Das Lochergut als Kulisse für Gewalt-Musik
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 04.12.2008 90 Kommentare
Lochergut im Nachthimmel: Junge Zürcher Rapper stilisieren das Lochergut als Sinnbild der Gewalt empor. (Quelle: Youtube.com)
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Das Lochergut
Das Lochergut liegt im Strassengeviert Seebahnstrasse, Sihlfeldstrasse, Badenerstrasse und Karl-Bürki-Strasse.
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Max Frisch wohnte dort, Pipplotti Rist auch, und noch heute ist das Lochergut eine der bevorzugten Adressen für Künstler und Architekten. Für Andere ist der markante Hochhausbau aus dem Jahre 1966 genau das Gegenteil: Ein Kaninchenstall, der Inbegriff des Ghettos, 62 Meter hoch, 120 lang, eingeklemmt zwischen Seebahn- und Sihlfeldstrasse. Die günstigen Mieten sorgen für einen hohen Ausländeranteil. Dank diesen Eigenschaften stilisieren junge Rapper das Lochergut zu ihrem neuen Sinnbild empor. In ihren Texten wird Mord und Totschlag zum Ideal erklärt, als Schauplatz für dieses Leben in der Gewalt wählen sie das Lochergut. Das Ghetto Lochergut als Brutstätte ihrer Kultur, wie der New Yorker Stadtteil Bronx Geburtstätte des Hiphop ist.
«Kreis 4, Locherguet, Problembezirk» heisst es im Song «Eine vo eus», der auf Youtube zu finden ist. Der Song ist ein Treueschwur auf Almaf, einem Jungen, der dem Anschein nach im Gefängnis sitzt. «So lang no wäg bisch singed mir free Almaf.» Der Song ist hinterlegt mit einem Foto der markanten Hochhaussiedlung an der Seebahnstrasse, pathetisch eingebettet in nächtliche Gewitterstimmung.
Richtig zur Sache geht es in den Songs der Band ZH Nachwuchs. «Mini wuet lahn ich use mit em Kehleschnitt» singen die Rapper in einem ihrer Songs. Das Video besteht aus einer Reihe von Standbildern, in denen auch das Lochergut eine tragende Rolle spielt. Auf einem Schwarzweiss-Bild der Siedlung steht etwa geschrieben: «mir läbed für geld, fraue und alkohol und sterbet für eusi jungs im LOCHERGUET». Darauf folgt ein Bild eines Kapuzenpullover mit der Aufschrift «LOCHERGUET JUNGS».
In einem weiteren Video besingt die Band ihren Hass auf den erfolgreichen Rapper Gimma. «Gimma tuet voll auf krass, aber wohnt im Puurehof.» Und damit wollen sie sagen: Wirklich krass sind wir, und wir wohnen im Lochergut. Schliesslich werden im Stück Genicke gebrochen, Menschen aufgehängt und erstochen. Und auch hier: Die Musik wird mit einem Standbild hinterlegt, das schematisiert das Lochergut zeigt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.12.2008, 14:41 Uhr
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90 Kommentare
Es ist eine absolute Frechheit, wenn man hier behauptet dass nur eine Hand voll Leute in Gefahr sind. Jede Person, die in Gefahr ist, ist eine zu viel. Härtere Strafen für diese prügelnden Jugendlichen wären der einzige Weg. Nicht eine Geldbusse, sondern Jugendknast. Die Polizei muss eingreifen, wenn am HB Schlägereien anfangen und nicht warten bis Verletzte am Boden liegen. Antworten
Die,die schon mal an einem Züri-Derby waren kennen die Stimmung,die um und im Stadion herrscht.Spruchbänder und andere verschiedene Parolen der Südkurve repräsentieren deren Gewaltbereitschaft.Solange es nur bei Provokationen bleibt,kann man von einer gesunden Rivalität zwischen den beiden Fanlagern sprechen. Das,was die Locherguet-Jungs an den Tag legen,ist nicht nichts anderes als ein Verbrechen Antworten


































