Zürich

Hausbesitzer sollen Plakatsteuer bezahlen

Die Linken wollen, dass Hausbesitzer für das Anbringen von Werbeplakaten eine Steuer bezahlen. Dafür soll der Stadtrat die öffentlichen Plakatwände gratis zur Verfügung stellen.

Hausbesitzer sollen auf die Einnahmen von Plakatierflächen Steuern bezahlen: Eine Werbekampagne der APG.

Hausbesitzer sollen auf die Einnahmen von Plakatierflächen Steuern bezahlen: Eine Werbekampagne der APG.
Bild: Keystone

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Hausbesitzer sollen Werbeplakate nicht mehr gratis anbringen dürfen, sondern eine jährliche Abgabe dafür bezahlen. Dies fordern linke Parteien und die IG Plakat Raum Gesellschaft. Im Gegenzug soll der Stadtrat auf die Einnahmen aus den 2199 öffentlichen Plakatwänden verzichten und diese gratis an Kulturinstitutionen abgeben, statt an Plakatgesellschaften zu vermieten. Ein entsprechendes Konzept hat die IG kürzlich bei Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) eingereicht.

Der Stadtrat hält wenig von diesen Ideen, wie aus seiner Antwort auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Im Kanton Zürich fehle eine gesetzliche Grundlage, um eine Plakatsteuer zu erheben. Dieser Entscheid liege deshalb nicht bei der Stadt, sondern beim Kanton. Plakate, in verträglicher Anzahl und gut an die Umgebung angepasst, bereicherten zudem den öffentlichen Raum. Weil der Stadtrat nicht auf die rund zwei Millionen Franken verzichten will, die Zürich mit der Vermietung seiner Plakatstellen einnimmt, möchte er die bisherige Praxis fortführen.

Parteien verlangen Plakatverordnung

Mit dieser Absage ist die Diskussion aber nicht zu Ende. Sämtliche Parteien ausser der SP fordern vom Stadtrat, dass er eine Plakatverordnung entwirft, die der Gemeinderat mitgestalten und verabschieden kann. Eine entsprechende Motion von SVP und FDP wurde im Parlament überwiesen. Zwar verlangen die Bürgerlichen genau das Gegenteil der Linken, nämlich eine tolerantere Praxis. «Aber wir sind uns einig, dass das Parlament und nicht der Stadtrat allein die Plakatierung regeln soll», sagt Matthias Probst von den Grünen.

Für die Bearbeitung der Motion bleibt dem Stadtrat Zeit bis Mitte 2013. Die öffentlichen Plakatwände will er Mitte 2012 neu ausschreiben.

(bat)

Erstellt: 19.12.2011, 07:48 Uhr

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42 Kommentare

Ch. Hänggi

19.12.2011, 18:13 Uhr
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Dies ist kein besonders geeigneter Ort, um flüssige und solide argumentierte Diskussionen zu führen, aber ich freue mich, dass sie ansatzweise stattfinden. Anstatt allen einzeln zu antworten, möchte ich doch mein Erstaunen zum Ausdruck bringen, dass ein Grossteil der Kommentare die Profite von 2 internationalen Konzernen verteidigt, anstatt die Interessen aller. Weshalb wohl? Antworten


Peter Palmer

19.12.2011, 21:26 Uhr
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@hänggi. Profite der 2 Konzerne die sie ansprechen sind in Züri nicht so hoch wie sie denken, da gibt es ganz andere Absahner, z.B. PWG die gerade 80 Mio. erhält. Die Stadt versucht von den 2 Firmen zudem soviel Geld zu bekommen wie nur möglich, jeder kann mitbieten, auch Sie. Falls Sie denken die Öffentlichkeit erhält zu wenig Geld, bieten Sie mehr. 1% der öffentlche Fläche für Werbung, why not?


Anja Baader

19.12.2011, 20:15 Uhr
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Weil uns das immer noch lieber ist, als sozialistische Profite in der Höhe 0 wie in Nordkorea. Dort verschandeln übrigens auch keine pösen Plakate der noch viel pöseren Wirtschaft das Strassenbild. Diese ebenfalls ganz pösen, weil internationalen und dann erst noch Konzerne schaffen in der Stadt übrigens eine nicht unbeachtliche Anzahl Stellen - und Steuererträge.


