Jetzt wird gefeiert und gefahren
Von Tina Fassbind, Pia Wertheimer. Aktualisiert am 09.12.2011 22 Kommentare
Verkehrsbeschränkungen
Am Samstag, 10. Dezember 2011, von 6 bis ca. 22 Uhr, ist die Hardstrasse zwischen dem Escher-Wyss-Platz und der Heinrichstrasse in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt. Am selben Tag von 9 bis ca. 18 Uhr ist auch der Escher-Wyss-Platz für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung ist signalisiert.
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Drei Jahre lang wurde gebaut, ab heute wird nur noch gefeiert und gefahren: Die neue Tramlinie Zürich-West nimmt am Sonntag den Betrieb auf. Bereits heute Freitag fanden sich rund 400 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und privater Seite im Tramdepot beim Escher-Wyss-Platz ein, um das Grossprojekt zu feiern.
Anwesend waren neben Regierungsrat Ernst Stocker auch die Stadtratsmitglieder Ruth Genner, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, und Andres Türler, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe. Auch der ehemalige Verkehrsminister der Schweiz, Moritz Leuenberger, machte dem Fest seine Aufwartung.
Um 10 Uhr trafen die Gäste beim Tramdepot am Escher-Wyss-Platz ein. Als Moderator führte TeleZüri-Chefredaktor Markus Gilli durch den Anlass. Er hielt ein flammendes Plädoyer für den boomenden Stadtteil Zürich-West. Er muss es wissen, der Fernsehmann arbeitet seit über 30 Jahren dort: Während er einst bemitleidet worden sei, weil er im «Zürcher Ghetto» arbeitete, beneideten ihn nun etliche Berufskollegen um den trendy Arbeitsplatz. Ruedi Lais, SP-Kantonsrat, ist überzeugt: «Die neue Tramlinie motiviert weitere Firmen, hierhin zu ziehen und in das Quartier zu investieren.»
«Für die ganze Schweiz wichtig»
Zur Feier des Tages kamen die Ehrengäste in den Genuss einer geführten Tour mit dem neuen Tram durch den boomenden Stadtteil. Der FDP-Ständerat Felix Gutzwiller zeigte sich überrascht, wie schnell das neue Tram ist: «Die Linienführung der VBZ ist clever, weil sie viele Bereiche abdeckt.» Auch die rasche Entwicklung von Zürich-West begeistert den Politiker: «Ich kenne das Quartier, es ist ein toller Teil von Zürich. Was hier im Moment passiert, ist auch für den Rest der Schweiz wichtig.»
Die grüne Kantonsrätin Gabi Petri forderte bereits 1995 in einem Brief an die damalige Stadträtin und Vorsteherin des Hochbaudepartementes, Ursula Koch, eine Tramlinie durch das Industriequartier. Damals sei ihr Appell abgeschmettert worden, sagt Petri: «Heute ist es ein Gebot der Stunde, dass die zahlreichen Pendler in Zürich-West gut bedient werden.»
Fest für die Bevölkerung
Auf den offiziellen Eröffnungsfestakt folgt morgen Samstag das Fest des Volkes. Von 10 bis 17 Uhr finden rund um den Escher-Wyss-Platz, im Tramdepot und unter der Hardbrücke unter dem Motto «Zürich-West erfahren» verschiedene Aktivitäten statt. So können beispielsweise kostenlose Rundfahrten auf der neuen Tramlinie gemacht werden oder man kann im Rahmen einer Schnitzeljagd mit dem Titel Foxtrail das Quartier neu erleben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.12.2011, 11:13 Uhr
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22 Kommentare
Mich nervt an solchen Anlässen dass huntertschaften an Menschen teilnehmen die in Tat und Wahrheit keinen Finger gekrümmt haben. Den Bauarbeitern wurde sicher nie nur eine Cervelat mit Brot in die Hand gedrückt. Wäre ich dort eingeladen dann würde ich aus Scham sicher nicht teilnehmen. Antworten

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