Jeder Dritte verkauft Alkohol an Jugendliche
Aktualisiert am 05.02.2009 10 Kommentare
Artikel zum Thema
- Heimliche Tests: Alk-Kaufen ist ein Kinderspiel
- Über Alkohol-Testkäufe sollen Gerichte entscheiden
- Bierkurier liefert bis in die frühen Morgenstunden – auch an den See
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Alarmierende Bilanz von Alkoholtestkäufen durch Jugendliche: Im letzten Jahr fielen über ein Drittel der Betriebe durch. Sie verkauften illegal alkoholische Getränke an Minderjährige.
Die Stadtpolizei Zürich spricht von besorgniserregenden Zuständen. In 41 von 112 Fällen (37 Prozent) erhielten die 14- und 15-jährigen Testkäufer problemlos alkoholische Getränke.
Bei den Testobjekten handelte es sich um Restaurants, Tankstellen-Shops, Kioske, Take Aways, Ladenketten und Festwirtschaften. Die 41 durchgefallenen Betriebe wurden beim Stadtrichteramt Zürich verzeigt.
Kontrollen werden verstärkt
Aufgrund dieser Bilanz wird die Stadtpolizei Zürich auch in diesem Jahr ein spezielles Augenmerk auf die verbotene Alkoholabgabe an Jugendliche richten. Die Kontrollen in Zusammenarbeit mit dem Blauen Kreuz werden entsprechend intensiviert, wie Polizeisprecherin Judith Hödel mitteilt.
Zudem hat der Stadtrat von Zürich im Frühling 2008 ein Massnahmenpaket gegen Jugendgewalt verabschiedet. Diesbezüglich wurde eine «Taskforce Jugendgewalt» gegründet, welche sich aus Fachleuten von Polizei, Schule sowie Sozial- und Gesundheitsdiensten zusammensetzt. Eins von acht Massnahmenfeldern beinhaltet konkret die intensivere Kontrolle der Alkoholabgabe von Alkoholverkaufsläden an Jugendliche. (ep)
Erstellt: 05.02.2009, 15:10 Uhr
Kommentar schreiben
10 Kommentare
Die Behörden haben meine volle Unterstützung. Gesetze nicht nur in den Parlamenten (= Redekammern) beschliessen, sondern anwenden. Wer das "Ergebnis" der massenweise betrunkenen Jugendlichen, zum Beispiel am Hb angepöbelt werden, verlangt nur: mit diesem Pöbel aufräumen! Antworten
Es ist absurd, die zumeist schlecht bezahlten und im Schichtdienst arbeitenden Verkäuferinnen verantworllich zu machen. Das Blaue Kreuz profiliert sich mit Show-Aktionen, die seiner Geschichte und seiner sozialen Bestimmung unwürdig und rechtlich sehr problematisch sind. Zudem sollte der Käufer, auch wenn er minderjährig ist, für sich selbst verantwortlich sein. Antworten





