Zürich

«Ich will nichts verheimlichen»

Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 06.02.2012 103 Kommentare

SVP-Gemeinderat Mauro Tuena steht unter Beschuss, weil er seine Beschäftigung für einen Finanzdienstleister nicht offenlegte. Gegenüber Tagesanzeiger.ch nimmt er Stellung.

«Es ist einfach untergegangen»: SVP-Gemeinderat Mauro Tuena.

«Es ist einfach untergegangen»: SVP-Gemeinderat Mauro Tuena.
Bild: Keystone

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Seit gestern ist bekannt, dass Sie ihr Verwaltungsratsmandat für den Finanzdienstleister Gut Gross & Partner gegenüber dem Gemeinderat nicht aktualisierten. Ihre Position als Geschäftsführer haben Sie gar verschwiegen. Weshalb?
Es ist einfach untergegangen. Es ging mir in keiner Art und Weise darum, etwas zu verheimlichen. Seit dem Bericht in der «Sonntagszeitung» habe ich mich öffentlich dafür entschuldigt, dass ich die Position als Geschäftsführer nicht genannt habe. Die wichtigere, jene des Verwaltungsrates, habe ich gegenüber dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit aber immer schon angegeben.

Als Verwaltungsrat gaben Sie an, kaum etwas verdient zu haben. Als Geschäftsführer, immerhin eine operative Aufgabe, hat dies wahrscheinlich anders ausgesehen.
Das ist nicht richtig. Als ich als Verwaltungsrat und Geschäftsführer für die Firma fungierte, war die Firma im Aufbau und das Geschäft ruhte zu diesem Zeitpunkt grösstenteils. Ich wurde einfach von Kollegen angefragt und fand es eine gute Sache. Anfang diesen Jahres haben wir an einer Generalversammlung einen ausgewiesenen Finanzexperten als künftigen neuen Geschäftsführer bestimmt.

Das heisst, offiziell sind sie zurzeit noch immer Geschäftsführer?
Ja, noch einige Tage. Ich habe diesbezüglich nun aber gegenüber dem Gemeinderat alles offengelegt, obwohl es nur noch wenige Tage dauert, bis ich diese Position nicht mehr einnehme.

Was haben Sie als Geschäftsführer denn gemacht? Normalerweise ist dies bei einer Firma im Aufbau ja eine herausfordernde Stellung.
Wie ich Ihnen gesagt habe, die Firma ruhte zu dieser Zeit grösstenteils. Ich wollte mein Engagement für die GGP zu keiner Zeit verheimlichen. Ich fordere selbst immer Transparenz, da schulde ich diese auch der Öffentlichkeit. Deshalb stehe ich den Medien auch seit gestern ohne Unterlass offen Red und Antwort. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.02.2012, 16:50 Uhr

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103 Kommentare

André Bürgi

06.02.2012, 19:06 Uhr
Melden 194 Empfehlung

Wen wundert es noch?
Wo $VP drin steht ist auch $VP drin......!
Antworten


Thomas Meier

06.02.2012, 18:46 Uhr
Melden 187 Empfehlung

Alle, die diesen Vorfall als kleinlich bezeichnen, muss entgegnet werden, dass es gerade die SVP ist, die sich die Moral auf die eigene Fahne heftet. Und wer sich als Saubermann ausgibt, wie es die SVP seit Jahren tut, muss sich Fragen zur eigenen Moral gefallen lassen. Das hat auch nichts mit Bashing zu tun.
Wer die Moral predigt, muss auch die Moral leben!
Antworten



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