Hirschmann, der Superheld von Szechuan
Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 06.05.2011 23 Kommentare
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Nach der Schliessung seines Klubs Saint Germain liege Carl Hirschmanns Fokus nun auf der Unterstützung von kulturellen Projekten wie dem Theater Neumarkt in Zürich «oder karitativen Projekten in Asien». Diese Information stand von Mittwoch bis gestern Donnerstag auf dem Wikipedia-Eintrag des Millionenerben, der bisher vor allem durch Skandale und Straftaten von sich reden gemacht hat.
Der anonyme Autor des Wikipedia-Beitrags war erstaunlich gut informiert. Heute Freitag hat Hirschmann eine Website mit Bildern veröffentlicht, auf denen er und andere junge Männer auf einer Reise durch Asien zu sehen sind. Hirschmanns PR-Beraterin Isabel Müller bestätigt gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet, dass ihr Klient unlängst tatsächlich in Asien weilte: «Er hat im Januar eine einmonatige Reise unternommen, bei der seine besten Freunde und seine Mutter dabei waren.»
Bilder sollen für sich sprechen
Startete der Millionenerbe in Asien eine Charmeoffensive? Will Hirschmann sein Image mit Fotos aufpolieren, die ihn beim Spielen mit armen kambodschanischen Kindern zeigen? Nein, stellt Isabel Müller klar. Über seine Sprecherin lässt Hirschmann auch ausrichten, dass die Bilder für sich sprechen sollen, weshalb er nicht persönlich Stellung nehmen wolle.
Auch darüber, ob die Reise einen karitativen Hintergrund hat, will Hirschmann keine Auskunft erteilen. Wie dem Text auf seiner neuen Homepage zu entnehmen ist, scheint er jedoch kein Hilfswerk aufbauen zu wollen: «Wir bitten nicht um Spenden, weil wir wirklich glauben, dass der beste Weg, um Asien zu helfen, darin liegt, hinzureisen und die Wärme und Magie zu spüren.» Der Rest, so Hirschmann, ergebe sich von selbst.
Spiritueller Reiseleiter
Die Fotos auf der Website wurden nicht von irgendwem geschossen: Urheber ist der berühmte Fotograf Michel Comte. Der Zürcher und seine Frau Ayako waren laut Hirschmanns Angaben auf der Homepage «die perfekten Reiseleiter, nicht nur geografisch, sondern auch spirituell». Ob der Fotograf, der laut Gerüchten mit finanziellen Problemen kämpft, für seine Teilnahme an der Reise bezahlt wurde, will Hirschmanns Sprecherin Müller nicht kommentieren.
Carl Hirschmann widmet die Seite seinem Vater Carl W. Hirschmann, der im letzten Juli im Alter von 61 Jahren verstorben ist. In einem Einleitungstext schreibt Hirschmann junior, dass er die Reise ursprünglich mit seinem Vater hatte unternehmen wollen. Die Reise sei eine «life changing experience» geworden.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.05.2011, 16:10 Uhr
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23 Kommentare
OK,Herr Hirschmann! Wenn Sie die gleiche Summe wie Sie diese PR Reise gekostet hat, dem Kinderhilfswerk in Benin zukommen lassen, können dort 500 Kinder auf saubere Toiletten statt in den Busch. Wir könnten die 5 Dächer der Schulhäuser abdichten + mit dem Salär + den Reisekosten für Ihren Starfotographen 20 LehrerInnen ein ganzes Jahr bezahlen. Mein Respekt wäre Ihnen sicher, Name der Red. bekannt Antworten

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