Zürich
Hallenbad Oerlikon und Höngg ab Montag geschlossen
Von Claudia Imfeld. Aktualisiert am 30.07.2010 26 Kommentare
Hierhin sollen die Schwimmer ausweichen: Das Hallenbad Altstetten. (Bild: Matthias Jurt)
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In Oerlikon gehen seit der Schliessung des City-Hallenbads täglich etwa 300 bis 400 Personen mehr schwimmen. Im Hallenbad Bläsi in Höngg sind es rund 100 Personen zusätzlich. Damit ist ab Montag aber Schluss. Die beiden Ausweich-Orte werden wegen Revision für zwei Wochen geschlossen. Das ärgert viele Besucher, vor allem jene, die speziell nach Oerlikon fahren, weil sie nur dort ihre 50-Meter-Bahnen ziehen können. Das zweite städtische Bad mit einem 50-Meter-Becken war das Hallenbad City, das derzeit umgebaut wird.
«Wir wissen, dass es eine wirklich dumme Situation ist», sagt Hermann Schumacher vom Sportamt der Stadt Zürich. «Aber wir müssen in diesen sauren Apfel beissen.» In den beiden Hallenbädern in Oerlikon und Höngg werden, wie jedes Jahr, Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Diese seien nicht aufschiebbar, sagt Schumacher. «Wenn wir die Wasserqualität weiterhin garantieren wollen, müssen wir diese Arbeiten machen.» Dazu seien zwei Wochen nötig, denn das Ablassen und Füllen der Becken allein dauere jeweils zwei bis drei Tage.
«Verschiebung unpraktikabel»
Sind die Becken leer, prüfen die Angestellten unter anderem Filter und Sonden. «So können wir sicher sein, dass die Wasserqualität auch auf höchstem Niveau ist», erklärt Schumacher. Gerade weil die beiden Hallenbäder in den letzten Monaten von mehr Besuchern genutzt wurden, sei eine Verschiebung der Revision kein Thema gewesen. Denn je mehr Leute die Bäder nutzten, umso wichtiger ist eine reibungslos funktionierende Wasseraufbereitung. Auch eine Revision nach den Sommerferien sei unpraktikabel: «Im Herbst schliessen die Freibäder und der Schulschwimmunterricht beginnt wieder.»
Schumacher rät den Schwimmenden ins Freie oder ins Hallenbad Altstetten auszuweichen. In Altstetten und im Hallenbad Käferberg sind die Revisionsarbeiten während der letzten zwei Wochen durchgeführt worden. Beide Bäder sind ab Montag wieder geöffnet. Im Hallenbad Leimbach läuft die Revision noch bis Montag in einer Woche. «Wir wünschten, wir hätten eine andere Lösung, aber die fehlt uns leider.»
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.07.2010, 15:00 Uhr
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26 Kommentare
Fakt ist, dass die Stadt nicht die finanziellen Möglichkeiten für längere Öffnungszeiten der Freibäder usw. hat. Wären die Steuerpflichtigen für eine Steuererhöhung oder die Badegäste würden 12-14 Fr. Eintritt bezahlen wäre vieles möglich. Tipp an die Triathleten: Im See schwimmen wo der Wettkampf ist oder im Kanal Au/Höngg (offen 24h inkl Strömungsschwimmen). Antworten
die Stadtplaner inkl. Sportamt Zürich haben kläglich versagt, keine Voraussicht bezügl. Schwimmgelegenheiten in der Stadt. Er braucht dringend ein weiteres grosses Hallenbad. Wenn man bedenkt, wie die Menschen angehalten werden, Sport zu treiben, da genügt es nicht, Fussballstadien zu bauen! Schwimmen ist aktiver Sport für alle, bei gutem und schlechtem Wetter. Antworten
Ehrlich gesagt, was in den Kommentaren zu lesen ist, ist Jammern auf höchstem Niveau. Auch für mich ist der Umbau des City unangenehm, doch es ist wie mit jeder Infrastruktur: Wer gute Anlagen will, muss gelegentlich Unterhaltsarbeiten in Kauf nehmen. Mit etwas Phantasie kann die ach so garstige Umbauzeit ganz gut überbrückt werden. Antworten
auch schon darüber nachgedacht, dass die Schliessungen inmitten der Wettkampfsaison, der regelmässigsten Kunden stattfinden? Triathlon-Wettkämpfe finden im Schwerpunkt im August statt. Wo soll man früh morgens schwimmen gehen? Zumikon und Zollikon gehen zu spät auf. Nur abends schwimmen ist auch schwierig. Auch schon analyisert, wer die Hauptkunden von Oerlikon sind? Antworten
Also ehrlich. Das ist doch jammern auf allerhöchstem Niveau. Mit riesigem Abstand Weltrang Nr. 1 Gejammere. Dann geht man halt mal Joggen, Walken, Fahrradfahren oder so. Ist doch kein Weltuntergang. Andere Menschen wären froh ihnen stünde ein Bruchteil des Wassers in dem ihr hier badet zum Trinken oder Bewässern ihrer Felder zur Verfügung. Antworten
Zürich braucht unbedingt ein weiteres 50m Hallenbad irgendwo in der Region Nordwest (Altstätten). Natürlich hat Zürich proportional schon heute viele Schwimmbäder, aber die Zürcher sind halt nun mal gern im Wasser und es kommen immer neue Trendsportarten hinzu wie z.B. Aquafit. Die Zürcher sind halt nun mal gern im Wasser. Antworten
