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Knallt der Böögg sanfter?

Wegen Bauarbeiten ist es eng auf der Zürcher Sechseläutenwiese. Am 19. April müssen die Zünfter deshalb ihren Böögg umplatzieren. Wird er zur Sicherheit auch mit weniger Böllern gespickt?

Rumms und weg: 2009 war der Kopf nach 12.55 Minuten ab.

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Bild: Keystone

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In rund einem Monat ist es soweit. Dann wird dem Böögg auf der Sechseläutenwiese der Garaus gemacht. Doch in diesem Frühling sind die Platzverhältnisse etwas begrenzter als in den Vorjahren: Wegen den Bauarbeiten am Opernhaus-Parking ist ein Teil der Wiese auf dem Bellevue gesperrt.

Muss sich Böögg-Bauer Heinz Wahrenberger nun beim Einbauen der Böller zurückhalten, damit den Zuschauern nichts um die Köpfe fliegt? «Bis jetzt habe ich noch keine Vorschriften für den neuen Böögg erhalten», sagt er gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet, «da die Distanz zwischen Scheiterhaufen und Publikum gleich bleibt, gehe ich aber davon aus, dass ich ihn laden kann wie immer.»

«Ich kann den Sommer nicht schöner machen»

«Wie immer» heisst, dass der künstliche Schneemann mit rund 140 Knallern gespickt sein wird. Wo und wie die Sprengkörper angebracht sind, bleibt das Geheimnis des Böögg-Bauers. Nach dem langen, harten Winter hoffen aber viele, dass die Halspartie besonders explosiv sein wird. Schliesslich soll der Kopf ja möglichst schnell wegplatzen, damit es einen besonders schönen und heissen Sommer gibt.

Wahrenberger hat allerdings nicht vor, dem Wetter auf die Sprünge zu helfen. Er wird keinen Extrasprengstoff im Hals anbringen. «Ich kann den Sommer nicht schöner machen», meint er, «aber rufen Sie doch das Gartenbauamt an. Wenn die den Holzhaufen bis oben hin mit Petrol vollspritzen, dann flackert das Feuer schneller hinauf.» Er selbst habe zwar auch Freude an einem schönen Sommer, für ihn stehe aber das Brauchtum im Vordergrund und nicht die Wetterprognose. «Der Böögg hat ja im Vergleich mit den realen Wetterwerten sowieso miserabel abgeschnitten.»

Ersatzschneemann steht bereit

Nächste Woche macht sich Wahrenberger zusammen mit seinem Lehrling ans Werk, um den Böögg für das diesjährige Sechseläuten vom 19. April fertigzustellen. Rund einen Monat dauert der Bau der explosiven Pappfigur. «Wenns brennt, sind wir aber auch schneller», sagt Wahrenberger. Und im schlimmsten Fall – wenn der Böögg beispielsweise wie im Jahr 2006 geklaut werden sollte – steht immer ein Ersatzschneemann bereit. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.03.2010, 16:57 Uhr

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