Lars Huber

19.12.2011, 17:36 Uhr
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@Hänggi. Also würde der öffentliche Raum 100% demokratisiert, erhielte jeder Zürcher ein Vierhundertstel des Raumes (dabei ist nicht nur der Raum der apg gemeint, welcher zur Zeit weniger als 1 % des Raums fair ersteigert). Jeder könnte über sein 1/400000 frei verfügen, dies auch an CS, CocaCola, den Nachbarn oder einem Künstler geben. Ich glaube dann wäre die Stadt noch viel mehr zugepflastert. Antworten


Georg Stamm

19.12.2011, 16:21 Uhr
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Das ist wieder so eine linke Schapsidee. Wenn's nach denen geht, so müsste alle versteuert werden: Pro Atemzug 1 Rappen, pro Sonnenstunde 1 Franken, eine Kopulationssteuer von sagen wir mal 10 Franken pro Mal usw.. Will das jemand ? Wenn nicht, daran denken. Antworten


Ralf Hasler

19.12.2011, 14:48 Uhr
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@ Hänggi. Schon heute darf auf privatem Grund Kunst aufgestellt werden, ich mache dies in meinem Garten und Vorgarten für alle sichtbar. Ich brauche dafür keine Bewilligung und muss nichts zahlen, dies ist gut so. Werbung zu kommerziellen Zwecken braucht dagegen Bewilligung und der Gewinn daraus muss sozial versteuert werden (von Hauseigentümer, APG, Werber und Eigentümer beworbenes Produkt). Antworten


Iris Brunner

19.12.2011, 17:23 Uhr
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@hänggi. Also Velos werden nur verkauft, weil Velos auf öffentlchen Strassen gefahren werden können, ergo müssen Fahrradverkäufer nebst Steuern noch etwas mehr zahlen. Falls Sie finden, die APG zahlt der Stadt zu wenig ... im nächsten Jahr ist Neuausschreibung, bieten Sie mehr und versuchen nicht immer von den anderen das Geld zu kriegen und alles unsinnig zu verteuern (Zusatzabgaben verteuern!)


Ralf Hasler

19.12.2011, 16:37 Uhr
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@hänggi. ich weiss ja nicht wie blind Sie durch die Stadt laufen. Also wenn ich durch die Stadt laufe, sehe ich unter 1 % voll mit Plakaten der APG. Vor allem sehe ich aber die Natur (Seeanlagen), schöne Kirchen (St.Peter), schöne Häuser (Rathaus), ... ich erlaube mir vorwiegend das Schöne zu sehen, natürlich gibt es auch wüste Häuser. Ich sehe auch Statuen, viel Kunst, etc.


Christian Hänggi

19.12.2011, 15:27 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@RH: Es geht um die Demokratisierung des öffentlichen Raums, der jetzt von Tochtergesellschaften der weltweit grössten Aussenwerbern bewirtschaftet - d.h. privatisiert - wird. Am Gewinn wird rumgeschraubt, bis man so wenig Steuern wie möglich bezahlen muss. Nochmals: Werbeplakate generieren ihren Wert einzig durch etwas, das der Öffentlichkeit gehört. Dann dürfen sie auch zahlen. Mehr als Steuern.


Annemay Ruhstaller

19.12.2011, 12:54 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Wenn die Linken nur die Hauseigentümer pisacken können. Dafür soll's der Staat gratis richten! Freut Euch, denn unsere Regierungen (Kanton und Bund) werden immer linker! Bald wird es noch etwas kosten, wenn ich Luft atme, schlussendlich gehört diese ja auch allen! Aber wie heisst es denn? "Ein Volk hat die Regierung, die es verdient"! Antworten


Jean-Pierre Albrecht

19.12.2011, 14:06 Uhr
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Die jetzige Situation ist ungerecht. Durch die Ignoranz des Gesetzgebers erscheint die Allgemeinheit, ohne die Plakate bloss einen Materialwert hätten, nicht in der ökonomischen Gleichung. Menschen, die durch ihre Aufmerksamkeit einem Plakat Wert schenken, sind so nur Mittel zum Zweck des Funktionierens einer stupiden Konsumwirtschaft. Plakatwerbung ist ungefragte einseitige Kommunikation.


