Zürich
Komitee wehrt sich gegen Wegzug der Coninx-Sammlung
Aktualisiert am 02.12.2012 9 Kommentare
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Um die Kunstsammlung des 1980 verstorbenen Werner Coninx ist gemäss dem «SonntagsBlick» ein heftiger Streit entbrannt. Die Sammlung, sie umfasst über 13'000 Werke, ist heute in der herrschaftlichen Coninx-Villa am Zürichberg untergebracht. Werner Coninx war der Sohn des «Tages-Anzeiger»-Gründers.
Die Sammlung gehört nicht mehr der Verleger-Familie Coninx, sondern der Coninx-Stiftung. Die will die Villa in Zürich verkaufen und die Kunstsammlung ins Glarnerland verlegen. Genauer: in den Hänggiturm in Ennenda. Der Turm sei eines «der berühmtesten Textildenkmäler der Schweiz, ein idealer Standort», sagt der Glarner Peter Jenny (70). Er war Professor an der ETH und ist Mitglied des Coninx-Stiftungsrats. Im Hänggiturm will die Stiftung die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Supino gegen Glarner Establishment
Der Stiftungsrat hat die gesamte Glarner Polit-Prominenz hinter sich: Die Ständeräte This Jenny und Pankraz Freitag, ETH-Ratspräsident Fritz Schiesser, Ex-Preisüberwacher Werner Marti sowie die Glarner Regierung unterstützen die Umzugspläne (Peter und This Jenny sind Halbbrüder).
Der Coninx-Sprössling und Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino (47) dagegen will den Verkauf der Villa am Zürichberg um jeden Preis verhindern. Er möchte die Sammlung in Zürich behalten – und hat deswegen schon mehrfach bei der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht interveniert.
Anwalt eingeschaltet
Jetzt erhöht Supino den Druck auf die Stiftung. Von der Öffentlichkeit unbemerkt gründete er kürzlich ein Zürcher Prominenten-Komitee, das den Umzug der Sammlung ins Glarnerland verhindern soll. Ihm gehören die Ständeräte Verena Diener (GLP) und Felix Gutzwiller (FDP) sowie Ex-Regierungsrat Markus Notter (SP) an.
Laut «SonntagsBlick» erhebt ein Anwalt im Namen des Komitees schwere Vorwürfe an die Adresse des Coninx-Stiftung: einzelne Stiftungsräte würden sich bereichern. Die Stiftung weist die Vorwürfe integral zurück. Der Fall liegt zurzeit bei der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht. Sie hat dem Umzug nach Glarus noch nicht zugestimmt. (rub)
Erstellt: 02.12.2012, 11:00 Uhr
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9 Kommentare
Gute Idee, etwas Museumskunst aufs Land zu verlegen - Ennenda (1 Station nach Glarus) ist schliesslich locker per S-Bahn "Glarner Sprinter" auch aus Zürich erreichbar, für diejenigen, welche die Coninx-Sammlung auch noch sehen wollen. Nicht zuletzt kriegen wir ja den neuen, zusätzlichen Kunsthaus-Bunker am Pfauen - wer hat danach Lust, in der gleichen Stadt noch ein Privat-Museum zu (be-)suchen? Antworten
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