Zürich

Jeder Dritte verkauft Alkohol an Jugendliche

Aktualisiert am 05.02.2009 10 Kommentare

Bei jedem dritten Testkauf konnten Minderjährige problemlos Alkohol erwerben. Die Polizei verzeigte 41 fehlbare Betriebe.

Alkoholkauf durch Jugendliche: Jeder dritte Betrieb macht sich strafbar.

Bruno Schlatter

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Alarmierende Bilanz von Alkoholtestkäufen durch Jugendliche: Im letzten Jahr fielen über ein Drittel der Betriebe durch. Sie verkauften illegal alkoholische Getränke an Minderjährige.

Die Stadtpolizei Zürich spricht von besorgniserregenden Zuständen. In 41 von 112 Fällen (37 Prozent) erhielten die 14- und 15-jährigen Testkäufer problemlos alkoholische Getränke.

Bei den Testobjekten handelte es sich um Restaurants, Tankstellen-Shops, Kioske, Take Aways, Ladenketten und Festwirtschaften. Die 41 durchgefallenen Betriebe wurden beim Stadtrichteramt Zürich verzeigt.

Kontrollen werden verstärkt

Aufgrund dieser Bilanz wird die Stadtpolizei Zürich auch in diesem Jahr ein spezielles Augenmerk auf die verbotene Alkoholabgabe an Jugendliche richten. Die Kontrollen in Zusammenarbeit mit dem Blauen Kreuz werden entsprechend intensiviert, wie Polizeisprecherin Judith Hödel mitteilt.

Zudem hat der Stadtrat von Zürich im Frühling 2008 ein Massnahmenpaket gegen Jugendgewalt verabschiedet. Diesbezüglich wurde eine «Taskforce Jugendgewalt» gegründet, welche sich aus Fachleuten von Polizei, Schule sowie Sozial- und Gesundheitsdiensten zusammensetzt. Eins von acht Massnahmenfeldern beinhaltet konkret die intensivere Kontrolle der Alkoholabgabe von Alkoholverkaufsläden an Jugendliche. (ep)

Erstellt: 05.02.2009, 15:10 Uhr

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10 Kommentare

A Meyer

05.02.2009, 16:26 Uhr
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Die Behörden haben meine volle Unterstützung. Gesetze nicht nur in den Parlamenten (= Redekammern) beschliessen, sondern anwenden. Wer das "Ergebnis" der massenweise betrunkenen Jugendlichen, zum Beispiel am Hb angepöbelt werden, verlangt nur: mit diesem Pöbel aufräumen! Antworten


David Meili

05.02.2009, 15:06 Uhr
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Es ist absurd, die zumeist schlecht bezahlten und im Schichtdienst arbeitenden Verkäuferinnen verantworllich zu machen. Das Blaue Kreuz profiliert sich mit Show-Aktionen, die seiner Geschichte und seiner sozialen Bestimmung unwürdig und rechtlich sehr problematisch sind. Zudem sollte der Käufer, auch wenn er minderjährig ist, für sich selbst verantwortlich sein. Antworten



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