Im HB strahlt Werbung in HD

Am Zürcher Hauptbahnhof sind seit heute Montag 13 High-Definition-Bildschirme in Betrieb. Zehn Sekunden Werbung auf den neuen Panels kosten 2000 Franken.

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In ihren Ausmassen erinnern sie an klassische Werbeplakate. Die Produkte werden aber in bewegten Bildern ins beste Licht gerückt. Seit heute sind 13 High-Definition-Bildschirme im Hochformat von 1 Meter auf 1,80 Meter am Zürcher Hauptbahnhof in Betrieb. Die sogenannten ePanels sind bei den Zugängen der Perrons im oberirdischen Teil des Bahnhofs befestigt. Weitere Bildschirme befinden sich in den Untergeschossen des Bahnhofs. Auch in den RailCity-Bahnhöfen Basel, Bern, Genf, Lausanne und Luzern wurden solche Panels heute in Betrieb genommen. Insgesamt sind es 43.

«Die Zahl der Werbung mit bewegten Bildern hat stark zugenommen. Die Nachfrage der Werbewirtschaft nach Möglichkeiten, animierte Werbung zu schalten, war so gross, dass wir dieses Angebot eingeführt haben», erklärt SBB-Mediensprecher Daniele Pallecchi die Neuerung gegenüber Tagesanzeiger.ch. Über die Höhe der Einnahmen für die SBB durch die neuen Werbeflächen wollte er keine Angaben machen.

Full-HD-System ist einmalig

Betrieben und vermarktet werden die ePanels durch die Firma e-advertising, ein Profitcenter der Allgemeinen Plakatgesellschaft APG. Zwei Jahre lang wurde an dem Projekt gearbeitet. «Was unser Angebot von jenen im Ausland unterscheidet ist das Full-HD-System. Die Datenmengen, die verarbeitet werden können, sind gewaltig. Entsprechend hoch ist die Qualität», sagt e-advertising Geschäftsführer Ulrich Ritschard.

Wer die neue Werbeplattform nutzen will, kann das über einen längeren Zeitraum aber auch nur tageweise tun. «Minimale Nutzungsfrist ist ein Tag, die minimale Dauer des Spots liegt bei 10 Sekunden. Die Platzierung eines solchen Spots würde dann 2000 Franken kosten. Damit wäre man dann auf allen 13 Bildschirmen präsent», erklärt Ritschard. «Pro Tag können 6 Kunden die Werbezeit nutzen. Der Spot darf nicht länger als eine Minute sein.»

Zu den erwarteten Umsätzen will Ritschard keine Angaben machen. Auch über die Höhe der Abgaben an die SBB wurde vertraglich Stillschweigen vereinbart. Die Einnahmen aus den neuen Werbeflächen dürften bei der hohen Nachfrage aber rasch die Millionengrenze knacken.

Specials wie zum Beispiel das gestaffelte Abspielen von Filmsequenzen über alle Bildschirme hinweg sind derzeit noch nicht geplant. «Das würde auch keinen Sinn machen, weil die meisten Leute nicht alle Panels gleichzeitig sehen können.»

Noch mehr Belebung für das lebendigste Gebäude der Stadt

In der Haupthalle des Hauptbahnhofs werden die Zugsreisenden nun also nicht mehr nur mit den Bildern des eBoards, einem gut zwei Meter langen elektronischen Werbebildschirm, und den zahlreichen regulären Plakaten berieselt, sondern auch noch über die ePanels. Dass es zu viel werden könnte, glaubt SBB-Sprecher Pallecchi trotzdem nicht. «350'000 Personen gehen täglich durch den Zürcher Hauptbahnhof. Damit ist der HB sowieso schon das lebendigste Gebäude der Stadt.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.06.2011, 11:31 Uhr

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