Martin Heinrich

19.12.2011, 12:46 Uhr
Melden 2 Empfehlung

1. Bitte keine plumpe links/rechts Dualität mehr. 2. Plakate gibt es, weil Werber und Industrie davon ausgehen, dass sich potentielle Konsumenten durch simple Kauaufforderungen leicht lenken lassen. Eine solche permanente Gehirnwäsche ist was Tolles, das man unterstützen sollte! 3. Ohne die Öffentlichkeit ist ein Plakat NICHTS wert! 4. Wollt ihr lieber eine Plakatsteuer oder ein Verbot? Antworten


Peter Zweig

19.12.2011, 12:04 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Wenn es um die eigenen Pfründen geht, dann sind die Hausbesitzer und Abzocker plötzlich für "Mieterschutz". Lächerlich, getroffene Hunde bellen. Eine sinnvolle Motion gegen die überbordende Plakatwerbung im öffentlichen Raum. Antworten


peter herzog

19.12.2011, 11:50 Uhr
Melden 3 Empfehlung

einem plakat kann ich nicht ausweichen, ich bin gezwungen, es wahrzunehmen, auch wenn es auf privatem grund hängt. der öffentliche raum wird so für kommerzielle zwecke missbraucht. nur die besitzer der werbefläche profitieren. mit einer steuer profitiert auch die gesellschaft. daher: gerechtfertigt! Antworten


Klaus Stoller

19.12.2011, 16:31 Uhr
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Frau Bauer. Die Kulturplakate werden nicht durch Ihre Steuern finanziert, sondern durch die APG, welche den Aufrag dazu hat. Alles Klar?


Alexandra Bauer

19.12.2011, 14:38 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Und einer Gratiswerbung für sog. "Kultur", die ich schon mit meinen Steuern subventioniere, kann ich der etwa ausweichen? Ich kann mich höchstens jeden Tag von neuem Ärgern, wofür Steuergelder den Bach ab gehen bzw. in linke Taschen fliessen. Und dem Hafenkran, dem kann ich definitiv nicht ausweichen... Es sei denn, ich ziehe mich - zusammen mit meinem Unternehmen - aus Zürich zurück.


Klaus Stoller

19.12.2011, 11:32 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ach, wenn die Plakate bloss besser getaltet wären, wenn es ab und zu mal ein richtig gutes Plakat gäbe, nicht nur einmal pro Jahr, wenn die Dinger das Stadtbild tatsächlich verschönern würden.... ja dann, wäre die Werbeflut vielleicht zu ertragen. Herr Hänggi, warum kann nicht auch mal das aller schlechteste Plakat gewählt werden, auf Ihrer Homepage zum Beispiel. Antworten


Ch. Hänggi

19.12.2011, 11:59 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das haben wir uns auch schon überlegt. Leider ist die Konkurrenz zu gross. Ein solcher Wettbewerb würde nur Sinn machen, wenn schlechte Plakate herausstechen würden. Leider tun sie das nicht; sie sind zur Regel geworden.


Robert Herz

19.12.2011, 11:06 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Plakativ gesagt müsste man sich überlegen, ob sich nicht zwei Probleme mit einer Klappe erledigen lassen, wenn Hunde nur noch dann auf öffentlichem Grund frei laufen dürfen, wenn sie mit Werbeplakaten beklebt sind. Die Hundesteuer könnte man dann logischerweise zur Finanzierung des Opernhauses verwenden. Antworten


Richard Müller

19.12.2011, 10:43 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Hausbesitzer bringen Plakate gratis an? Unsinn. Wer seinen Grund für Plakate zur Verfügung stellt, bekommt dafür Geld und dieses wird wie die anderen Mieterträge gesetzeskonform versteuert. Man erfindet einfach eine neue Gebühr für die steigende Staatsquote. Die Dummen sind dann wieder die Mieter, auf die diese Kosten mit der Miete überwälzt werden. Wo bleibt hier der Einspruch des Mieterverbands? Antworten


Richard Müller

19.12.2011, 14:11 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Ursi Brock: Gebühren und Kosten für die Immobilien werden letzendlich immer durch den Mieter finanziert, glauben Sie mir Ursi Brock, ich mache solche Berechnungen...


