Im Frühling ziehen die Asylsuchenden ins Quartier
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 13.01.2012 30 Kommentare
Das Kontingent von Zürich
Die AOZ führt die kommunale Asyl- und Flüchtlingsfürsorge im Auftrag der Stadt Zürich sowie weiterer Gemeinden. Das der Stadt Zürich zugewiesene Kontingent an Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen entspricht 0,5 Prozent der Städtischen Bevölkerung. Das Kontingent für das laufende Jahr muss entsprechend dem letztjährigen Bevölkerungswachstum noch neu festgelegt werden. Für 2011 betrug das Kontingent 1'860 Personen. Ende letztes Jahr hat die Stadt dieses Kontingent zu etwas mehr als 90 Prozent erfüllt.
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Die SVP Stadt Zürich wehrt sich in einem Postulat gegen die geplante Einquartierung von Asylsuchenden in den drei Personalhäusern des Stadtspitals Triemli. Die Spitalmitarbeitenden hätten es aufgrund ihres «kleinen oder mittleren Einkommens» schwer, in Zürich andere Wohnmöglichkeiten zu finden, schreiben die Unterzeichnenden Mauro Tuena und Roland Scheck. Die Personalhäuser sollten Studenten oder Menschen aus tieferen Einkommensschichten zur Verfügung gestellt werden, wenn sie nicht mehr für ihren eigentlichen Zweck benötigt würden, lautet die Forderung der beiden Politiker.
Personalhäuser sind «nur beschränkt attraktiv»
Michael Allgäuer, Departementssekretär des zuständigen Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich, wehrt sich gegen die Vorwürfe der SVP. «Es wird sicher kein städtisches Personal aus den Häusern verdrängt, die wir für die Unterbringung der Asylsuchenden zur Verfügung stellen würden», betont er gegenüber Tagesanzeiger.ch.
Die Angestellten hätten in den vergangenen Jahren immer weniger das Bedürfnis gehabt, in den einfachen Zimmern der drei Personalhäuser zu leben. «Auch für Studenten sind solche Wohnmöglichkeiten nur beschränkt attraktiv. Deshalb werden die Räume derzeit vorwiegend für die Verwaltung genutzt.»
Verträge werden derzeit ausgehandelt
Konkret sind jene Räume für die Unterbringung von Asylsuchenden vorgesehen, die in den vergangenen Jahren als temporäres Altersheim genutzt wurden. Nach der Wiedereröffnung des umgebauten Altersheims Dorflinde sind die Bewohner und Bewohnerinnen wieder zurückgekehrt und die Wohnräume stehen wieder frei.
Thomas Kunz, Direktor der Asyl-Organisation Zürich (AOZ), sagt auf Anfrage, dass derzeit entsprechende Verträge ausgearbeitet werden, in denen die Details dieser Zwischennutzung festgelegt werden. «Ich gehe davon aus, dass das zustande kommt. Die Unterbringung wäre allerdings auf ein bis zwei Jahre beschränkt.»
Sind die Verträge abgeschlossen, würden im Triemli etwa 75 Asylsuchende untergebracht. Spätestens im Frühling soll der Einzug der neuen Bewohner stattfinden. «Bei der Zuteilung achten wir auf die Quartierverträglichkeit. Wir wollen natürlich vermeiden, dass Konflikte entstehen», betont Kunz.
Zürich steht unter massivem Druck
Die AOZ würde lieber heute als morgen ins Personalhaus einziehen. Die Stadt Zürich erfülle das ihr zugewiesene Aufnahmekontingent für Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene noch nicht, so Kunz. «Daher stehen wir immer noch unter massivem Druck» (siehe Box).
Die AOZ ist ständig in Verhandlungen mit städtischen und privaten Liegenschaftsbesitzern, um die wachsende Zahl an Unterbringungsplätzen zu gewährleisten. «Da es sich bei den meisten Unterbringungen um Provisorien handelt, wäre es fahrlässig, die Hände in den Schoss zu legen und nicht laufend nach neuen Möglichkeiten zu suchen», betont Kunz. Konkrete Adressen wollte er jedoch nicht bekannt geben.
Die Personalhäuser im Triemlispital werden allerdings nicht mehr lange für weitere Zwischennutzungen zur Verfügung stehen: Nach Abschluss des Neubaus Bettenhaus und der Sanierung des Hochhauses werden sie abgerissen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.01.2012, 14:20 Uhr
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30 Kommentare
Ich freu mich schon auf noch mehr Nordafrikaner die kommenden Sommer den Kreis 3 und 4 unsicher machen werden. Die verantwortlichen Politiker sind ja im Endeffekt nicht die, die sich mit diesen Menschen rumschlagen müssen. Leider, sonst würde vermutlich auch Frau Sommaruga endlich etwas unternehmen um das Problem mit den Nordafrikanern zu lösen! Antworten

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