auch mich betrifft die city schliessung, ich gehe seit 30 jahren schwimmen und oerlikon ist tatsächlich keine richtige alternative. auch die freibäder schliessen bei schönem wetter bereits um 20h ??? hallo, wie bitte? und sind mit bahnschwimmern voll. ich habe mir ebenfalls ein fitnessabo gekauft und geniesse jetzt den in- und outdoorpool und werde bestimmt kein sportabo der stadt mehr kaufen. Antworten
Es ist ja schön, dass man die Öffnungszeiten im Hallenbad Örlikon verlängert haben. Aber wer will schon Abends um 22:30 Uhr schwimmen gehen? Interessanterweise dauerte der Umbau des City-Hallenbads länger als der Bau des Prime Towers in Zürich. Antworten
Habe schon mehrmals per Mail beim Sportamt deponiert, man solle doch den "Versuchsbetrieb 2010" (dass die Freibäder jeden Tag zwischen 9 und 11 Uhr offen haben) auf die frühen Morgenstunden ausweiten, es muss ja nicht an jedem Tag sein, dreimal die Woche würde genügen! Der arbeitstätigen Bevölkerung ist nicht gedient mit der Öffnung der Bäder mitten am Vormittag. Bekam keine befriedigende Antwort. Antworten
liegt das problem wirklich beim sportamt? immerhin wurden mehrere provisorium-varianten studiert, die dann aber alle samt wegen kostengründen vom stadtrat bachab geschickt wurden. aber hauptsache man/frau hat geld für die sozial- und drogenpolitik sowie für die armen fussballclubs. dass für die «normalen» auch noch etwas übrig bleibt, ist eben zu viel verlangt. Antworten
Falls es im Herbst kälter werden sollte als es im Sommer ist und falls dann die Freibäder schliessen sollten, ja dann könnte es durchaus sein, dass sich die Situation nicht entspannen wird. Es wäre sogar denkbar, dass sich die Situation verschärft. Doch da der Wille da ist, dann gegebenenfalls Entlastungsmassnahmen zu prüfen. Sehe ich dem recht gelassen entgegen. Oder auch nicht. Antworten
die situation war z.t. schon unzumutbar, als das city noch offen war. so bald die freibäder geschlossen werden, wird es für viele schwimmer keine alternativen mehr geben. hier haben die behörden schlicht und einfach versagt. der spardruck im öffentlichen bereich mag gross sein (...), aber man hätte durchaus auch alternative finanzierungsmöglichkeiten, wie z.b. sponsoring, ins auge fassen dürfen. Antworten
Was Schuhamcher verschweigt: Beim Sportamt ging man davon aus, dass sich die Besucherzahl in Oerlikon bloss um 10 Prozent erhöhen würde. Eine solche Schätzung war an Dilletantismus nicht mehr zu überbieten. Kurz nach der Schliessung des City warens dann 40 Prozent. Was ich auch nicht begreife: Weshalb machen nun Freibäder wie das Heuried nicht früher auf als um 9? Beim Utoquai gehts ja auch. Antworten
ich hab selbstverständlich mein jahresabo nicht mehr erneuert. city war ja schon eng. da tu ich mir noch enger bei weiteren wegen sicher nicht an. dafür ist jetzt migros zu einem abo gekommen. so wie's jetzt ausschaut werd ich aber wieder zurückkommen, sobald city fertig ist. garantie geb ich aber keine Antworten
Typisch Herr Schumacher und seine Truppe vom Sportamt; anstatt sich um brauchbare Alternativen zu kümmern ruht man sich lieber auf Zahlen einer Momentaufnahme aus (ist ja extreeeem verwunderlich, dass die Hallenbadeintritte im Sommer zurückgehen, wo doch alle Freibäder offen sind und der See warm genug ist...)!! Im Herbst wundert man sich dann wohl, woher plötzl. all die vielen Schwimmer kommen... Antworten
Zu Bedenken ist auch, dass momentan einige Schwimmer in den See ausweichen oder im Sommer eine andere outdoor-Sportart ausüben. Die Situation wird sich wohl im Herbst eher verschärfen. Schade, dass Herrn Schumacher nicht zu denken gibt, dass einige wohl das Schwimmen aufgegeben haben. Das Bundesamt für Gesundheit kann ja in einigen Monaten dann wieder zu mehr Bewegung aufrufen. Antworten
Meine Frau und ich sind vom City Hallenbad nach Oerlikon ausgewichen. Dass es "etwas eng wird" in Oerlikon ist eine freche Untertreibung. Das Sportamt hat in jeder Hinsicht versagt: es hat den meistbesuchten Sportplatz der Stadt geschlossen ohne Alternativen bereit zu stellen. Privilegien der Vereine in Oerlikon bleiben trotz der neuen Situation unangetastet, was zu Lasten der Allgemeinheit geht. Antworten
Die Situation wird sich im Herbst sicher nicht verbessern, sondern klar verschlechtern, weil dann alle die im Sommer den See oder das Freibad geniessen auch wieder im HaBa ihre Längen ziehen wollen. Rasche Entlastungsmassnahmen würden sicher von allen begrüsst! Was ist bspw aus den Überdachungsplänen des Heurieds geworden? Antworten






albert bänziger
super koordinierung des sportamtes.....little big city... Antworten