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Läden verdrängen Supermarket und Cabaret

Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 08.02.2012 28 Kommentare

An der Geroldstrasse werden die Nachtclubs Cabaret und Supermarket die Türen schliessen. An ihrer Stelle soll eine Ladenpassage entstehen.

«Die logische Entwicklung für das Quartier»: Die Nachtclubs Cabaret und Supermarket werden schliessen.

«Die logische Entwicklung für das Quartier»: Die Nachtclubs Cabaret und Supermarket werden schliessen.
Bild: Reto Oeschger

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Seit Jahren ist die Geroldstrasse als Club-Mekka von Zürich bekannt. Nun sollen zwei der Nightlife-Lokale bis im Frühling nächsten Jahres schliessen. An gleicher Stelle wird voraussichtlich eine Ladenpassage entstehen.

«Bis April 2013 führen wir den Club weiter, danach ist für uns an der Geroldstrasse Schluss», erklärt Markus Ott, Mitbetreiber des Clubs Cabaret. In diesem Sinne sei man mit dem Besitzer der Liegenschaften an der Geroldstrasse 15 und 17 übereingekommen.

Dieser will nicht namentlich genannt werden, gibt gegenüber Tagesanzeiger.ch aber an, dass er mit dem Areal hochtrabende Pläne habe. «Im Gebiet zeichnet sich allgemein eine grosse Veränderung ab, als Ausgehmeile hat die Geroldstrasse über kurz oder lang ausgedient.»

Fortsetzung der Viaduktbögen

Nun plane er anstelle der Clubs eine Ladenpassage als Fortführung der bereits bestehenden Viaduktbögen, mit ähnlichem Angebot. «Das ist die logische Entwicklung für das Quartier.» Genaue Pläne lägen zwar noch nicht vor, auch welche Baumassnahmen dazu nötig wären, will der Besitzer noch nicht verraten.

Nur eines sei klar: «Das Helsinki und das Rosso werden von einer Umnutzung des Geroldareals nicht betroffen sein.» Diese werden zwar ebenfalls von ihm verwaltet, gehören aber der Stadt Zürich.

Entscheid wird akzeptiert

Die Betreiber des Cabarets akzeptieren den Entscheid und wollen weder rechtliche Schritte einleiten, noch weitere Verhandlungen mit dem Besitzer führen, wie Mitbetreiber Ott erklärt. «Die Gegend ist sowieso zunehmend schwierig. Es verkehren dort viele Leute, die mit unserem Gästekonzept nicht übereinstimmen.»

Deshalb habe man das Cabaret für das letzte Jahr in einen Memberclub umfunktioniert. «Noch ein Jahr werden wir gute Partys feiern, danach wird ein neuer Ort die bessere Option sein.» Die Betreiber des zweiten betroffenen Clubs, des Supermarket, waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Das Geroldareal war während Jahren Heimat verschiedener Clubs, darunter auch des berühmt-berüchtigten Spider-Galaxy. In den letzten Jahren wurden verschiedene Projekte angedacht, die auf dem Areal realisiert werden könnten. Gar als Standort eines neuen Kongresszentrums war es immer wieder im Gespräch.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.02.2012, 11:30 Uhr

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28 Kommentare

dirk melzer

08.02.2012, 14:43 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Wie rechnen diese Leute? Die Läden im Viadukt sind praktisch immer leer. Und bereits jetzt wechseln die Besitzer ständig. Vergesst dieses ewige Shopping-Zeugs, das braucht niemand. Wir wollen Clubs! Antworten


Nicolas Sellerberg

08.02.2012, 15:19 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Konsum schlägt Kultur. Antworten



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