Hier boomt Zürich am stärksten

Seit der Jahrtausendwende wächst die Einwohnerzahl der Stadt kontinuierlich. Wir zeigen, welche Quartiere davon besonders betroffen sind.

Klicken Sie auf die Karte, um das prozentuale Wachstum der Stadtquartiere zwischen den Jahren 2000 und 2016 anzuzeigen. (Grafik: TA, Quelle: Statistik Stadt Zürich)


Fast 416’000 Menschen lebten Ende 2016 in Zürich – so viele wie seit 45 Jahren nicht mehr. Nachdem die Bevölkerungszahlen in den 80er- und 90ern stagnierten, nähert sich die Stadt nun allmählich wieder dem Höchststand von 1962, als sie mehr als 440’000 Einwohner zählte. Seit der Jahrtausendwende wächst sie fast kontinuierlich und hat seither 54’000 Einwohner dazugewonnen.

Zwischen 2000 und 2016 vergrösserte sich die Bevölkerung um gut 15 Prozent, wie die neusten Zahlen der städtischen Statistik zeigen. Allerdings verteilten sich die Menschen sehr ungleichmässig auf die verschiedenen Zürcher Quartiere. Im Seefeld beispielsweise blieb die Einwohnerzahl praktisch gleich: 2016 wohnten dort nur 57 Personen (1,1 Prozent) mehr als noch 2000.

Anders sieht es im boomenden Escher-Wyss-Quartier aus. Es ist während dieses Zeitraums verhältnismässig am stärksten gewachsen, um mehr als 200 Prozent von 1929 auf 5825 Einwohner. Auch im vergangenen Jahr hielt der Aufwärtstrend an (+368 Personen).

Mengenmässig wird Escher Wyss nur von Oerlikon, Albisrieden, Seebach und Affoltern übertroffen. In allen diesen Quartieren leben aber auch viel mehr Menschen als in der Gegend um das Toni-Areal und den Prime Tower. Oerlikon vergrösserte sich in den letzten 17 Jahren um 4285 Einwohner (24 Prozent), Albisrieden um 4729 (28,8 Prozent). Die Bevölkerung in den stark boomenden Seebach und Affoltern wuchsen sogar um 7328 (41 Prozent) beziehungsweise um 7667 Personen (41,7 Prozent).

Albisrieden verzeichnete 2016 das grösste Wachstum, mit 1849 zusätzlichen Einwohnern innerhalb eines Jahres. Laut Angaben der Stadt hat insbesondere das Freilager-Bauprojekt stark zu dieser Steigerung beigetragen. Verhältnismässig stark gewachsen sind zudem auch Saatlen (30,7 Prozent) und Leimbach (32,9 Prozent).

Doch nicht überall kam es zu einem solchen Aufschwung – im Gegenteil: 4 der 35 Stadtquartiere verloren trotz des allgemeinen Wachstums von 2000 bis 2016 sogar Einwohner. Bei Lindenhof und Gewerbeschule war der Rückgang mit 1,7 respektive 2,3 Prozent nicht dramatisch. Die Bevölkerung der Quartiere City (–12,8 Prozent) und Hochschulen (–15,7 Prozent) schrumpfte hingegen deutlich.

Sowohl im City- als auch im Hochschulquartier handelt es sich jedoch lediglich um einen Rückgang von je 199 Personen. Die beiden hatten schon 2000 die kleinste Einwohnerzahl aller Stadtteile, was sich im vergangenen Jahr einfach noch deutlicher zeigte (City: 810, Hochschulen: 640). Die Gegend vom Hauptbahnhof bis zum Bürkliplatz wird vor allem vom Gewerbe dominiert und auch zwischen ETH, Kunsthaus und Opernhaus gibt es weniger Wohnraum als in anderen Stadtteilen.

Die Stadt rechnet damit, dass es auch bis ins Jahr 2030 kaum Verdichtungen in der Altstadt geben wird. Gleiches gilt für die Hanglagen von Hottingen, Oberstrass und Friesenberg. Dafür dürften laut den Prognosen andere Quartiere stark wachsen.

Dem Quartier Hirzenbach in Schwamendingen wird mit knapp 56 Prozent das proportional stärkste Wachstum vorausgesagt: von heute 11’900 Einwohnern auf 18’600 im Jahr 2030. Im Gebiet Saatlen im Stadtkreis 12 sind es 43 Prozent, in Seebach 37 Prozent. In Einwohnern gerechnet würde Seebach von 25’000 auf 34’400 wachsen und vielleicht sogar Altstetten als bevölkerungsreichstes Quartier ablösen. Ende 2016 zählte Altstetten gut 31’700 Einwohner, 279 weniger als noch ein Jahr zuvor.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.03.2017, 14:43 Uhr

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