Kein Stau trotz Baustellenchaos

Dort, wo sich jeden Morgen der Verkehr staut, erschweren Baustellen die Durchfahrt zusätzlich. Doch die erwarteten Staus blieben aus. Ein Experte rätselt über die Gründe dafür.

Wenig Stau: Verkehrslage heute Morgen am Bellevue und am Hegibachplatz

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Alle Zeichen deuteten auf einen Stau, der selbst für eine verkehrsgeplagte Stadt wie Zürich rekordverdächtige Ausmasse annehmen müsste: Exakt zum Ferienende wird an zahlreichen Verkehrsknotenpunkten gebaut – die Umfahrungen führen entweder durch ständig verstopfte Strassen oder an weiteren Baustellen vorbei.

Umso erstaunlicher war das Bild, das sich heute Montagmorgen zur Hauptverkehrszeit am Bellevue bot: Der Verkehr floss praktisch ungehindert über die nur einspurig befahrbare Quaibrücke. Die Bellerivestrasse war völlig frei, die Falkenstrasse ebenfalls, nur vor den Ampeln am Utoquai stauten sich einige Autos auf. Entsprechend überrascht waren auch die Autofahrer: «Letzte Woche bin ich hier zweieinhalb Stunden gestanden», sagte ein Autofahrer gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Ich bin heute extra früher aufgestanden, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.» Vergeblich, wie sich herausstellte.

Leichte Nervosität am Hegibachplatz

Gähnende Leere auch an der Weinbergstrasse. Diese ist seit heute morgen stadteinwärts gesperrt – die Umfahrung geht durch die Universitätsstrasse, die eigentlich keinen Mehrverkehr verkraftet. Etwas mehr Geduld benötigten die Autofahrer am Hegibachplatz. Dort müssen Tram, Forchbahn und alle Autos aus Richtung Forchstrasse und Hofackerstrasse durch ein und dieselbe Lücke hindurch. Doch auch den Hegibachplatz schienen viele Autolenker zu meiden. Denn dort stockt der Verkehr oft entlang der gesamten Forchstrasse bis zur Stadtgrenze, während sich heute heute eine Kolonne von wenigen hundert Metern bildete.

Doch wieso blieb das Verkehrschaos heute morgen aus? Heiko Ciceri von der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich kann keine eindeutigen Ursachen festmachen: «Ich kann nur mutmassen. Entweder die Autofahrer haben die Baustellen grossräumig umfahren oder sie waren deutlich früher da.» Denkbar ist laut Ciceri auch, dass einige Autofahrer ihr Fahrzeug in der Garage stehen liessen und auf den öffentlichen Verkehr umgestiegen sind: «Vielleicht sind die Autofahrer seit dem Stau vom letzten Montag abgeschreckt». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.08.2008, 11:43 Uhr

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