Zürich

Ledergerber: «Ich bin sicher, Blatter wird das korrigieren»

Von Johanna Wedl. Aktualisiert am 08.04.2010 37 Kommentare

«Langweilig, langweilig, langweilig» sei Zürich, lästert Fifa-Präsident Sepp Blatter in Kapstadt - und erzürnt damit den ehemaligen Zürcher Stadtpräsidenten Elmar Ledergerber.

Will Blatter zur Rede stellen: Elmar Ledergerber. (Bild: Keystone )

«Leben ist Rhythmus und Rhythmus Leben. In Zürich gibt es nicht viel Rhythmus. Sie müssen wissen, Zürich ist im deutschsprachigen Teil der Schweiz und das heisst, es ist langweilig, langweilig, langweilig.» So lässt sich Fifa-Boss Blatter auf einem Plakat im Eingangsbereich vom WM-Stadion in Kapstadt zitieren. Das berichtet «20 Minuten».

«We are not amused», sagt Elmar Ledergerber auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Der Präsident von Zürich Tourismus kann nicht glauben, dass Blatter seine Aussagen ernst meint. «Vermutlich wollte er den Afrikanern ein Kompliment machen.» Dann sei ihm das andere reingerutscht. «Dennoch ist das für uns eine kleine Katastrophe.»

Fifa gibt sich wortkarg

Schnelle negative Auswirkungen auf den Stadtzürcher Tourismus befürchtet Ledergerber zwar keine. Gleichzeitig hofft der Zürcher, dass der Fifa-Boss seine Aussagen korrigiert: «Ich bin sicher, Sepp Blatter wird veranlassen, dass der Text geändert wird. Ich könnte damit leben, wenn er Zürich als aufregend beschreibt.» Der Rhytmus dürfte dann die afrikanische Tugend bleiben.

Der Ex-Stapi zeigte sich trotz der Negativwerbung überzeugt, dass Blatter Zürich «ausserordentlich schätzt und sich hier wohlfühlt». Der Walliser sei ein Ehrenmann. «Ich werde ihn bei passender Gelegenheit auf die Angelegenheit ansprechen», ergänzte Ledergerber.

Die Fifa äusserte sich bisher nur mit einem einzigen Satz zu Blatters Ausfälligkeiten: «Der Fifa-Präsident ist glücklich in Zürich zu sein, wo die Fifa bereits seit 1932 beheimatet ist.» Dies schreibt «20min.ch» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.04.2010, 16:50 Uhr

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37 Kommentare

Werner N Staub

08.04.2010, 19:52 Uhr
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Wieder schlecht schreiben über Sepp Blatter. Das ist man sich ja von den Zeitungen gewohnt. Wenn Sepp die Worte im Plakat selber gewählt hat, ist das nicht sehr klug gewesen. Aber deswegen ein Tamtam aufführen. Nur immer auf die FIFA draufhacken bis sie Zürich verlässt. Viele Städte in der Welt warten nur darauf. Und die Journalisten müssten dann reisen, um an den Cüplipartys dabei zu sein! Antworten


Niklaus Zumthuer

08.04.2010, 17:31 Uhr
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Ich bin ja eigentlich gegen Sippenhaft. Aber was in letzter Zeit Blatter und andere "Innerschwyzer" (z.B. der FC-Sion-Präsident) von sich geben, grenzt schon ein wenig an Schwachsinn. Ich denke, es ärgern sich auch eine Menge Walliser über diese Leute. Antworten



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