WM-Protest

Linksaktivisten beschmieren Fifa-Eingang

Am Samstagnachmittag haben 150 linke Aktivisten vor dem Fifa-Hauptgebäude für die Vertriebenen in Brasilien demonstriert. Unter den Protestierenden war Andrea Stauffacher.

Schmiererei nach dem Besuch der Revolutionären Jugend Zürich: Eingang zum Fifa-Hauptgebäude.

Schmiererei nach dem Besuch der Revolutionären Jugend Zürich: Eingang zum Fifa-Hauptgebäude. Bild: Thomas Zemp

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Rote Farbe und Hassparolen am Fifa-Eingang: Rund 150 Linksaktivisten haben heute Nachmittag unter dem Slogan «Wir lieben den Fussball - wir hassen die Fifa» vor dem Hauptgebäude des Weltfussballverbands demonstriert. Vermummte Jugendliche schwenkten Fahnen der Revolutionären Jugend Zürich, Aktivisten besprayten Säulen der Fifa. Die Demonstranten haben ein seltsames Gefährt zurückgelassen, auf dem «Fuck Fifa» stand.

Gemäss einem Beobachter war auch Andrea Stauffacher dabei. Die Chefin des Revolutionären Aufbaus Zürich ist vor zwei Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden.

Solidarität mit den Demonstranten in Brasilien

Die Kundgebung war nicht bewilligt. Auf das Fifa-Gelände seien die Demonstrierenden nicht gelangt, sagte ein Polizeisprecher. Es habe eine aufgeladene Stimmung geherrscht, der Polizeieinsatz sei aber «im Grossen und Ganzen problemlos» abgelaufen.

Die Demonstrierenden in Zürich wollten mit ihrer Aktion ihre Solidarität mit den Aktivisten in Brasilien ausdrücken, die seit Monaten unter der gemeinsamen Parole «Não vai ter copa» (Es wird keine WM geben) auf die Strasse gehen.

In Brasilien seien ganze Quartiere zerstört worden, um neue Fussballstadien und angrenzende Shoppingtempel zu bauen, heisst es im Aufruf zur Demo. Bis zu 250'000 Menschen seien aus ihren Wohnungen vertrieben worden. Die wenigen Profiteure des Spektakels seien die Fifa und internationale Konzerne. (pu/sda)

Erstellt: 14.06.2014, 17:17 Uhr

Wieder unterwegs: Andrea Stauffacher. (Bild: Alessandro Della Bella/Keystone)

Die Polizei war vor Ort. (Bild: Thomas Zemp)

Artikel zum Thema

«Habt ihr noch immer Angst vorm schwarzen Mann?»

Analyse Der souveräne Polizeieinsatz bei der geplanten Nachdemo zum 1. Mai wirft die Frage auf: Warum war das nicht schon in früheren Jahren möglich? Mehr...

1. Mai in Zürich: Die Polizei spricht von zwei brenzligen Situationen

Die Nachdemo zum 1.-Mai-Umzug fand nicht statt. Die Polizei hat mit einem zurückhaltenden, aber genauen Einsatz zwei heisse Situationen entschärft. Mehr...

Stauffacher will nicht auf militante Aktionen verzichten

Gerade erst wurde die Anführerin des Schwarzen Blocks aus dem Gefängnis entlassen. Der Gewalt schwört sie trotzdem nicht ab. Für den 1. Mai hat sie neue Pläne. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

TA Marktplatz

Blogs

Outdoor Ein Nullentscheid beim SAC?

Private View Zwei Amis in Venedig

Abo

Digitale Abos - Neu ab 18.- pro Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen. Flexibel und jederzeit kündbar
Neu nur CHF 18.- pro Monat

Die Welt in Bildern

Beinfreiheit einmal anders: Im sächsischen Niederwiesa machen riesige Frauenbeine auf die Ausstellung «High Heels - die hohe Kunst der Schuhe» aufmerksam, die im nahen Schloss Lichtenwalde zu sehen ist. (23. Mai 2017)
(Bild: Sebastian Willnow/DPA) Mehr...