Zürich

Mauch: «In Zürich gibt es auch viele günstige Wohnungen»

Aktualisiert am 17.01.2012 17 Kommentare

Stadtpräsidentin Corine Mauch zeigt in einem Interview auf, wie die Stadt ihr Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft vorantreiben will. Und wie mehr gemeinnützige Wohnungen entstehen sollen.

Sieht Zürich auf Kurs - auch beim Erreichen einer 2000-Watt-Gesellschaft: Stadtpräsidentin Corine Mauch.

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Bild: Keystone

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«Es bleibt eine Tatsache, dass wir in einem Tram in der gleichen Zeit wesentlich mehr Leute von A nach B bringen können als mit Autos», erklärt Corine Mauch in einem Interview in der heutigen Ausgabe der NZZ. Damit umreisst sie einen Teil der Verkehrspolitik, welche die Stadt in Zukunft anstrebt. Es gehe nicht darum den privaten Verkehr zu verbannen, aber «das wachsende Mobilitätsbedürfnis auf stadtverträgliche Art» zu befriedigen.

Besonderes Augenmerk lege man langfristig darauf, dass man Spitzenzeiten der Verkehrsbelastung entschärfen könne. Dabei denke man auch an flexiblere Arbeitszeiten. Auch einer Ausdehnung der Tempo 30-Zonen steht Mauch offen gegenüber, vor allem um bundesrechtliche Lärmgrenzwerte ab 2018 einhalten zu können. Allerdings prüfe man diese Option nur: «Konkreter sind die Ideen bis jetzt noch nicht.»

860 Wohnungen geplant oder bewilligt

In Bezug auf die 2000-Watt-Gesellschaft sieht Mauch Zürich auf Kurs. Man habe gegen den Trend den CO2 gesenkt und baue schon jetzt Häuser, die mehr Energie produzierten als sie benötigten. Genau darauf eingehen, wo man auch deutliche Verzichte in Kauf nehmen müsste, um das Ziel zu erreichen, will sie nicht. Sie verweist jedoch auf die Langfristigkeit des ganzen Projektes: «Bis zum Ziel haben wir noch 38 Jahre Zeit.»

Beim gemeinnützigen Wohnungsbau, der allein schon wegen einer deutlich angenommenen Volksinitiative weiter vorangetrieben werden muss, macht Mauch klar, dass die Stadt den genossenschaftlichen Wohnungsbau fördern werde. Auch die Zusammenarbeit mit privaten Eigentümern werde verstärkt. Zur Zeit seien 860 kommunale Wohnungen geplant oder bewilligt.

Dennoch macht sich Mauch keine Illusionen: «Die Nachfrage ist grösser als das Angebot.» Und sie glaube auch nicht, dass sich dies bald ändere. Dennoch würden jährlich 40'000 Menschen innerhalb der Stadt umziehen und auch eine Wohnung finden. Zudem zeigten die Zahlen der Durchschnittsmieten, dass «es in Zürich auch viele günstige Wohnungen gibt.» (jcu)

Erstellt: 17.01.2012, 08:26 Uhr

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17 Kommentare

Urs Marty

17.01.2012, 09:45 Uhr
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Watt sind auch im Jahr 2012 keine Energie sondern eine Leistung.
Es wäre wünschenswert wenn die "Weltverbesserer" sich mal an ihren Physikunterricht in der Oberstufe erinnern würden. Wenn dann W und Wh unterschieden werden können, wäre es für die Bevölkerung einfacher die Ziele zu verstehen...
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Hans Schmid

17.01.2012, 09:16 Uhr
Melden 30 Empfehlung

Frau Mauch will also nicht sagen, wo man für die 2000-Watt-Gesellschaft "deutliche Verzichte" in Kauf nehmen müsse.
Weshalb gibt sie nicht zu, dass die 2000-Watt-Gesellschaft bloss ein ökologisches Deckmäntelchen ist, um Wohlstand und Lebensqualität auf das Niveau der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts abzusenken? (Natürlich nur für die 99% - 1% wird nach wie vor in Saus und Braus leben!)
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