Zürich
Lauber: Lehrer sollen Kopf in Privatwirtschaft durchlüften
Aktualisiert am 07.01.2010 6 Kommentare
Will Lehrer Privatwirtschaftsluft schnuppern lassen: Schulvorsteher Gerold Lauber.
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Lehrer sollen nach ein paar Jahren Unterrichten die Möglichkeit erhalten, ein, zwei Jahre in der Privatwirtschaft tätig zu sein, um dann wieder in den Schuldienst zurückzukehren. Diese Idee hat der Stadtzürcher Schulvorsteher Gerold Lauber (CVP).
«Erste Kontakte zu zwei grossen Arbeitgebern» seien bereits geknüpft, sagte Lauber am Donnerstag vor den Medien. Während dem Abstecher in die Privatwirtschaft sollen Lehrkräfte den Kopf durchlüften und neue Motivation fürs Unterrichten tanken.
Keine Karriere-Perspektiven
Denn der Lehrberuf sei einerseits enorm anspruchsvoll, biete andererseits aber kaum Karriere-Perspektiven, sagte Lauber. Viele sprängen deshalb nach einigen Jahren ab oder erlitten ein Burnout und müssten den Schuldienst aus gesundheitlichen Gründen verlassen.
Bei der Umsetzung des «grössten Reformprozesses in der 175-jährigen Geschichte der Zürcher Volksschule» sei die Stadt Zürich gut unterwegs, sagte Lauber. Bis die zahlreichen Neuerungen spielten, brauche es aber noch drei, vier Jahre. (cal/sda/)
Erstellt: 07.01.2010, 14:37 Uhr
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6 Kommentare
Gratuliere, Herr Lauber: Eine der genialsten Ideen in der Schullandschaft - seit Jahrzehnten! Aber: Warum soll der Versuch auf die Schulen der Stadt begrenzt bleiben? Und wer übernimmt die Stellvertretungen, die Stellen an den "verwaisten" Klassen? Oder: Gäbe es auch Tausch- und Teamteaching- Möglichkeiten? B. Schneider, Oberstufenlehrer in Langnau a//A Antworten
Gute Idee. Wenn die Lehrer wieder einmal von 7.30 bis 17.30 arbeiten müssen und auch unter Termindruck stehen, werden sie merken, dass auch in der Privatwirtschaft nicht alles Gold ist, was glänzt, sondern eher mal Schweisstropfen Wenn die Lehrer mal unter den Bedingungen arbeiten müssen wie die Eltern ihrer Schüler wird ihnen ua mal wieder bewusst, wie es ist mit 4 Wochen Ferien:) Antworten
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Peter Niederer
Die Frage ist nur, wo diese Lehrer eingesetzt werden sollen und wer bereit ist sie einzustellen. Bei unseren Gymi-Lehrern war uns schon als Schüler klar, dass sie Lehrer wurden, weil sie in der Privatwirtschaft nicht zu gebrauchen waren. Insbesondere fehlte ihnen die Fähigkeit im Team zu arbeiten, was sich in den Beziehungen der Lehrer untereinander und zu den Schülern deutlich zeigte. Antworten