Ursi Brock

19.12.2011, 11:59 Uhr
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Wie wenn die Vermieter die Einnahmen aus Werbung für Mietzinssenkungen verwenden würden...


sandro gasser

19.12.2011, 10:30 Uhr
Melden 14 Empfehlung

eine neue verordnung, ein neues gesetz, neue vorschriften, neue verwaltungsstelle, neu kontrollorgane, neue bussen... die linken sind extrem kreativ. dafür sollen die öffentlichen plakatwände gratis sein? wer entsorgt die alten, abgerissenen plakate, wer räumt auf? wer kontrolliert? wer trägt die kosten dafür? vermutlich der steuerzahler resp. der hausbesitzer bezw. der MIETER. Antworten


Ursi Brock

19.12.2011, 12:02 Uhr
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Aber nein, die Abgabe kann wie vieles andere auch zentral und direkt beim Einkauf-Verkauf der Dienstleistung erhoben werden. Gleich wie die Recycling Abgabe... alles kein Problem.


felix halter

19.12.2011, 10:04 Uhr
Melden 28 Empfehlung

wer mehrheitlich links wählt, darf sich nicht wundern über neue steuern, höhere steuern, neue lenkungsabgaben, höhere lenkungsabgaben, absurde steuern, etc.
wa ich nicht verstehe: wieso regen sich zürcher darüber auf und wählen das nächste mal wiederum links?
Antworten


Reto Widmer

19.12.2011, 15:29 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@Ursi Brock: Und gerade Wegzölle im Mittelalter waren eine typische Erscheinung in demokratischen Staaten, welche damals sehr zahlreich vorhanden waren und von Bürgerlichen regiert wurden... jaja, und aktuell haben wir auch ein ganz grosses Bildungsproblem.


Ursi Brock

19.12.2011, 12:04 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Was haben denn Gebühren und Abgaben mit links-rechts zu tun? Beide Flügel sind auf diverse Finanzierungs- und Lenkungsmodelle angewiesen. Die Wegzölle von früher sind übrigens nie von Sozialisten-Linken abgezwackt worden. Das waren stets stramm bürgerliche Regionalverwalter.


Ralf Hasler

19.12.2011, 10:03 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Idiotisch. Die Hauseigentümer versteuern die Einnahmen bereits und die APG ihren Gewinn. Wenn nun eine neue Steuer erhoben wird, sinkt die andere Steuer. Es braucht zusätzliche Administration und der Steuertschungel wird immer wirrer! Antworten


Ursi Brock

19.12.2011, 12:06 Uhr
Melden

Mit dem Verbot der Werbung auf öffentlichem Grund hat man den Gemeinden Einnahmen entzogen und diese privaten Interessen zugeführt. Gab es damals auch so ein Geschrei und Hysterie?


hans-joachim hartgens

19.12.2011, 09:55 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Neue Beamtenschwemme und noch mehr Papierkram. Solche Ideen sind reine Beschäftigungstherapien für Behördenwillkür. Das sollte sich die SP nochmal durch den "Wasser"-Kopf gehen lassen. Antworten


Ch. Hänggi

19.12.2011, 09:40 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Die Gebühr oder Steuer soll gemäss Konzept der IG PRG nicht beim Eigentümer, sondern bei der Plakatgesellschaft erhoben werden. Es ist eine Gebühr für die Nutzung des öffentlichen Raumes, denn nur dank der Sichtbarkeit aus dem öffentlichen Grund erhält ein Werbeplakat überhaupt einen Wert.
@Kaa Bock: Plakatgesellschaften schliessen in aller Regel mit Eigentümern, nicht mit Mietern Verträge ab.
Antworten


Ralf Hasler

19.12.2011, 15:32 Uhr
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und wenn Sie zahlen schon genau nehmen. von den möglichen 100 % flächen wird heute unter 1 % für kommerzielle werbezwecke genutz über 99 % nicht, zum glück nicht mehr, zum glück ist das opernhaus, die limmat, die seesicht, unzählige häuser etc. nicht mit werbung voll. ich finde aber auch die wenig werbung bereichert und soll nicht noch weiter reduziert werden.


