Kinderspital: 150 Nieren transplantiert

Bereits zum 150. Mal wurde am Montag am Kinderspital Zürich erfolgreich eine Niere transplantiert. Für die Klinikleitung ist dieses Jubiläum ein Erfolg, doch Spendernieren sind nach wie vor rar.

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Die erste Transplantation im Kinderspital Zürich wurde 1992 durchgeführt. Seither habe sich die Abteilung für Nierenkrankheiten des Kinderspitals Zürich zum «mit Abstand grössten Nierenkinderzentrum der Schweiz» entwickelt, teilt das Kinderspital am Dienstag mit.

Jüngster Empfänger zwei Monate jung

Die behandelten Kinder und Jugendlichen waren im Alter zwischen zwei Monaten und 20 Jahren. Wie die Klinikleitung schreibt, sei das Jubiläum zwar ein Grund zum Feiern, die tiefe Spenderrate bereite jedoch nach wie vor Schwierigkeiten.

Wenig Nieren, Spender gesucht

Leichen-Nierentransplantate sind knapp, weil die Toten nur selten einen Spenderausweis bei sich haben. Deshalb kommt es vor allem zu Lebend-Spenden. Laut Klinik-Sprecher Marco Stücheli sind Mutter, Vater oder andere erwachsene Verwandte nach wie vor die häufigsten Spender.

Pro Jahr erkranken in der Schweiz 10 bis 12 Kinder unter 16 Jahren an einem Nierenversagen, das entweder die Dialyse oder die Transplantation nötig macht. (mro/sda)

Erstellt: 19.08.2008, 15:22 Uhr

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