Zürich

Lucy macht Weihnachtsstimmung

Von Liliane Minor. Aktualisiert am 19.10.2010 5 Kommentare

An der Bahnhofstrasse zwischen Paradeplatz und See hängen bereits die ersten Lichter der neuen Weihnachtsbeleuchtung.

Neue Weihnachtsbeleuchtung: In der Bahnhofstrasse werden 150 000 Leuchtdioden installiert.

Neue Weihnachtsbeleuchtung: In der Bahnhofstrasse werden 150 000 Leuchtdioden installiert.
Bild: Sabina Bobst

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Noch sind die Herbstferien nicht zu Ende, und schon haben Handwerker damit begonnen, die neue Weihnachtsbeleuchtung namens Lucy an der Bahnhofstrasse zu installieren. Zwischen Bürkli- und Paradeplatz sind die Arbeiten abgeschlossen, in der übrigen Bahnhofstrasse hängen erst die Tragseile. Derzeit stockt die Montage: Bevor die Handwerker weitermachen können, müssen die Bäume gestutzt werden.

Erinnerungen an Baldachin

Lucy besteht aus 150 000 Leuchtdioden und wird am 25. November um 18 Uhr erstmals eingeschaltet. Wer etwas Glück hat und sich nächtens auf der Bahnhofstrasse herumtreibt, könnte aber in den Genuss eines Testbetriebes kommen. Wann das sein wird, will Markus Hünig, Präsident der Vereinigung Bahnhofstrasse, nicht verraten. Vor dem 25. November sollen möglichst wenig Leute die neue Beleuchtung sehen. Nur so viel lässt er sich entlocken: «Wir werden die Tests irgendwann nachts zwischen ein und fünf Uhr früh machen.»

Die neue Beleuchtung erinnert auf den ersten Blick an den legendären Baldachin, jene Weihnachtsbeleuchtung, der immer noch viele Zürcher nachtrauern. Allerdings könne bei der neuen Beleuchtung die Helligkeit der Lämpchen einzeln gesteuert werden, sodass sie dezent bewegt erscheine, sagt Hünig.

Noch keinen Käufer

Derweil Lucy installiert wird, verstaubt The World’s largest Timepiece, die Weihnachtsbeleuchtung der letzten fünf Jahre, in einer Lagerhalle des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich. Die Vereinigung Bahnhofstrasse möchte die 275 sechs bis sieben Meter langen Lichtröhren für rund 900 000 Franken verkaufen. Noch hat sie aber keinen Käufer gefunden.

«Im Januar machen wir noch einmal einen Anlauf», sagt Hünig. Was passiert, wenn die Beleuchtung keinen Abnehmer findet, weiss Hünig noch nicht. Allenfalls verkaufe man die Röhren dann auch einzeln. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.10.2010, 10:20 Uhr

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5 Kommentare

Martin Ebnoether

19.10.2010, 12:11 Uhr
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Der Kitsch hat also gewonnen. Antworten


Andreas Huber

19.10.2010, 12:46 Uhr
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Ja Herr Ebnöther der Kitsch hat gewonnen und zwar weil der kitsch nicht "technoid" daher kommt, weil der Kitsch mehr wärme ausstrahlt (hoffentlich) und weil der Kitsch einfach besser in diese Zeit passt. Kalte Beleuchtung passt eher unter die Hardbrücke oder irgendwo an den See von wo aus das ganze als Kunstwerk betrachtet werden kann. Aber wie wir sehen scheut sogar Zürich sich es zu erwerben. Antworten



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