Längere Ladenöffnungszeiten: Gewerkschaften sind sauer
Von Martin Huber. Aktualisiert am 07.07.2009 16 Kommentare
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Von Oktober bis Dezember werden mehrere Mode- und Warenhäuser in der City am Samstag nicht mehr nur bis 18 Uhr, sondern bis 20 Uhr geöffnet bleiben. Manor, C&A, Coop St. Annahof, Globus, Jelmoli, Migros City und Vögele wollen damit nach eigenen Angaben auf veränderte Bedürfnisse der Konsumenten reagieren und Wettbewerbsnachteile gegenüber Einkaufszentren wie Sihlcity oder Letzipark ausgleichen, die bereits bis 20 Uhr geöffnet sind.
Laut Vitus Barmettler von Manor hat das eigene Personal auf die Neuerung gelassen reagiert. So habe man bereits im letzten Dezember mit verlängerten Öffnungszeiten an drei Samstagen gute Erfahrungen gemacht. Kritik sei ihm keine zu Ohren gekommen. Schon heute werde unter der Woche bis 20 Uhr gearbeitet. Wegen der längeren Öffnungszeiten werde man Pensen erhöhen und wohl auch zusätzliches Personal einstellen können.
Proteste ohne Erfolg
Roman Burger von der Unia zeigt sich verärgert, dass die Arbeitsbedingungen des Verkaufspersonals «immer weiter verschlechtert» würden und keine Hand geboten werde zur Regelung von Minimalbedingungen. Ob es zu Protestaktionen kommt, sei noch offen; die Unia stehe in Kontakt mit dem Personal. «Die Frage ist stets, ob es genügend Angestellte gibt, die sich wehren wollen.» Im letzten Herbst hatten die Unia und Angestellte des Letziparks gegen längere Öffnungszeiten am Samstag protestiert, allerdings ohne Erfolg. Kritisch reagiert auch Carlo Mathieu von der Syna: «Grosse Läden profitieren, kleine verlieren.» Zudem drohe eine immer stärkere Verzettelung der Arbeitstage der Verkäuferinnen, die zuerst für eine Schicht am Morgen und dann noch für eine am Abend eingeteilt würden.
Die City-Vereinigung will den Versuch genau beobachten, wie Geschäftsführer Andreas Zürcher sagt. «Wir sind gespannt, ob das einem Kundenbedürfnis entspricht und sich betriebswirtschaftlich rechnet.» Für kleinere und mittlere Läden komme ein Samstagsverkauf bis 20 Uhr aus organisatorischen Gründen kaum infrage.
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Erstellt: 06.07.2009, 20:31 Uhr
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16 Kommentare
Hier geht es wohl kaum um die veränderten Bedürfnisse der Konsumenten als um negativ veränderte Umsatzzahlen, die man jetzt in der Krise mit vermehrter Öffnungszeit aufpolieren möchte. Vielleicht gibt es bald "early bird shopping on sunday", das neue Einkaufsvergnügen sonntags von 0600 - 1000 Uhr. Auch da wird dann wohl starken Kundenwünschen gefolgt, so zumindest wird die Argumentation sein. Antworten
Es ist sehr verwunderlich, einerseits gehen bald täglich Arbeitsplätze durch den Wirtschaftseinbruch (siehe PIB) verloren und andererseit schlägt UNIA Alarm. Ich denke, Herr Rechsteiner sollte seine stetigen Forderungen mal etwas nach unten korrigieren. Die, die noch Arbeit haben sind glaube froh, wenn es ein paar Stunden im Monat mehr sind, also Hr. Rechsteiner lass die Arbeiten die noch können. Antworten





