IG Taxi stellt Chauffeure an den Internet-Pranger
Aktualisiert am 19.05.2010 18 Kommentare
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Ist es gerechtfertigt, Nummern und Adressen von Taxifahrern ins Internet zu stellen?
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Wer in der Stadt Zürich ohne entsprechende Konzession als Taxifahrer Kunden sucht, wird von der Stadtpolizei verzeigt und muss mit Bussen in dreistelliger Höhe rechnen. Trotzdem haben Mitglieder der im März gegründeten IG Taxi bereits mehrfach Landtaxichauffeure auf Kundenfang in Zürichs Strassen entdeckt – und sie haben die Nummern der fehlbaren Fahrer notiert.
Auf der Homepage der IG werden die Autonummern mit den dazugehörigen Adressen der Autolenker fein säuberlich aufgelistet. 28 persönliche Daten wurden bisher publiziert. «Wir dulden nicht mehr, dass Landtaxis ihren Arbeitsort in die Stadt verlegen und uns Taxifahrern mit städtischen Konzessionen systematisch Kunden wegschnappen», erklärt die Präsidentin der IG Taxi, Dolores Zanini, das Vorgehen am Mittwoch gegenüber der Pendlerzeitung «20 Minuten». In Anbetracht der Tatsache, dass in Zürich bereits 1500 Taxis um die Aufträge kämpfen, sei dies ein unhaltbarer Zustand, heisst es auf der Homepage der IG Taxi.
Vorgehen der IG Taxi ist «problematisch»
Der Datenschützer der Stadt Zürich, Marcel Studer, bezeichnet das Vorgehen der IG Taxi als problematisch. «Die Betroffenen könnten juristisch dagegen vorgehen», sagt er zu «20 Minuten». Dem widerspricht Zanini mit dem Argument, dass die Namen nur genannt werden können, weil die Fahrer die Infos über ihre Nummernschilder nicht gesperrt haben. Autonummern von Chauffeuren, die die Stadtkundeprüfung absolviert haben und legal in Zürich nach Kunden suchen, würden selbstverständlich wieder aus dem Verzeichnis gelöscht.
Einer der Taxichauffeure, der auf der Liste aufgeführt ist, erklärt gegenüber der Pendlerzeitung, er fahre nur in die Stadt, wenn er von Stammkunden bestellt werde. «Das ist erlaubt», beteuert er. Trotzdem werde die Konkurrenzsituation zwischen den Land- und den Stadttaxis immer aggressiver: «Als einer mir die gelbe Taxilampe wegreissen wollte, kam es fast zu einer Schlägerei.» (tif)
Erstellt: 19.05.2010, 11:15 Uhr
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18 Kommentare
Vorschreiber Neuffer hat völlig Recht ... ergänzend noch, dass mE viel zu viel über diese Branche 'geredet' wird und der Artikel übers Wochenende bei der schlussendlich die Schuld bei 'mehrheitlich ausländischen Fahrer am HB' gefunden wird, war inakzeptabel. Bei uns auf dem Land ist verschiedenes auch sehr schlecht - mehrheitlich CH Fahrer/innen. 'Hängend, wartend, rauchend' Antworten
Es wäre besser, wenn die Behörde, welche die Lizenzen ausgibt, auch entsprechende Qualitätskontrollen durchführen würde und diese fehlbaren Taxi-Lenkern wieder entziehen würde. Da viele wohl kein Auskommen haben, gehen sie zusätzlich noch auf die Fürsorge. Dies geht mir aber nicht auf ! Entweder kann jeder Taxi-Lenker sein Einkommen generieren oder er hört damit auf ! Antworten