Ralf Hasler

19.12.2011, 14:41 Uhr
Melden 3 Empfehlung

@Hänggi. Aber auch 7% willkürlich Leuten anzubieten, welche nach ihrem Massstab bessere Leute sind, ist doch unfair. Die einen finde diejenigen gut, die anderen diejenigen. Nach heutigem Recht gilt sozial: wer Gewinn macht, muss etwas abliefern, bei Plakaten können Hauseigentümer, Mittler (APG), Werber und geworbenes Produkt Gewinn machen, jeder der 4 zahlt Steuern. Was braucht es mehr?


Ch. Hänggi

19.12.2011, 12:50 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@RH: Das ist nicht ganz korrekt. Ca. 75% werden von der APG, ca. 24% von Clear Channel bewirtschaftet, sowohl auf öffentlichem wie auf privatem Grund. Der Vorschlag will den Verzicht auf kommerzielle Flächen auf öffentlichem Grund. Das sind lediglich rund 500-600 Stück, also etwa 7% der Flächen auf Stadtgebiet. Die Stadt kann die Bewirtschaftung der Verbleibenden weiterhin outsourcen


Ralf Hasler

19.12.2011, 12:24 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@hänggi. 99 % gehören heute apg. aber durch die neue initiative will man ja erreichen, dass nur noch z.B. 50 oder 60 % von der apg bewirtschaftet werden und die andere hälfte als sogenannt gut oder besser behandelt wird ... ich finde jegliche Zweiteilung ist eine Art Diskriminierung der einen und sollte nicht gemacht werden, finden alle sollten gleich behandelt werden!


Christian Hänggi

19.12.2011, 10:43 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@NA: Die Plakatgesellschaften nutzen den öffentlichen Raum zum eigenen Profit (rund 13 000 pro Plakat pro Jahr; Eigentümer erhalten rund 1000-2000, die Stadt nix). Dies prägt das Stadtbild und führt zu einer Entdemokratisierung des öffentlichen Raums. Eine Gebühr ist durchaus angebracht.
@RH: 99% der Plakatstellen in Zürich gehören APG und Clear Channel. Die andern vernachlässigbar.


Marc Bourgeois

19.12.2011, 10:31 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Mit den Steuern können dann (neben dem Verlust durch die öffentlichen Plakatstellen) sinnvolle Dinge wie der überaus ökologische Hafenkran finanziert werden, den wir auch alle anschauen dürfen/müssen. Klar, dass die Hausbesitzer diese Kosten den Mietern weiterbelasten werden. Die Linke hat sich vollends von der realen Welt und ihren Problemen gelöst. Es lebe der Sozialismus...


Nicolas Adolph

19.12.2011, 10:11 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Am Ende des Tages bleibt es eine zusätzliche Steuer die erhoben werden soll. Und dies ohne, dass die öffentliche Hand dafür eine Mehrleistung zu erbringen hat. Wenn das Schule macht, bezahlen wir demnächst auch eine Schnauf-Steuer.


Ralf Hasler

19.12.2011, 10:08 Uhr
Melden

Und wenn der Eigentümer ohne den Vermittler Plakatgesellschaft handelt, muss er dann keine Steuer zahlen? Gibt es dann also eine Zweiteilung, von dies ist gut und dies ist schlecht? Darf der Eigentümer in seinem Garten für seine Firma Plakat aufstellen oder für seine Kunst? Für beides würde er keine Einnahmen erheben. Von beidem würde er aber profitieren.


Eugen Fischer

19.12.2011, 09:38 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Welch ein stumpfsinn in der heutigen Zeit, wo wir ernsthaftere Probleme eigentlich lösen müssten. Wie es scheint sind die PolitikerInnen nur mit sich selber beschäftigt. Welch eine Pharce! Antworten


Janina Frey

19.12.2011, 09:04 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Die Linke wie sie leibt und lebt. Neue Steuern braucht das Land. Der Sozialstaat muss finanziert werden. Antworten


Kaa Bock

19.12.2011, 08:14 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Da würden mich jetzt noch Details und Hintergründe interessieren. Interessant dünkt mich vor allem, wieso diese Steuer nur für Hausbesitzer und nicht auch für Mieter gelten soll? Also wer ein Haus besitzt und ein Plakat anbringt zahlt Steuer, wer ein Haus mietet nicht? Oder zahlt dann der Besitzer des Hauses, obwohl der Mieter das Plakat anbringt? Antworten



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