Hafenkran: «Wir haben Verträge, um das Projekt zu Ende zu führen»
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 10.12.2009 82 Kommentare
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Mit äusserst knappem Entscheid hat am Mittwochabend der Zürcher Gemeinderat einen 80'000-Franken-Kredit für den Hafenkran an der Limmat abgelehnt. Nachdem bereits einer von fünf Pollern am Limmatquai montiert ist, war das Geld für weitere Vorarbeiten bestimmt.
Der Entscheid aus dem Gemeinderat kommt spät. Der Wettbewerb und die Ausschreibung für den Hafenkran sind längst über die Bühne und bereits bezahlt. «Bisher sind 192'000 Franken ausgegeben worden», sagt Mike Sgier, Sprecher des zuständigen Tiefbaudepartements auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Damit wurden unter anderem die fünf Poller hergestellt. Das Geld wurde vom Gemeinderat im Budget 2009 bewilligt. «Damals sind 500'000 Franken für den Hafenkran gutgeheissen worden», sagt Sgier weiter. Insgesamt soll das Projekt 600'000 Franken kosten.
«Wir bleiben auf Kurs»
Dass sich der Gemeinderat nun anders entschieden hat, bringt die Kranbauer nicht aus der Ruhe: «Wir sind uns Widerstand gewohnt. Unser Team bleibt auch in stürmischen Zeiten auf Kurs», sagt Mitinitiant Jan Morgenthaler.
Die feste Absicht, den Hafenkran zu realisieren, bestehe weiterhin. «Es wäre merkwürdig, jetzt aufzugeben. Schliesslich haben wir mit der Stadt und Zulieferern gültige Verträge, um das Projekt zu Ende zu führen», sagt Morgenthaler.
Demo gegen Kran vorgesehen
Ganz anders sieht es Susi Gut von der Partei für Zürich (PFZ). Sie stellte den Antrag, den Teilkredit zu streichen. «Der Gemeinderat hat sich gegen den Kran ausgesprochen. Deshalb muss es sofort beendet werden.» In der finanziell angespannten Situation müsse man dem Volk ein Vorbild sein und sparen.
Wenn der Stadtrat das Projekt weiterführt, will Gut laut eigenen Angaben auf die Barrikaden gehen: «Dann organisieren wir eine Demonstration.» Die Frage, ob sie mit dem Kran vor allem Wahlkampf betreibe, beantwortet Gut nicht direkt. «Ich bin für alle Themen offen. Noch wichtiger als der Hafenkran ist mir der Kinderschutz.»
Entscheid soll im Januar fallen
Wie es mit dem Projekt weitergeht, lässt sich laut Sgier vom Tiefbaudepartement zum heutigen Zeitpunkt nicht sagen. «Zuerst müssen sich die Künstler und die politisch verantwortlichen treffen und die Situation analysieren. Wir hoffen, Ende Januar sagen zu können, wie es weitergeht.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.12.2009, 14:26 Uhr
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82 Kommentare
Endlich einmal ein vernünftiger Entscheid. Wozu brauchen wir das Meer in Zürich, wo wir doch einen so tollen See haben. Das Geld kann man sicher viel besser verwenden. Wenn Bernhard Piller solche Projekte umsetzen will, dann soll er diese aus eigener Tasche finanzieren. Antworten



