Leutenegger sagt Blocher Adieu
Von Ruedi Baumann. Aktualisiert am 05.11.2011 44 Kommentare
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In der FDP herrscht vor dem zweiten Ständeratswahlgang grosse Aufregung über eine Handvoll Mitglieder. Im überparteilichen Komitee für Christoph Blocher sassen bis gestern sieben namhafte Freisinnige. Doch für die FDP sind diese Abweichler am rechten Parteirand noch viel ärgerlicher als vor dem ersten Wahlgang. Nach dem Rückzug aller Mitte-links-Kandidaten ist nun Verena Diener (GLP) klar in der Favoritenrolle. Der zweite Platz wird somit wohl zwischen Christoph Blocher (SVP) und Felix Gutzwiller (FDP) ausgemacht.
Aus FDP-Sicht heisst das: Jede Stimme für Blocher ist eine gegen Gutzwiller. Nun hat das Blocher-Komitee noch mehr Öl ins Feuer geschüttet. In einem provokativen Inserat steht nur Blocher auf dem Stimmzettel, die zweite Linie ist durchgestrichen. Zwei von sieben Freisinnigen haben nun die Konsequenzen gezogen und sind nicht mehr im Komitee: Nationalrat Filippo Leutenegger und der Horgner Bezirkspräsident Andrea Müller. Leutenegger sagt: «Ich kann nicht akzeptieren, dass ein überparteiliches Komitee auf Parteilinie getrimmt wird.» In erster Linie unterstütze er Gutzwiller, und er ziehe Blocher gegenüber Diener vor.
SVP fühlt sich betrogen
Über Leuteneggers Rückzug ist man bei der SVP verärgert. «Zuerst hat er sich zur Kandidatur Blocher bekannt», sagt Parteisekretär Yves Gadient, «und nun wendet er sich ab, obschon bezüglich Wahlkampfempfehlung der beiden Parteien nichts geändert hat.» Beide sind nur für ihre eigenen Kandidaten. Die Vermutung der SVP: Leutenegger hat seine Schäfchen nun im Trockenen – er wurde dank 12'000 Panaschierstimmen der SVP als Nationalrat sehr gut wiedergewählt.
Fünf FDPler bleiben im Komitee: die Kantonsräte Hans-Peter Portmann und Max Clerici sowie die «grossen Alten» Andreas Honegger, Jörg Rappold und Christian Steinmann. Portmann sagt aber: «Ich distanziere mich von diesem Inserat.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 05.11.2011, 07:45 Uhr
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44 Kommentare
Mir ist rätselhaft,wie jemand ausserhalb der SVP Blocher eine Stimme gibt.Vom eigenen Partei-Stimmvolk Stimmen zu kriegen reicht bei Majorz-Wahl nicht.Blocher der im Nationalrat die Schweiz in die Steinzeit führen wollte,Firmen ruinierte(Steuerzahler durfte die Arbeitslosen bezahlen)Wahl durch Stimmknopf fälschte.Und da gibt es nicht-SVP-ler die ihm eine Stimme geben wollen? Nein sowas!!! Antworten

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