«Jetzt muss ich nichts mehr machen!»
Von Monica Müller. Aktualisiert am 10.05.2011 1 Kommentar
Dorine von Overbeck
Die 11-Jährige besucht die Primarschule Fluntern. Sie ist eines von 3657 Kindern, die gestern die Aufnahmeprüfung für Lang- gymnasien im Kanton Zürich ablegten.
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Und, Dorine, wie ist es gelaufen?
Es lief super, es war gar nicht so schwierig. Wobei, das ist eigentlich gar nicht so leicht einzuschätzen. Ich hab mich da auch schon schwer getäuscht, diesmal hoffentlich nicht.
Du hattest Bedenken beim Aufsatz.
Ich hatte Glück, es gab ein Thema, das war genau mein Ding: «Ein misslungener Banküberfall». Ich hatte gleich eine Idee – die Räuber waren so doof, dass sie erst ihren Plan erzählten und erst dann «Überfall!» schrien. Ich konnte einfach drauflosschreiben, und es hat mir sogar Spass gemacht.
Und in der Mathe?
Eine Aufgabe habe ich falsch gelöst, für eine hatte ich keine Zeit mehr, und die anderen könnten richtig sein. Die Aufgaben waren ziemlich happig, wir mussten zum Beispiel ausrechnen, wie viele Tiere ein Bauer hat mit Infos wie «doppelt so viele Schweinebeine wie Hühnerfüsse». Die Geometrie war dafür ausnahmsweise sehr leicht.
Was geht dir jetzt durch den Kopf?
Jetzt muss ich nichts mehr machen. Ich kann wieder mehr Fussball spielen. Und Landhockey. Und skypen. Und gar nichts machen.
Was machst du als Nächstes?
Ich gehe mit meiner Mutter eine Bratwurst mit Pommes frites essen.
Und das Resultat der Prüfung . . .
. . . ist mir momentan wurscht. In der Nacht, bevor ich den Bescheid bekomme, werde ich wohl wieder so schlecht schlafen wie in der Nacht vor der Prüfung. Aber jetzt bin ich erst mal erleichtert, dass es vorbei ist.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 10.05.2011, 07:30 Uhr
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