Gute Chancen für den Seetunnel

Der Gemeinderat entscheidet am Mittwoch, ob er einen Seetunnel zwischen Enge und Utoquai will. Die SVP sagt Ja, die Grünen lehnen den Vorschlag ab.

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Mit einem Tunnel will der ehemalige SP-Gemeinderat Bruno Kammerer das Seebecken vom Verkehr befreien. Zwischen Rentenanstalt und Badi Utoquai sollen die Autos unter dem Wasser hindurchrollen. Dies fordert Kammerer in einer Einzelinitiative, die für zahlreiche Reaktionen in den Leserbriefspalten des «Tages-Anzeigers» gesorgt hat.

Heute bestimmt der Gemeinderat, ob der Stadtrat Kammerers Vorschlag prüfen soll. Das wird vermutlich geschehen, denn dazu braucht es lediglich 42 Ja-Stimmen. Unterstützung erhält Kammerer von der SVP. «Wir halten den Tunnel für eine gute Idee und werden ihn unterstützen», sagt Fraktionschef Mauro Tuena. Nun müssten aber vor allem die Kosten geklärt werden. Die CVP wird sich zwar erst morgen entscheiden. Fraktionschef Christian Traber spricht aber von einer prüfenswerten Vision. «Die breite Strasse am See behindert die Stadtentwicklung», sagt Traber. Auch die SP-Fraktion legt ihre Parole erst morgen fest. Beatrice Reimann, Vizepräsidentin der Verkehrskommission, findet jedoch, es lohne sich, alternative Ideen durchzudenken.

Dagegen stimmen werden die Grünen. Gemeinderat Markus Knauss spricht von einem «absurden Projekt». Der Kantonsrat habe den Seetunnel kürzlich aus dem Richtplan gestrichen. «Und jetzt soll die Stadt selber einen bezahlen? Das ergibt keinen Sinn.» Auch die FDP wird sich wahrscheinlich dagegen aussprechen. Der Ansatz sei zwar spannend, sagt Michael Baumer, FDP-Fraktionschef. «Doch ein Tunnel auf dieser Höhe bringt keine Entlastung für die Quartiere. Wenn schon müsste er von Tiefenbrunnen nach Wollishofen führen.»

Hat der Stadtrat die Idee geprüft, wird der Gemeinderat noch einmal darüber abstimmen. Sagt er erneut Ja, kommt eine ausgearbeitete Vorlage vors Volk. (bat/TA)

Erstellt: 23.09.2008, 20:33 Uhr

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