Zürich

Jetzt kommt Leben unter die Viaduktbögen

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 30.03.2010

In den 33 Viaduktbögen entstanden Boutiquen, Ateliers, Läden, Restaurants, aber auch eine Kinderkrippe und ein Tangoclub. Im September folgt eine Markthalle.

1/24 Kurz vor der Eröffnung der Viaduktbögen...
Bild: Simon Eppenberger

   

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Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit eröffnen etwa die Hälfte der Lokale am 1. April. Die weiteren folgen laufend in den Wochen danach. Im Innern der Räume sind die groben Steinmauern des Viadukts sichtbar, die das aussergewöhnliche Ambiente prägen.

Der vor über hundert Jahren gebaute Viadukt habe bisher den «alten» und den «neuen» Kreis 5 getrennt, sagte Andi Hoppler, Präsident der städtischen Stiftung PWG, am Dienstag vor den Medien. Nun werde dieser «einmalige urbane Treffpunkt» zu einem verbindenden Element im Quartier.

Als Bauherrin hat die PWG (Stiftung zur Erhaltung von preisgünstigen Wohn- und Gewerberäumen) 33 Millionen Franken in das Projekt investiert. Sie vermietet die ausgebauten Viaduktbögen zu Quadratmeterpreisen von 200 bis 260 Franken pro Jahr. Pro Lokal wird mit Brutto-Mietkosten von 3750 Franken pro Monat gerechnet.

Zürichs erste Markthalle

Am nordöstlichen Ende der 500 Meter langen Flaniermeile zwischen Vorbahnhof und Limmatstrasse, wo sich Letten- und Wipkingerviadukt trennen, entsteht «Zürichs erste Markthalle». Wegen der vielen baurechtlichen Auflagen werde sie «praktisch zu einem Warenhaus», und nicht wie geplant zu einem einfachen Lebensmittel-Umschlagplatz wie in südlichen Ländern, sagte Hoppler.

Im Viaduktbereich zwischen Heinrich- und Josefstrasse ziehen vor allem Design- und Modegeschäfte ein. Darunter seien einige Start-ups, aber auch etablierte Boutiquen, nicht jedoch die grossen Ketten.

In den Bögen entlang der Josefswiese sind kulturelle und soziale Treffpunkte konzentriert. In den anschliessenden sieben Lokalen werden Möbel und Einrichtungsgegenstände angeboten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.03.2010, 14:32 Uhr

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