millionen-Kredit.

Es handle sich um ein «sinnvolles Projekt», das eine «wertvolle Aufwertung» der Gegend bringe, sagte Genner an ihrer – nach der Leutschenpark-Einweihung vom Montag – erst zweiten Medienkonferenz als Tiefbauvorsteherin. Diese absolvierte die Ex-Chefin der Schweizer Grünen locker und ohne Anzeichen von Nervosität. Sie könne voll hinter der Vorlage stehen, die noch unter der Ägide ihres Amtsvorgängers Martin Waser (SP) ausgearbeitet worden war, sagte Genner.

Weiterhin 14 Kurzzeitparkplätze

Geplant ist, dass 66 oberirdische öffentliche Parkplätze in der Molken-, der Ankerstrasse und der Kanonengasse aufgehoben und dafür 66 öffentliche Parkplätze im Parkhaus unter dem Amtshaus eingerichtet werden. An der Molkenstrasse verbleiben immer noch 14 oberirdische Kurzzeitparkplätze für Kunden, die in Läden einkaufen wollen, wie Genner betonte.

Die Vorteile der Neuerungen liegen für sie auf der Hand. So könnten dank der neu gewonnenen Strassenfläche in der Molkenstrasse grosszügigere Trottoirs und Veloabstellplätze gebaut sowie zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Damit werde die Molkenstrasse zum «Quartierplatz» und zur «Flaniermeile» aufgewertet. Mit der Post und dem Gewerbe sowie als Zugang zum Helvetiaplatz sei die Molkenstrasse «wichtig für das Quartier». Deshalb lohne es sich, diesen Raum für Fussgänger und Velofahrer attraktiver zu machen.

Auch für den Autoverkehr ist es laut Genner sinnvoll, die Parkplätze vermehrt auf den Raum Molkenstrasse zu konzentrieren. Die 66 neuen Plätze im Parkhaus stünden alle auch für unbegrenztes Parkieren zur Verfügung. Dank der Konzentration auf das Parkhaus sei künftig mit weniger Suchverkehr zu rechnen. Damit dieser sich nicht ins Quartier verlagert, wird das Parkhaus ans Parkleitsystem angeschlossen. So wissen Automobilisten bereits in einiger Entfernung, ob es unter dem Helvetiaplatz noch Platz hat. Laut Projektleiter Enea Corubolo werden sich die Parkplätze im ersten Untergeschoss befinden und bewacht sein. Geplant sind auch neue Auf- und Abgänge auf dem Helvetiaplatz.

Die geplanten Massnahmen fügen sich laut Genner bestens in andere Projekte der Stadt ein: in die Mobilitätsstrategie etwa, die eine ausgewogene Berücksichtigung aller Verkehrsarten vorsieht, oder in das Aufwertungsprojekt Langstrasse Plus.

Die Argumente der Gegner sind für die Stadträtin «nicht nachvollziehbar». Es gebe ja nicht weniger Parkplätze, und mit den 14 Kurzzeitplätzen an der Molkenstrasse komme man dem Gewerbe entgegen. Laut Projektleiter Corubolo bleibt auch die den Marktfahrern zur Verfügung stehende Parkfläche «in etwa gleich».

Realisierung erst im Jahr 2015

Mit der jetzigen Vorlage kommt der Stadtrat einer 2002 vom Gemeinderat überwiesenen Motion von Emil Seliner (SP) nach. Sollte das Volk Ja sagen, wäre dies aber noch lange nicht der Startschuss zur Umsetzung der Massnahmen. Das Projekt soll laut Corubolo nämlich zeitgleich mit der geplanten Sanierung des Amtshauses Helvetiaplatz umgesetzt werden. Und die ist erst für 2014/2015 geplant. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.09.2008, 08:18 Uhr

TA Marktplatz

Blogs

Von Kopf bis Fuss Essen Sie sich stark!

Blog Mag Höflichkeit zählt

Werbung

Die Welt in Bildern

Get up, stand up! Drei Stand Up Paddler geniessen das Sommerwetter auf dem Genfersee bei Allaman (27. Mai 2017).
(Bild: Valentin Flauraud) Mehr...