Zürich

«Immerhin liege ich auf dem 11. Platz»

Interview: Claudia Imfeld. Aktualisiert am 07.03.2010

Die SVP hat es erneut nicht geschafft, in den Zürcher Stadtrat einzuziehen. Im Gemeinderat hält sie ihre Sitzzahl. Die Wähler würden sich von bewährten Parteien abwenden, sagt Stadtratskandidat Mauro Tuena.

«Mit der GLP haben die Wähler die Katze im Sack gekauft»: SVP-Politiker Mauro Tuena.

«Mit der GLP haben die Wähler die Katze im Sack gekauft»: SVP-Politiker Mauro Tuena. (Bild: Claudia Imfeld)

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Herr Tuena, in der Parlamentswahl konnte die SVP nicht so zulegen, wie sie das angestrebt hatte. Was lief falsch?
Alle anderen bürgerlichen Parteien haben deutlich verloren. Wir sind unserer Linie treu geblieben. Deshalb haben wir beim Wähleranteil auf hohem Niveau noch etwas zulegen können. Das ist positiv.

Aber die grosse Gewinnerin bei den Gemeinderatswahlen ist die GLP. Was macht die Partei besser als die SVP?
Nichts. Mit der GLP haben die Wähler die Katze im Sack gekauft.

Das scheinen die Wähler anders zu sehen.
Offensichtlich wenden sich die Stimmbürger ab von den bewährten Parteien und setzen lieber auf ein Experiment. Warten wir ab, wie es rauskommt.

Was bedeutet die GLP im Gemeinderat für die SVP?
Die SVP wird ihren Kurs beibehalten. Wir waren schon immer allein unterwegs. Aber vielleicht ergibt sich eine Allianz mit der GLP. Das müssen wir abwarten.

Im Stadtrat verlieren die Bürgerlichen einen Sitz an die Grünen. Sie und Karl Zweifel landeten abgeschlagen auf Platz 11 und 12. Warum hat es wieder nicht geklappt?
Immerhin liege ich auf dem 11. Platz über unserem Wähleranteil. Die Stadt Zürich ist ganz stark rot-grün, das hat sich heute wieder einmal gezeigt. Wir hatten einen schwierigen Stand: Die SVP ist ganz allein angetreten – ohne Bündnis.

Die SVP setzte auf ein Zweierticket: auf Sie als bekanntes Gesicht und Karl Zweifel als politischen Neuling. War das die richtige Strategie?
Das werden wir analysieren.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.03.2010, 20:38 Uhr

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